Corona: Plötzlicher Haarausfall als Langzeitfolge

Katharina Flick

Eine Infektion mit dem Coronavirus kann zu vielen Langzeitfolgen führen, eine davon kann plötzlicher Haarausfall sein. 

Inhalt
  1. Warum kann Haarausfall eine Langzeitfolge des Coronavirus sein?
  2. Wie kann der Haarausfall gestoppt werden?
  3. Welche weiteren Folgen kann eine Corona-Infektion haben?

Eine mögliche Langzeitfolge einer Infektion mit dem Coronavirus ist der plötzliche und sehr starke Verlust der Kopfhaare. Dabei können diese im Extremfall Strähnenweise ausfallen, wachsen danach jedoch in der Regel wieder vollständig nach.

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Warum kann Haarausfall eine Langzeitfolge des Coronavirus sein?

Haarausfall kann verschiedene Auslöser haben – bei einer Infektion mit dem Coronavirus kann neben dem Stress, den eine solche Infektion verursacht, auch die Bildung von Autoantikörpern der Grund sein. 

1. Stressbedingter Haarausfall

Stress wird im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion als möglicher Auslöser für den Verlust der Haare vermutet . Er tritt auf, wenn der Körper in Stresssituationen mehr Energie benötigt. So bleiben weniger Nährstoffe für das Wachstum der Haare übrig. Die Folge: Die Haare fallen aus.

2. Bildung von Autoantikörpern

Unter „Autoantikörper" versteht man Antikörper, die sich gegen körpereigenes Gewebe, Hormone oder andere Antikörper richten. Dies ensteht häufig bei einer Autoimmunerkrankung oder sind bei einer Krebserkrankung nachweisbar. Fallen die Haare nach einer Coronainfektion plötzlich und Strähnenweise aus, ist damit zu rechnen, dass der Körper Autoantikörper gebildet hat.

 

Wie kann der Haarausfall gestoppt werden?

Bei starkem Haarausfall kann ein frühzeitiger Einsatz von einem Koffeinshampoo helfen, den Haarverlust zu reduzieren und die Haarwurzeln zu stärken. Auch eine besonders gesunde und ausgewogene Ernährung kann bei einem leichten Haarausfall helfen. Kommt es nach einer Coronaerkrankung jedoch zu einem starken Haarausfall, sollte ein Hautarzt oder ein Trichologe, ein Arzt für Haarprobleme, aufgesucht werden.

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Welche weiteren Folgen kann eine Corona-Infektion haben?

Die Langzeitfolgen von SAR-COV-2 sind noch nicht ausreichend erforscht. Viele Kliniken stellen bei mittleren bis schweren Verläufen jedoch fest, dass Patienten nach einer Covid-19 Erkrankung unter Koordinationsschwierigkeiten, Taubheitsgefühle und auch Wortfindungsstörungen und sogar Gedächtnisverlusten litten. 

Bei ungefähr einem Drittel der Corona-Patienten auf den Intensivstationen seien diffuse Hirnschädigungen aufgetreten, die zu Gedächtnisproblemen sowie Aufmerksamkeits- und Konzentrationsschwierigkeiten führen könnten, erklärte der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Neurologie, Peter Berlit. Solche Patienten sind möglicherweise verwirrt, hätten Fehlwahrnehmungen und sogar mit Halluzinationen zu kämpfen.

Haarausfall nach einer Infektion mit Corona ist eine weitere Langzeitfolge, deren Ursache und Häufigkeit noch weiter erforscht werden muss.

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