Corona: Diese 7 noch unbekannten Virusvarianten drohen

Gaby Scheib

Von Alpha bis Delta: Diese nach dem griechischen Alphabet benannten Coronavirus-Mutationen kennen wir bereits. Doch SARS-CoV-2 mutiert munter weiter – 7 noch unbekannte Virusvarianten drohen uns jetzt!

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Dass ein Virus mutiert, ist nichts Neues. So hält es auch das Coronavirus. Nach den Mutationen namens Alpha, Beta, Gamma und Delta bzw. Delta-Plus stehen nun 7 weitere, noch unbekannte Virusvarianten in den Startlöchern, um uns das Leben schwer zu machen. Während die Mutanten von Alpha bis Delta nach dem Grad ihrer Gefährlichkeit als besorgniserregende Varianten (oder VOC für „Variants of Concern“) gelten, werden die neuen Mutanten bislang lediglich als unter Beobachtung stehende Varianten (oder VOI für „Variants of Interest“) eingestuft.

Illustration einer Coronavirus-Mutation in Rot und Blau
Service Indien: Ist die neue „Delta-Plus“-Mutante noch gefährlicher?

 

Corona: Diese 7 noch unbekannten Virusvarianten drohen jetzt

 

1. Epsilon, eine potenziell gefährliche Virusvariante 

Die Mutante wird auch unter B.1.427 bzw. B.1.429 geführt und ist im März 2021 in Kalifornien aufgetaucht. Forschende vermuten, dass Epsilon eine höhere Übertragbarkeit von 20 Prozent hat und auch für Geimpfte und Genesene gefährlich werden kann. Doch Genaueres weiß man noch nicht. In Deutschland ist die Variante bisher noch nicht aufgetreten.

 

2. Die Virusvariante Zeta verringert die Immunantwort

P.2 bzw. B.1.1.28.2 ist bereits im April 2020 in Brasilien aufgetreten, steht aber erst seit März diesen Jahres unter internationaler Beobachtung. Zeta weist mit E484K die gleiche Mutation auf wie die Beta und einige Alpha-Varianten. Erste Untersuchungen haben zudem gezeigt, dass die Immunantwort bei Geimpften und Genesenen reduziert sein könnte. Dies muss jedoch noch weiter analysiert werden.

Bildcollage von Lauterbach, Drosten und Streeck
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3. Eta: Die Virusvariante spielt bei uns (noch) keine Rolle

Die auch als B.1.525 bezeichnete Mutante wurde erstmals im Dezember 2020 nachgewiesen. Sie tritt bisher vor allem in Zentralafrika und Großbritannien auf. Auch hier werden eine höhere Übertragbarkeit und eine verringerte Immunantwort vermutet. In Deutschland gibt es erst einen bekannten Fall: Ende Juni wurde die Variante bei einer 89-Jährigen in Paderborn nachgewiesen. 

 

4. Theta – Virusvariante mit sieben Mutationen

Diese Mutante – oder P.3 oder B.1.1.28.3 – ist zuerst auf den Philippinen aufgetreten, im Januar 2021. Aber auch in den USA, Japan und Deutschland wurde sie schon nachgewiesen. Bei Theta wurden sieben Spike-Protein-Mutationen gefunden: unter anderem auch E484K, aber auch N501Y. Das könnte auch in diesem Fall einen schlechteren Immunschutz und eine erhöhte Übertragbarkeit bedeuten.

Coronaviren in Blau und Mutante in Rot
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5. Die Variante Iota breitet sich aus

Iota trägt auch die Bezeichnung B.1.526. Die Mutante ist im November 2020 zuerst in New York in den USA entdeckt worden und verbreitet sich seit dem Frühjahr auch in anderen Ländern. Seit März 2021 wird sie beobachtet, weil auch sie durch ihre diversen Mutationen die Antikörper austricksen und das Risiko einer Ansteckung erhöhen könnte.

 

6. Kappa: eine Delta-Virusvariante

Im Dezember 2021 tauchte B.1.617.1 zuerst in Indien auf. Seitdem gab es bereits Fälle in den USA, Großbritannien und auch bei uns in Deutschland. Die Mutante zählt zu den Delta-Virusvarianten, die auch in Indien entdeckt wurden. Anders als ihre Verwandten gilt Kappa aber noch nicht als besorgniserregend – allerdings könnte auch sie potenziell gefährlicher sein als die Ursprungsvariante von SARS-CoV-2.

Eine Frau liegt krank auf einem Sofa.
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7. In Südamerika grassiert die Virusvariante Lambda

Die Mutante ist auch unter C.37 bekannt und im August erstmals in Peru nachgewiesen worden. Seit April ist Lambda für 81 Prozent aller untersuchten Fälle in dem Land verantwortlich. Ein Drittel der Neuinfektionen in Chile und Argentinien sind auf die Mutante zurückzuführen. Und auch in anderen südamerikanischen Ländern ist das Virus aktiv. Seit Juni wird es von der WHO beobachtet – wie bedrohlich Lambda aber wirklich ist, muss noch wissenschaftlich belegt werden.

Großaufnahme des Coronavirus in Blau
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SARS-CoV-2 lässt also nicht locker. Nach diesen 7 noch unbekannten Virusvarianten drohen uns mit Sicherheit noch weitere Mutationen, die aber nicht unbedingt gefährlich werden müssen.

Quellen: 
Von Eta bis Kappa – fünf noch unbekannte Virusvarianten in: wiwo.de
Delta, Eta, Kappa, Lambda: Was die elf Coronavirus-Varianten auf der WHO-Liste unterscheidet in: rnd.de
Corona: Alpha, Beta, Delta, Lambda – Das sind die Mutationen in: morgenpost.de

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