Emotionaler Appell vom Bundespräsidenten: „Helfen Sie mit!“

Ines Fedder Medizinredakteurin

Der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier richtete sich heute gemeinsam mit dem Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger und Reiner Hoffmann, Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbund, in einem emotionalen Appell an die Deutsche Bevölkerung.

 

+++Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier: Appell für mehr Homeoffice+++

Auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier richtete sich nach den eindringlichen Worten des RKI-Chefs Lothar H. Wieler am gestrigen Tag ebenso mit einem eindringlichen Appell an die deutsche Bevölkerung und an die Arbeitgeber in Sachen Homeoffice. Man müsse die Mobilität in Deutschland weiter einschränken – und zwar durch mehr Homeoffice-Arbeit, wann immer es irgendwie möglich ist. 

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„Leider erkranken bei uns im Land nach wie vor viel zu viele Menschen an Corona“, so Frank-Walter Steinmeier; an seiner Seite der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbunds Reiner Hoffmann und Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger. Ihr dringliches Anliegen an Arbeitgeber und Arbeitnehmer: „Ermöglichen Sie das Arbeiten von zu Hause!“

Viele haben ihre Kontakte schon maximal reduziert, da sollte auch die Arbeitswelt nachziehen, fordert Steinmeier und erklärte: „Zeigen wir nicht mit dem Finger auf die anderen, tun wir selbst, was getan werden muss.“ Die Mutationen verschärfen die Infektionsgefahr zusätzlich. Man müsse jetzt die Kontakte weiter einschränken und die Mobilität verringern. „Uns ist bewusst, dass Homeoffice nicht für jede Tätigkeit geeignet ist“, erklärt Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger. Und dennoch: „Es kann noch mehr getan werden. Hier sind alle gefordert.“ 

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Bundespräsident Steinmeier fordert: „Helfen Sie mit, damit wir die Pandemie besser in den Griff bekommen.“ Solidarität heißt heute Abstand halten, damit Menschen sich nicht infizieren und man möglichst rasch aus dieser schwierigen Situation komme, erklärte Arbeitgeberpräsident Dulger noch einmal nachdrücklich. Man sei sicher, dass man gemeinsam erfolgreich die Krise überwinden werde – wenn man zusammenhalte.

Eine Pressekonferenz in dieser Art sei doch eine eher ungewöhnliche Art und Weise und zeigt, wie ernst die Situation in Deutschland derzeit ist. In der kommenden Woche will Bundeskanzlerin Angela Merkel über weitere Corona-Maßnahmen mit den Ministerpräsidenten der einzelnen Länder verhandeln.

 

+++15.01. Zwei Millionen Corona-Infektionen in Deutschland gemeldet+++

Bereits am gestrigen Tag vom RKI-Präsidenten Lothar H. Wieler angekündigt, ist es heute auch schon so weit – Deutschland hat die Grenze von 2 Millionen Corona-Infizierten seit Beginn der Pandemie überschritten. Das Robert Koch-Institut meldete heute insgesamt 2.000.985 diagnostizierte Corona-Infektionen. Und die Gesamtzahl samt Dunkelziffer dürfte noch viel höher liegen. Zudem wurden dem RKI binnen 24 Stunden 1.113 neue Corona-Todesfälle gemeldet. Der Höchststand vom vergangenen Donnerstag (1.244) wurde nicht überschritten. 

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Die Interpretation der Datenlage ist auch jetzt noch schwierig, wie auch RKI-Chef Wieler betonte. Denn insbesondere an den Feiertagen und zwischen den Jahren wurde in Deutschland weniger getestet. Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 1,02.

 

+++ Angela Merkel fordert härtere Maßnahmen – Bund-Länder-Treffen soll vorgezogen werden+++

Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigt sich angesichts der immer häufiger auftretenden Corona-Mutationen (aktuell wurden 20 bereits in Deutschland gemeldet) besorgt und fordert härtere Maßnahmen. Das eigentlich erst am 25. Januar stattfindende Bund-Länder-Treffen soll nun schon auf die kommende Woche vorverlegt werden, wie u.a. die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. So habe die Bundeskanzlerin „sehr schnelles Handeln“ gefordert.

Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier erklärte ebenfalls gegenüber den Medien, dass ein weiteres Bund-Länder-Treffen so schnell wie möglich stattfinden müsse. Auch Manuela Schwesig, Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, stimmte mit ein. Man müsse über Verschärfungen reden. Laut „Bild“-Informationen könne das nächste Gipfeltreffen bereits am 20. Januar stattfinden. 

Lothar H. Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts
Service RKI-Chef Wieler fordert noch massivere Einschränkungen

 

Noch schärfere Maßnahmen im Mega-Lockdown: Diese 3 Einschränkungen werden diskutiert

Laut „Spiegel“- und „Bild“-Informationen werden bereits jetzt mögliche Verschärfungen diskutiert. Man habe es satt, dass die bei dem Gipfeltreffen beschlossenen Maßnahmen von den Ländern immer wieder abgemildert bzw. nicht umgesetzt werden. Unter anderem werde laut Medien-Informationen über diese drei Maßnahmen diskutiert:

  • Wiedereinführung von Grenzkontrollen
  • FFP2-Masken-Pflicht bundesweit, wie sie bereits in Bayern vorherrscht
  • Anordnung von Home-Office, wo es möglich ist

Zudem berichtet die „Bild“-Zeitung darüber, dass auch über die Einstellung des öffentlichen Nahverkehrs bereits diskutiert werde. Laut Informationen der Deutschen Presse-Agentur weist die Bundeskanzlerin diesen Bericht jedoch von sich. Man müsse zwar den ÖPNV entlasten, dies würde aber durch mehr Homeoffice und weitere Kontakteinschränkungen gelingen. 

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Deutschland stehen angesichts der neuen Corona-Mutationen und den hohen Infektionszahlen schwere Wochen bevor, wie die Bundeskanzlerin bereits zuvor ankündigte. ein „Totaler Lockdown“, wie er bereits in Frankreich und anderen Nachbarländern vollzogen wurde, wird auch in Deutschland immer wahrscheinlicher. Auch RKI-Chef Lothar Wieler beklagte unlängst: „Für mich ist das kein vollständiger Lockdown.“ Dass demnach noch weitere, schärfere Maßnahmen kommen werden, ist so gut wie sicher.

Quelle:

Kanzlerin will Lockdown-Beratungen mit Ministerpräsidenten vorziehen, in: zeit.de

 

+++14.01. Bremen: Corona-Ausbruch mit 18 Toten+++

In einem Pflegeheim in Woltmershausen (Bremen) nimmt ein Corona-Ausbruch immer schwerere Ausmaße an. Laut Medien-Informationen sind nach ersten positiven Testungen im Dezember letzten Jahres nun bereits 18 Bewohner infolge des Ausbruchs an dem Coronavirus verstorben. Insgesamt 92 Bewohner und 44 Mitarbeiter hatten sich insgesamt mit dem Coronavirus infiziert.

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Der Ausbruch zeigte nicht nur dramatische Auswirkungen bei den ansteigenden Todeszahlen, sondern führte auch dazu, dass bereits zu Beginn des Ausbruchs im Dezember (Kalenderwoche 50 und 51) der Inzidenzwert im Stadtteil enorm anstieg. So betrug bei Entdeckung des Ausbruchs 5,34, aktuell ist er wieder auf 2,91 gefallen.

Der Beginn des Ausbruchs lässt sich laut Behördensprecher Lukas Fuhrmann auf den 11. Dezember zurückführen, berichtet u.a. der „Weser-Kurier“. Am 14. Dezember habe es dann die ersten positiven Laborbefunde gegeben.

 

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Annemarie Czichon, Ortsamtsleiterin zeigte sich erschüttert über das „Ausmaß des Ausbruchs“. „Ich finde es aber richtig und wichtig, dass das Gesundheitsamt den Vorfall intensiv begleitet“, sagte sie gegenüber dem „Weser-Kurier“. Wie es zu so einem Ausbruch kommen konnte, ist noch unklar.

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„Eine einfache Ursache lässt sich nicht ermitteln“, erklärte Behördensprecher Fuhrmann. Ein Faktor sei vermutlich, dass es in dem Heim viele Demenzkranke Personen gibt, die schwerer zu betreuen sind. „Eine demente Person Quarantäne auf dem Zimmer zu verordnen, ist aufgrund der mangelnden Fähigkeiten zur Einsicht ohne Freiheitsentzug kaum möglich“, so Lukas Fuhrmann.

Die Heimleitung erklärte auf eine Anfrage schriftlich: „Wir tun alles, um eine Ausbreitung zu verhindern. Dazu stehen wir in engem Kontakt mit den Behörden.“ Man gehe derzeit nicht davon aus, dass die Heimleitung fahrlässig gehandelt habe, so heißt es.

Quelle:

Corona-Ausbruch in Pflegeheim in Woltmershausen, in: weser-kurier.de 

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+++89 Prozent der Corona-Toten in Deutschland über 70+++

Der Schutz der vulnerablen Gruppen in Alten- und Pflegeheimen muss wohl derzeit das vorrangigste Ziel in Deutschland sein. Geht doch aus dem Lagebericht des Robert Koch-Instituts von Dienstag doch hervor, dass in Deutschland rund 89 Prozent der Corona-Toten über 70 Jahre alt sind und „die Zahl der verstorbenen Fälle unter den in Einrichtungen nach §§ 23 und 36 IfSG Betreuten besonders hoch gewesen sei, so das RKI. Zu den genannten Einrichtungen laut  §§ 23 und 36 IfSG gehören Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime sowie Obdachlosenunterkünfte.

 

+++Neue Rekord-Todeszahlen in Deutschland erreicht+++

Das Robert Koch-Institut vermeldet am heutigen Donnerstag, 14. Januar, einen erneuten Rekord-Wert bei den Corona-Todeszahlen. Innerhalb eines Tages sind 1.244 Menschen an Corona verstorben und 25.164 neue Corona-Fälle in Deutschland gemeldet. Insgesamt steigt die Zahl, die seit Beginn der Pandemie an Corona oder unter Beteiligung verstorben sind, auf 43.881. Der Sieben-Tage-Inzidenz-Wert liegt derzeit bei 151,2. 

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Service Kein Lockdown-Ende: Merkel warnt vor „harten Wochen“

 

+++13.01. Zahl der Todesfälle wieder über 1.000+++

Nach den bekanntermaßen niedrigeren Meldezahlen über das Wochenende und zu Wochenbeginn wurden dem RKI in den vergangenen 24 Stunden 1.060 neue Todesfälle gemeldet. Der bisherige Höchststand von 1.188 Toten war am Freitag (8. Januar) verzeichnet worden. Damit erhöht sich die Zahl der Todesfälle in Deutschland auf 42.637 Personen ingesamt. 

Wie das RKI in seinem Lagebericht vom Dienstag aufschlüsselt, waren 89 Prozent der verstorbenen Menschen 70 Jahre und älter. Der Anteil der über 70-Jährigen an der Gesamtzahl der übermittelten COVID-19-Fälle hingegen beträgt nur 15 Prozent.  

Symbolbild Kalender mit Impf-Erinnerung
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Steigende Inzidenzwerte – nicht nur bei den Älteren

Klar ist, dass bei steigenden Infektionszahlen auch die Inzidenzwerte steigen. Die 7-Tage-Inzidenz gibt an, wie viele Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche verzeichnet werden. In allen Altersgruppen steigen die Werte seit Meldewoche 32 – in etwa dem Beginn der zweiten Welle im Spätsommer 2020 – kontinuierlich. 
Das RKI schreibt dazu: „Der über die Feiertage und den Jahreswechsel beobachtete Rückgang der 7-Tage-Inzidenzen setzt sich nicht weiter fort. Stattdessen sind in allen Altersgruppen, v.a. in den jüngeren Altersgruppen (zw. 15 und 39 Jahren) deutliche Anstiege zu beobachten.“ 

 

Die Inzidenzwerte im Vergleich

Jeden Dienstag schlüsselt das RKI die demografische Verteilung der Corona-Infektionen in einer Übersichtstabelle auf. Demnach beträgt die 7-Tage-Inzidenz in KW 1/2021 

  • 209,64 bei den 25- bis 29-Jährigen (Vorwoche: 165,51)
  • 207,73 bei den 30- bis 34-Jährigen (Vorwoche: 166,29)
  • 188,29 bei den 35- bis 39-Jährigen (Vorwoche: 152,2)
  • 190,93 bei den 40- bis 44-Jährigen (Vorwoche: 162,54)

Zum Vergleich: Der Inzidenzwert in der Personengruppe der 60- bis 79-Jährigen liegt aktuell bei 130 und bei den über 80-Jährigen bei 317. 

Corona-Patient auf der Intensiv-Station
Krankheiten & Behandlung COVID-19: Neue lebensrettende Corona-Medikamente

 

+++Corona in Deutschland: aktuelle Zahlen+++

Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz sinkt indes weiter. Gestern hatte der Wert bei 164,5 gelegen, heute meldet das RKI 155 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. 
Die 7-Tage-R liegt aktuell bei 1,07. Sie bezieht sich auf den Infektionszeitraum vor acht bis 16 Tagen und sagt aus, wie viele Mitmenschen ein Corona-Infizierter im Schnitt ansteckt. 

Die Zahl der Corona-Fälle stieg um 19.600 auf 1.953.426 ingesamt. Seit Impfstart am 27. Dezember 2020 wurden 688.782 Personen gegen SARS-CoV-2 geimpft. Das sind 60.858 mehr als am Vortag. 

Arzt hält leeren Kunststoffbehälter für Urinprobe in der Hand
Service Corona: Urintest als Marker für schwere COVID-19-Verläufe zugelassen

 

+++12.01. Bayern beschließt FFP2-Maskenpflicht im Nahverkehr und Einzelhandel+++

Bayern zählt zu den Bundesländern mit den strengsten Corona-Maßnahmen. Angesichts der nach wie vor hohen Corona-Fallzahlen hat das bayerische Kabinett nun eine FFP2-Maskenpflicht im Nahverkehr und im Einzelhandel beschlossen.

 

Einkaufen und Bahnfahren nur noch mit FFP2-Masken erlaubt

Bereits kommenden Montag soll die verschärfte Maskenpflicht in ganz Bayern gelten. Dann ist das Betreten von Bus und Bahn sowie das Einkaufen nur noch erlaubt, wenn man eine FFP2 trägt. "Wir wollen auch den Alltag sicherer gestalten", erklärte Ministerpräsident Söder den Schritt. Während Alltagsmasken in erster Linie andere schützen würden, diene eine FFP2-Maske verstärkt dem Selbstschutz, sagte Söder weiter. Die Verfügbarkeit solcher-Masken sei im Handel zudem „ausreichend gewährleistet“.

FFP2-Masken haben den Vorteil, dass sie mit einem speziellen Filter ausgestattet sind, der verschieden große Partikel abfangen kann, unter anderem auch Coronaviren. 

FFP2-Masken unverpackt und verpackt
Information FFP2-Masken kaufen: Darauf muss man achten

 

Söder kündigt Testpflicht für Pendler an

Neben der verschärften Maskenpflicht werde in Bayern auch die Test-Pflicht für Pendler wieder eingeführt. Diese wurde vom Bayerischen Verwaltungsgericht gekippt. Auf der Grundlage der neuen Einreise-Quarantäneverordnung, die diese Woche vom Bund verabschiedet wird, habe Bayern jedoch eine rechtliche Grundlage für die Wiedereinführung der Corona-Maßnahme, so Markus Söder auf der Pressekonferenz. Die Testpflicht für Pendler soll dazu beitragen, das Infektionsrisiko in den Grenzgebieten zu reduzieren.

Illustration eines Virus
Krankheiten & Behandlung Corona: An diesen Tagen ist man am ansteckendsten

 

+++12.01. Neuer Corona-Hotspot in Deutschland+++

Zu Wochenbeginn wies das Robert Koch-Institut noch Meißen als deutschlandweiten Corona-Hotspot aus: Der Landkreis in Sachsen hatte einen 7-Tage-Inzidenzwert von 546,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche erreicht und war damit Spitzenreiter. Nun gibt es einen neuen Hotspot, dessen Inzidenzwert knapp 600 beträgt. 

 

Saalfeld-Rudolstadt wird Hotspot

Mit einer 7-Tage-Inzidenz von 595,9 weist der Landkreis Saalfeld-Rudolstadt in Thüringen aktuell den bundesweit höchsten Wert auf. Mit etwas Abstand folgen:

  • LK Hildburghausen (Thüringen) mit 526,9
  • LK Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (Sachsen) mit 525,7
  • LK Bautzen (Sachsen) mit 510,4

Meißen liegt mit einer 7-Tage-Inzidenz von 434,8 inzwischen bundesweit auf Platz 10. 

Graphik des Coronavirus mit rotem Hintergrund
Krankheiten & Behandlung Corona-Mutation aus England: Auswirkung bei Kindern

 

+++Spahns Strategie gegen Corona-Mutationen+++

Aktuell ist die Angst vor den Coronavirus-Mutationen groß, da die Virusvarianten zwar nicht tödlicher, aber wesentlich ansteckender sein sollen. Um eine Ausbreitung in Deutschland zu verhindern, hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) einen Entwurf für strengere Einreiseregeln vorgestellt, der unter anderem dem „Spiegel“ vorliegt. 

 

Einreise nur mit negativen Corona-Test

Dem Papier zufolge sollen die strengeren Einreisebedingungen ab dem 14. Januar 2021 gelten. Vorgesehen ist, dass Passagiere aus jenen Ländern, in denen die Mutationen grassieren – aktuell vor allem Großbritannien, Irland und Südafrika – nur mit einem negativen Corona-Test nach Deutschland kommen dürfen. Gleiches gilt für Einreisende aus Ländern, deren 7-Tage-Inzidenz den Grenzwert von 200 überschreitet. 

Transitreisende und Passagiere, die lediglich einen Flugwechsel durchlaufen, sollen von den neuen Regelungen ausgenommen sein. 

 

Online-Anmeldung vorab

Zusätzlich zur Testpflicht bei der Einreise müssen sich Passagiere vor Reiseantritt online registrieren lassen. Die Daten dienen den deutschen Gesundheitsämtern später zu besseren Kontrollmöglichkeiten, wenn es um die Überprüfung einer eventuellen Quarantänepflicht geht. 

Graphik eines Coronavirus-Partikels
Krankheiten & Behandlung Noch eine neue Corona-Variante aus Japan! Experten sind alarmiert

 

+++Corona in Deutschland: Knapp 13.000 neue Corona-Fälle+++

Am Dienstag meldet das RKI 12.802 neue Corona-Fälle binnen 24 Stunden. Damit haben sich seit Beginn der Pandemie 1.933.826 Menschen in Deutschland mit SARS-CoV-2 infiziert. Als genesen gelten aktuell rund 1.570.000 Personen – 24.500 mehr als tags zuvor. Die Zahl der aktiven Fälle sankt um circa 12.600 im Vergleich zum Vortag auf ingesamt 322.300. 

Wie das RKI weiterhin angab, sind in den vergangenen 24 Stunden 891 Menschen an oder mit COVID-19 gestorben. Ingesamt verzeichnet Deutschland damit 41.577 Corona-Todesfälle. 

Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz liegt bei 164,5 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Gestern hatte der Wert bei 166,6 gelegen. Die 7-Tage-R sank minimal von 1,18 am Vortag auf aktuell 1,14. Das bedeutet, dass 100 Corona-Infizierte im Mittel 114 Mitmenschen anstecken. 

Die Gesamtzahl der geimpften Personen in Deutschland, die das Impfmonitoring des RKI ausweist, beträgt 613.347. Das sind 28.221 Menschen mehr als tags zuvor. 

Illustration der Entwicklung der Corona-Infektionszahlen
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+++11.01. Gelockerte Corona-Kontaktregeln für Kleinkinder in Niedersachsen+++

Entsprechend der Corona-Maßnahmen, die Bund und Länder bei dem letzten Corona-Gipfel beschlossen, hatte Niedersachsen zunächst angekündigt, private Treffen mit Angehörigen des eigenen Hausstands und mit maximal einer weiteren, nicht im Haushalt lebenden Person zu gewähren. Auch Kinder sollten von dieser Regelung nicht ausgenommen werden. Nun rudert Niedersachsen zurück: Die Corona-Kontaktregeln sollen für Kleinkinder bis zu drei Jahre gelockert werden, wie die Regierungssprecherin erklärte.

Graphik des Coronavirus mit rotem Hintergrund
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Als Grund nennt die Landesregierung, dass Kleinkinder ununterbrochen betreut werden müssen. Durch die geänderten Kontaktregeln können Eltern nun ihr Kind bei privaten Treffen mitnehmen. So können etwa zwei Mütter mit ihren Babys zusammen spazieren gehen. Auch mehr als zwei Kinder unter drei Jahren dürfen bei Treffen zwischen zwei Personen dabei sein, da sie nicht mehr als Begleitpersonen zählen.

Hinweise aus der Bevölkerung und ähnliche Abweichungen von den beschlossenen Corona-Regeln in anderen Bundesländern habe die Regierung zu den Lockerungen bewogen. Die am Sonntag in Kraft getretene Verordnung des Landes beinhaltet noch keine konkreten Corona-Kontaktbestimmungen für Kleinkinder. Dies soll mit der nächsten Änderung der Verordnung nachgeholt werden.

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+++11.01. Kripo ermittelt wegen Corona-Ausbruch+++

In der Thüringer Pflegeeinrichtung „AZURIT Seniorenzentrum Weimarblick“ haben sich 83 von ingesamt 94 Senioren und Seniorinnen mit dem Coronavirus infiziert. Das Seniorenheim beklagt 23 Todesfälle seit Weihnachten. Wie unter anderem die „Bild“-Zeitung berichtet, hat die Stadt nun Ermittlungen der Kriminalpolizei in die Wege geleitet. 

 

Verstöße gegen die Corona-Hygieneregeln?

Der Corona-Ausbruch wütet schon seit Wochen in dem Seniorenheim. Zwischenzeitlich war die Lage so dramatisch, dass Ehrenamtliche des Katastrophenschutzzuges bei der Pflege helfen mussten; aktuell sind Kräfte der Bundeswehr zur Unterstützung vor Ort.

Ende vergangener Woche entschied sich die Stadt zu einer Anzeige gegen die Pflegeeinrichtung. „Diese hohe Anzahl von Todesfällen wirft Fragen auf, die durch eine Untersuchung beantwortet werden müssen“, betonte Weimars Oberbürgermeister Peter Kleine (48, parteilos). Untersucht werden müsse unter anderem, ob es „trotz der geltenden Hygieneregeln und der mehrfachen Unterstützung durch die Stadt zur Abwendung eines Pflegenotstandes“ zu Verstößen gegen die Corona-Hygieneregeln gekommen sei. Den Berichten zufolge hatte ein Arzt Aussagen in diese Richtung gemacht. 

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+++Corona in Deutschland: 12.497 Neuinfektionen+++

Das RKI meldet zum Wochenstart 12.497 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Damit haben sich seit Beginn der Pandemie in Deutschland 1.921.024 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Als genesen gelten rund 1.545.500 – etwa 20.200 mehr als tags zuvor. Daraus ergeben sich knapp 334.800 aktive COVID-19-Fälle, rund 8.100 weniger als am Vortag.
Die Zahl der Todesfälle erhöht sich um 343 auf 40.686 Menschen. 
Wie in den vergangenen Wochen macht das RKI online jedoch darauf aufmerksam, dass die Aussagekraft der aktuellen Corona-Zahlen durch deutliche Meldeverzögerungen zum Jahreswechsel abgeschwächt sei. 

Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz liegt bei 166,6 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. Die 7-Tage-Reproduktionszahl liegt laut RKI-Situationsbericht vom 10. Januar 2021 bei 1,18. Das bedeutet, dass 100 Corona-Infizierte im Schnitt 118 Mitmenschen anstecken. 

Inzwischen gibt das RKI auch im sogenannten Impfmonitoring die Zahl der immunisierten Personen in Deutschland an. Aktuell haben 532.878 Menschen in Deutschland die Corona-Impfung erhalten – etwa 50.066 mehr als am Vortag. Zum Vergleich: Am 29. Dezember 2020 betrug die Zahl der geimpften Personen 41.962. 

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+++ Dänemark entwickelt digitalen Impf-Reisepass +++

In Deutschland soll es keine Impfpflicht geben, das hat nicht nur der Ethik-Rat immer wieder betont, sondern auch Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) spricht fortwährend von einem „Impfangebot“. Vorteile für bereits geimpfte Personen soll es ausdrücklich nicht geben, so heißt es. Nun prescht das erste europäische Land vor und erhöht den Druck, was eine mögliche Impfung angeht.

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Deutschlands Nachbarland Dänemark arbeitet bereits an einem digitalen Impf-Pass, wie das Gesundheitsministerium laut übereinstimmenden Medienberichten bekannt gab. „Mit dem Dokument soll es Geimpften möglich werden, künftig in Länder reisen zu können, die einen Impfnachweis verlangen“, berichtet der „Spiegel“.

 

Flugreisen nur noch nach Corona-Impfung?

Der digitale Impf-Ausweis könne bereits in den kommenden Monaten über die Homepage des Gesundheitsministeriums verfügbar sein. Ob man zukünftig nur mit einem derartigen Dokument zum Beispiel Flugreisen ins Ausland unternehmen darf? Bereits im November kündigte die Airline Quantas an, Passagiere nur mit Impfnachweis mitzunehmen. Laut Spiegel-Informationen gehe auch Lufthansa-Chef Carsten Spohr davon aus, dass Langstreckenflüge möglicherweise nur noch mit Impfnachweis oder negativen Corona-Test möglich sein werden.

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+++08.01. So viele Todesfälle wie nie zuvor in Deutschland+++

Das Coronavirus grassiert weiter in Deutschland. Das zeigt sich nicht zuletzt an den hohen Todeszahlen. Aktuell vermeldet das Robert Koch-Institut 1188 neue Todesfälle innerhalb 24 Stunden – so viele Todesfälle wie nie zuvor! Zudem wurden 31.849 Neuinfektionen gemeldet.

Einen nicht unwesentlichen Teil zu den alarmierenden Corona-Zahlen tragen die zahlreichen Ausbrüche in Senioren-Einrichtungen bei. Denn obwohl es oberste Priorität hat, die besonders vulnerablen Gruppen (u.a. Personen über 80 Jahre) zu schützen, kommt es immer wieder zu Corona-Ausbrüchen bei Heimbewohnern und Pflegekräften. Ein aktueller Fall eines größeren Corona-Ausbruchs in Rödinghausen scheint auf dem ersten Blick unerklärlich. 

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+++Corona-Ausbruch in Seniorenheim trotz Corona-Impfung+++

In Rödinghausen in NRW haben sich zwölf der 90 Bewohner und zwei Mitarbeiter in dem Seniorenheim „Haus am Wiehen“ mit dem Coronavirus infiziert. Das Besondere: In der Einrichtung wurde noch nie zuvor eine positive Corona-Testung vermeldet. Und ausgerechnet jetzt kam es zu einem Ausbruch, nachdem die Bewohner und die Belegschaft Ende Dezember gegen das Virus geimpft wurde.

„Am 28. Dezember hatten wir unsere regelmäßigen Schnelltests bei uns im Haus durchgeführt. Alle waren negativ ausgefallen“, berichtet Klaus Watermann, Geschäftsführer der Praetorius AG, die das Seniorenheim betreibt. Nur wenige Tage später wurden bis auf drei Personen alle Bewohner und die Belegschaft im Hause geimpft, erklärt Geschäftsführer Klaus Watermann gegenüber der Presse.

Bereits am 2. Januar wurde erneut eine Schnelltestung auf das Coronavirus durchgeführt, die zwei positive Fälle ergab. Die anschließende PCR-Testung aller Bewohner und der Belegschaft zeigte später: 12 positiv getestete Bewohner und zwei Corona-Fälle bei dem Personal. Aber wie konnte es zu diesem Ergebnis kommen trotz erfolgreicher Impfung? 

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Corona-Infektion trotz Impfung? Wann wirkt die Immunisierung?

Dass die Impfung Auslöser der Infektionen ist, schließt Hermann Lorenz, Arzt aus Herford und Koordinator des mobilen Impfteams im Kreis, aus. „Es werden keine Viren geimpft, man kann nicht durch diese Impfung krank werden. Es ist ein technischer, moderner Impfstoff, der dem Körper eine Information gibt, Antikörper herzustellen“, erklärt Lorenz gegenüber dem „WDR“.

Zudem könne die Impfung nicht sofort wirken, da der Körper eine Zeit braucht, um den Schutz gegen das Virus aufzubauen. Es sei also durchaus möglich, dass sich Menschen innerhalb einer kurzen Zeitspanne nach der ersten Impfung noch mit dem Coronavirus anstecken. Ein weitestgehend vollständiger Impfschutz erfolgt erst nach dem Injizieren der zweiten Impfstoff-Dosis.

Der Corona-Ausbruch in Rödinghausen ist kein Einzelfall. Auch in Warendorf haben sich Personen mit dem Coronavirus infiziert, nachdem sie geimpft worden waren. 

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+++06.01. Corona wütet seit Wochen in Pflegeheim+++

Das Pflegeheim „Haus am grünen Weg“ im hessischen Lollar, Landkreis Gießen, kämpft gegen einen dramatischen Corona-Ausbruch. Bereits Ende Dezember waren bei einer Reihentestung 98 Bewohner*Innen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Nun liegen die Ergebnisse der Personal-Tests vor.  

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Corona-Ausbruch in Seniorenheim: 141 Infizierte ingesamt 

Das Infektionsgeschehen in der Einrichtung ist dramatisch. Stand 5. Januar sind 43 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Corona-positiv. Zusammen mit den 98 COVID-19-Infizierten Senioren und Seniorinnen verzeichnet „Haus am grünen Weg“ in Lollar ingesamt 141 Corona-Fälle. 

 

13 Todesfälle, sechs Patienten in stationärer Behandlung 

Von den 98 infizierten Heimbewohner sind inzwischen 13 Menschen verstorben, wie unter anderem die „Gießener Allgemeine“ berichtet. Sechs Personen müssen in Krankenhäusern stationär behandelt werden. 

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Versorgung weiterhin möglich, aber Besuchsverbot

Die Heimleitung reagierte mit einem strikten Besuchsverbot auf den Corona-Ausbruch. Außerdem sind die infizierten Heimbewohner*Innen von den nicht infizierten getrennt worden. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die sich angesteckt haben, befinden sich in häuslicher Quarantäne. 

Die Versorgung der verbleibenden Senioren und Seniorinnen ist weiterhin gegeben: Über einen Facebook-Aufruf gelang es der Heimleitung, „einige helfende Hände“ zu gewinnen.  

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+++Corona in Deutschland: Wieder über 1.000 Tote+++

Das Robert Koch-Institut bestätigt am Mittwoch 1.019 neu gemeldete Todesfälle. Zuletzt hatte die Zahl der Toten genau vor einer Woche ähnlich hoch gelegen: 1.129 am 30. Dezember 2020. Damit sind seit Beginn der Pandemie in Deutschland 36.537 Personen an oder mit COVID-19 gestorben.  

Die Zahl der Corona-Infektionen im Land stieg in den vergangenen 24 Stunden um 21.237 Fälle auf insgesamt 1.808.647. Als genesen gelten rund 1.451.000 Menschen – etwa 26.300 mehr als tags zuvor –, wodurch sich knapp 321.300 aktive SARS-CoV-2-Fälle ergeben. 

Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz sinkt weiter von 134,7 am Vortag auf aktuell 127,3 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Im Lagebericht gibt das RKI zudem im sogenannten Impfmonitoring an, wie viele Menschen in Deutschland bereits gegen das Coronavirus immunisiert wurden. Am Dienstag waren das 316.962 Personen, genau 44.563 mehr als am Vortag.  

Symbolbild Kalender mit Impf-Erinnerung
Service Corona-Impfung: Terminvergabe der Bundesländer im Überblick

 

+++05.01. Berliner Impfzentrum entsorgt Impfstoffdosen+++

Das Berliner Impfzentrum „Arena“ in Treptow meldet eine Impfpanne: Wie unter anderem der „Tagesspiegel“ berichtet, mussten zehn Dosen des Corona-Impfstoffs von Biontech/Pfizer entsorgt werden. 

 

Impfstoff nicht schnell genug verwendet

Zu der Panne war es offenbar gekommen, weil der Impfstoff zwar schon in Spitzen aufgezogen und so zum Einsatz bereit gemacht worden war, dann aber nicht innerhalb der vorgegebenen zwei Stunden verimpft werden konnte. Das Vakzin wird in Ampullen geliefert. Eine Ampulle enthält in etwa fünf Impfdosen. 

 

Spontan-Imfpungen für Helfer?

Laut „Tagesspiegel“ wurden am Montag rund 500 Personen in der „Arena“ geimpft. Die entsorgten Dosen hätten dennoch nicht ungenutzt bleiben müssen: Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) schlug vor, in solchen Fällen zukünftig einfach die Helfer vor Ort zu impfen. Überschüssige Impfstoff-Dosen könnten so sinnvoll eingesetzt werden. 

Symbolbild Kalender mit Impf-Erinnerung
Service Corona-Impfung: Terminvergabe der Bundesländer im Überblick

 

+++Oberfranken: Impfpanne sorgt für Verzögerungen+++

Bereits Ende Dezember ist es in Oberfranken, Bayern zu einer empfindlichen Panne gekommen, deren Auswirkungen sich bis in den Januar ziehen. 

Rund 1000 Impfdosen mussten zurückgehalten werden, nachdem es während der Lieferung Probleme mit der Kühlkette gegeben hatte. Berichten zufolge waren die Temperaturmessgerät fehlerhaft in den Transportboxen platziert worden, was Zweifel an der Unversehrtheit des Impfstoffs aufkommen ließ. Nachdem der Hersteller Biontech die Chargen für unbedenklich erklärt hatte, sollten 500 Dosen von Oberfranken nach Mittelfranken transportiert und dort verimpft werden. Beim Weitertransport wurden die Ampullen allerdings tiefgefroren – und so tatsächlich unbrauchbar gemacht. Als empfohlene Temperatur für den Transport gelten zwei bis acht Grad Celsius. Das Corona-Impfzentrum für Stadt und Landkreis Hof beispielsweise kann nun erst Ende Januar mit der Arbeit beginnen, wie der „br“ berichtet.  

 

+++Corona in Deutschland: Erneut fast 1.000 Todesfälle an einem Tag+++

Am heutigen Dienstag meldet das Robert Koch-Institut 35.518 COVID-19-Todesfälle seit Beginn der Pandemie in Deutschland. Das sind 944 mehr als am Vortag. Die Zahl der Corona-Infektionen erhöhte sich um 11.897 auf ingesamt 1.787.410 Fälle. Das RKI weist online allerdings weiter darauf hin, dass die aktuellen Zahlen nur bedingt aussagekräftig sind, da es über Weihnachten, Silvester und Anfang Januar zu Meldeverzögerungen gekommen ist. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 134,7 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. 

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+++04.01 Corona-Ausbruch in Strasburger Pflegeheim: 10 Tote+++

In Strasburg (Vorpommern-Greifswald) kam es zu einem Corona-Ausbruch in einem Pflegeheim, der verheerende Folgen hat. Nachdem zunächst zwei Drittel der Bewohner positiv auf das Coronavirus getestet wurden, sind nun 10 Bewohner der Einrichtung am Coronavirus verstorben. 

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Wie Hans Hopkes, der Geschäftsführer des Heim-Betreibers, der Diakoniewerk Kloster Dobbertin GmbH, gegenüber dem „Nordkurier“ erklärte, haben sich im Strasburger Altenhilfezentrum „Matthias Claudius“ von den insgesamt 50 Mitarbeitern 17 mit dem Coronavirus angesteckt. Nachdem bereits ein Todesfall in den vergangenen Tagen zu beklagen war, sind es nun insgesamt 10 Heimbewohner im Alter zwischen 72 und 96 Jahren, die infolge der Corona-Erkrankung gestorben sind.

Die betroffenen Mitarbeiter sind in Quarantäne geschickt worden, einige sind inzwischen nach der Quarantäne bereits in den Dienst zurückgekehrt. 

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Ursache des Corona-Ausbruchs ist unklar

Derzeit wird noch nach der Ursache des Corona-Ausbruchs gesucht. Nach Angaben der Geschäftsführung liege diese aber nicht am Pflegeheim. So sei die 7-Tage-Inzidenz, also die Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner im gesamten Bundesland erhöht. Allein im Amtsbereich Strasburg lag der Wert bei 700. Das wirkt sich auch auf die Seniorenheime sowie auf Schulen und Kitas aus. „Die Ursache kennen wir nicht, und ob wir sie herausfinden, weiß ich nicht“, so Geschäftsführer Hans Hopkes.

 

+++04.01. Lauterbach für unbefristeten Lockdown+++

Das Infektionsgeschehen in Deutschland gibt weiterhin Grund zur Sorge, was den Ruf nach schärferen Corona-Maßnahmen laut werden lässt. Bevor sich Bundeskanzlerin Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder am Dienstag (5. Januar) über eine wahrscheinliche Lockdown-Verlängerung beraten, meldet sich SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach zu Wort. Gegenüber der "Passauer Neue Presse" sagte er, eine zeitliche Begrenzung des Lockdowns habe wenig Sinn. 

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7-Tage-Inzidenz als Lockdown-Marker

Viel eher müsste ein Shutdown an der 7-Tages-Inzidenz ausgerichtet werden. Der Wert sagt aus, wie viele Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche auftreten. Eine 7-Tages-Inzidenz von 50 gilt bisher als Richtwert, unter dem die Infektionslage wieder beherrschbar wäre. Zu hoch, wie Lauterbach betont. 
"Der Lockdown muss weitergehen und sollte nicht zeitlich befristet werden, sondern auf den Zielwert von 25 ausgerichtet werden", betonte der SPD-Politiker. Vor allem die neu entdeckte Virus-Variante von SARS-CoV-2 gebe Grund zu handeln. "Ein Inzidenzwert von 50 reicht nicht aus, weil wir es in Zukunft wahrscheinlich mit einer Virus-Variante zu tun haben werden, die wesentlich ansteckender ist als die bisher in Deutschland verbreitete", so Lauterbach weiter.
Gesundheitsminister Jens Spahn äußerte sich indes ebenfalls zu den geplanten Lockdown-Maßnahmen und sprach sich zumindest für eine Verlängerung des derzeitigen Lockdowns in Deutschland aus. "Angesichts der immer noch zu hohen Zahlen ist es notwendig, die Maßnahmen, die Einschränkungen, zu verlängern", erklärte Jens Spahn gegenüber "RTL Aktuell".

 

+++Ramelow will Bewegungsradius einschränken+++

Auch Thüringens Ministerpräsident drängt auf schärfere Corona-Maßnahmen. Er könnte sich vorstellen, dem Beispiel Sachsens zu folgen. Sachsen ist mit einer bundeslandweiten 7-Tage-Inzidenz von 323,0 das am stärksten vom Coronavirus betroffene Bundesland, gefolgt von Thüringen mit 251,4. 
Bodo Ramelow schlug seinem Kabinett am Sonntag vor, den Bewegungsradius der Bürger*Innen in Thüringen wie in Sachsen auf 15 Kilometer im Umkreis ihres Wohnortes zu beschränken.

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+++Corona in Deutschland: Aktuelle Zahlen+++

Aktuell zählt das RKI 1.775.513 COVID-19-Infektionen seit Beginn der Pandemie in Deutschland. Das sind 9.847 mehr als am Vortag. Wie die Behörde jedoch seit einigen Tagen betont, sind die Zahlen momentan nur bedingt aussagekräftig, da die Neuinfektionen im Land über Weihnachten und Jahresbeginn nur deutlich verzögert gemeldet werden. 
Die Zahl der Todesfälle stieg um 302 auf ingesamt 34.574 Menschen. Als genesen gelten rund 1.401.200 Personen – ein Plus von etwa 19.300 im Vergleich zum Sonntag. Die Zahl der aktiven COVID-19-Fälle liegt demnach bei circa 339.800. 

Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz liegt aktuell bei 139,4 Neuinfektionen pro 100.000 binnen einer Woche. 

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+++30.12. Über 1.000 Corona-Tote in Deutschland+++

Laut RKI erreicht die Zahl der Corona-Toten kurz vor Silvester einen neuen Höchstwert: In den vergangenen 24 Stunden sind 1.129 Menschen mit oder an COVID-19 verstorben. Ein Vergleich zur Vorwoche könne nicht gezogen werden, lässt die Behörde online wissen: Um Weihnachten, Silvester und an den "umgebenden Tagen" rechnet das RKI mit deutlich weniger Arztbesuchen und Meldungen der deutschen Gesundheitsämter. 

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7-Tage-Inzidenz sinkt weiter

Die Zahl der Neuinfektionen liegt bei 22.459 gemeldeten Fällen. Damit haben sich seit Beginn der Pandemie in Deutschland 1.687.185 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Rund 1.302.600 Personen gelten als genesen. Daraus ergeben sich in etwa 352.500 aktive Fälle bundesweit – rund 3.400 mehr als am Vortag. 

Die 7-Tage-Inzidenz, die angibt, wie viele Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche gemeldet werden, sinkt seit Tagen kontinuierlich. Am 28. Dezember hatte der bundesweite Wert noch bei 157,8 gelegen. Aktuell schätzt das RKI die Sieben-Tage-Inzidenz auf 141,3. 

 

Immer mehr Geimpfte in Deutschland

Seit dem Impfstart in Deutschland gibt das RKI im sogenannten Impfmonitoring an, wie viele Menschen den Biontech/Pfizer-Impfstoff bereits erhalten haben. Stand 29. Dezember waren es 41.962 Personen – 19.084 mehr als tags zuvor. 

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Service Neue Studie: So lange ist man immun nach einer Corona-Infektion
 

 

+++Sonneberg in Thüringen ruft Katastrophenfall aus+++

Das Infektionsgeschehen in Thüringen ist weiterhin dramatisch. Neben Sachsen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 330 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche ist Thüringen mit einem Inzidenzwert von 255,1 am stärksten von der Pandemie betroffen. 

Sonneberg, der kleinste Landkreis Thüringens, zieht mit einer aktuellen Inzidenz von 337,9 jetzt die Notbremse: "Nach sorgfältiger Prüfung haben wir uns entschlossen, den Katastrophenfall auszurufen, um das Leben und die Gesundheit unserer Bürgerinnen und Bürger weiterhin nach bestem Wissen und Gewissen zu schützen", erklärte Landrat Hans-Peter Schmitz (parteilos) den Schritt. "Kernstück ist die Schaffung eines rechtlichen Rahmens für den Einsatz von ehrenamtlichen Kräften, um die Bewältigung der diffusen pandemischen Lage in wesentlichen Bereichen der Daseinsvorsorge zu gewährleisten." Zur Koordinierung aller Einsätze sei eine Sanitätseinsatzleitung gebildet worden. 

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+++Jens Spahn rechnet mit weiteren Maßnahmen+++

Zeitgleich mit dem Höchstwert an Corona-Toten in Deutschland hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ein Ende der Corona-Maßnahmen nach dem aktuellen Lockdown infrage gestellt. Dass Deutschland nach dem 10. Januar 2021 "einfach in den Vorlockdown-Modus" zurückkehren könne, sehe er nicht. "Stand heute sind wir jedenfalls mit den Zahlen bei weitem noch nicht da, wo wir hin müssen", betonte Spahn im Interview mit den ARD-"Tagesthemen". Es werde "ohne Zweifel" weitere Maßnahmen geben. "In welchem Umfang, das müssen wir Anfang Januar mit den Bundesländern entscheiden", so der Minister. 

Am 5. Januar werden sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder über eine mögliche Verlängerung der Corona-Maßnahmen über den 10. Januar hinaus beratschlagen. 

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+++28.12 Ganztägige Ausgangssperre in Thüringer Landkreis+++

Erst gestern wurden harte Corona-Maßnahmen für den Thüringer Landkreis Eichsfeld beschlossen, ab heute (28.12.) gelten sie bereits: Weil die Infektionszahlen nicht runtergehen, hat der Krisenstab eine ganztägige Ausgangssperre verfügt. Auch die Kontaktbeschränkungen wurden weiter verschärft.

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Ausgangssperre und Kontaktbeschränkungen in Eichsfeld

Die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Eichsfeld liegt derzeit bei 366 – das hat den Krisenstab nun zu Verschärfungen der Corona-Maßnahmen bewogen. Ab heute und zunächst bis zum 10. Januar gilt in Eichsfeld eine ganztägige Ausgangssperre. Der Aufenthalt im Freien ist nur noch bei triftigem Grund gestattet. Dazu zählen etwa

  • der Weg zur Arbeit  
  • Besorgung von Lebensmitteln und Medikamenten
  • Medizinische Notfälle
  • die Pflege kranker und hilfsbedürftiger Menschen sowie Versorgung von Angehörigen
  • der Besuch von Lebenspartnern
  • Spaziergänge mit dem Hund
  • Beerdigungen

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Zusätzlich zu der Ausgangssperre gelten ab heute auch strenge Kontaktbestimmungen. So sind im Freien nur noch Treffen mit Menschen des eigenen Haushalts erlaubt. Die Maßnahmen könnten abgemildert werden, wenn sich das Infektionsgeschehen beruhige, erklärte das Landratsamt.

 

Aktuelle Corona-Zahlen in Deutschland: Mehr als 30.000 COVID-19-Todesfälle

Das Robert Koch-Institut (RKI) vermeldete heute 348 Corona-Todesfälle – damit sind in Deutschland seit Beginn der Pandemie 30.126 Menschen mit oder an dem Virus gestorben. Außerdem registrierten die Gesundheitsämter 10.976 Neuinfektionen. Insgesamt beläuft sich die Gesamtzahl der Corona-Fälle in Deutschland auf 1.651.834. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt seit letzter Woche kontinuierlich: Erreichte der Inzidenzwert letzte Woche Dienstag noch mit 197,6 den bisherigen Höchstwert, liegt er aktuell bei 157,8 (Stand 28.12).

Die niedrigeren Fallzahlen spiegeln aber nur bedingt das aktuelle Infektionsgeschehen ab. Das RKI erklärt auf seiner Seite, dass aufgrund der Feiertage weniger Tests durchgeführt und weniger Meldungen von den Gesundheitsämtern gemacht würden.

Graphik des Coronavirus
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+++23.12 Höchststand an Corona-Todesfällen, Zittau lagert Leichen aus+++

Während die Neuinfektionen im Vergleich zur Vorwoche zurückgegangen sind, erreicht die Zahl der Corona-Todesfälle einen neuen Höchststand. In Zittau kommt das Krematorium an seine Grenzen: Die Leichen müssen bis zur Einäscherung zwischengelagert werden.

 

Neuer Höchststand: 962 Corona-Todesfälle binnen eines Tages

Das Robert Koch-Institut hat für heute einen traurigen Rekord vermeldet: Innerhalb eines Tages sind in Deutschland 962 Menschen mit oder an dem Coronavirus gestorben. Noch nie gab es seit Beginn der Pandemie so viele Tote im Zusammenhang mit COVID-19. Der bisherige Höchststand wurde mit 962 Fällen letzte Woche Mittwoch erreicht. Damit wurden insgesamt 27.968 Corona-Todesfälle registriert.

 

Überfülltes Krematorium: Zittau lagert Leichen aus

Die seit Wochen hohen Infektionszahlen in Sachsen und die steigende Anzahl an Corona-Todesfällen hat in Zittau zu einer Überlastung des Krematoriums geführt. Dienstagabend erklärte die Stadt, dass die Leichen daher bis zur Einäscherung „auf Lagerflächen im Bereich des Hochwasserstützpunkts“ gelagert werden. Weiter heißt es in der Erklärung: „Aus Rücksicht auf die Angehörigen und die stark belasteten Mitarbeiter werden vorerst keinerlei weitere Details veröffentlicht“.

Die Zahl der Aufnahmegespräche, Leichenschauen und Beurkundungen hätten die Beteiligten an ihre „Belastungsgrenzen“ gebracht, eine Entlastung sei dringend notwendig. In Zittau starben in diesem Monat bisher 115 Menschen, letztes Jahr zur selben Zeit waren es 45 Personen. Bereits im November verdoppelte sich die Zahl der Toten – von 52 auf 110.

 

Aktuelle Corona-Zahlen in Deutschland

Das Robert Koch-Institut hat heute 24.740 Corona-Neuinfektionen vermeldet – das sind deutlich weniger Fälle als in der Vorwoche (27.728). Seit Beginn der Pandemie haben sich somit 1.554 920 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt derzeit bei 195,1 (Vortag: 197), der R-Wert bei 0,95 (Vortag: 0,98). Das heißt, dass derzeit 100 Infizierte 95 weitere Menschen anstecken.

 

+++22.12.: Drosten besorgt wegen Mutation aus England+++

„Das sieht leider nicht gut aus“, twitterte Drosten in der Nacht zum Dienstag. Er bezog sich dabei auf neue Auswertungen der britischen Gesundheitsbehörde zur sogenannten B-1.1.7.-Mutante des Coronavirus. Diese ergaben, dass die Mutation in der Tat wie befürchtet deutlich ansteckender ist als die bisherigen Varianten.

Einen Lichtblick gibt es laut Drosten: Bisher verbreitet sich die Virus-Mutation nur in Gebieten mit ansteigender oder hoher Gesamtinzidenz – aus Sicht des Virologen ein Anzeichen dafür, dass Kontakteinschränkungen auch die Verbreitung der Mutation eindämmen können.

Zuvor hatte sich Drosten noch wenig besorgt gezeigt und bei der Diskussion um die Virus-Mutation auf große Datenlücken verwiesen.

 

+++Biontech testet Impfstoff an Virus-Mutation+++

Biontech-Chef Uğur Şahin zeigt sich laut Medienberichten zuversichtlich, dass der von seinem Unternehmen entwickelte Impfstoff auch gegen die neue Virus-Variante aus Großbritannien wirkt. Tests an zahlreichen anderen Virus-Mutationen hätten durchweg positive Ergebnisse gezeigt.

Nun werde man auch die neue Virus-Mutante testen, was etwa zwei Wochen dauern werde. Diese Variante sei zwar etwas stärker mutiert, dennoch sei man bei Biontech zuversichtlich, dass der Impfstoff auch vor der B-1.1.7.-Mutante schütze.

Derweil meldete das Robert-Koch-Institut (RKI) für Deutschland 19.528 Neuinfektionen und 731 Corona-Tote in den letzten 24 Stunden.

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+++21.12. Einschränkungen wegen zu hoher Inzidenz+++

Aktuell liegt die bundeslandweite Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein bei 93,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. Im deutschlandweiten Vergleich liegt Schleswig-Holstein damit zwar im unteren Drittel – Sachsens Wert etwa beträgt aktuell 444,4 – dennoch hat die Landesregierung nun neue Corona-Beschränkungen beschlossen, die in Kommunen ab einem Inzidenzwert von 200 gelten sollen. Kurz zuvor hatte sich Lübeck mit einem Inzidenzwert von 227,2 zum Hotspot in Norddeutschland entwickelt.  

Ab sofort gelten für alle Kommunen mit einem Inzidenzwert von 200 oder mehr strengere Corona-Maßnahmen. Das gab das Gesundheitsministerium unter anderem online bekannt. 

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Strengere Kontaktbeschränkungen

Zu den Maßnahmen, die bei steigenden Inzidenzwerten ergriffen werden, gehören strengere Kontaktbeschränkungen und Reglementierungen beim Einkaufen. Folgende Neuregelungen gelten:

  • Treffen sind auf Personen des eigenen Haushaltes beschränkt, oder auf den eigenen Haushalt plus einer Person, die einem weiteren Haushalt angehört, wenn die Gesamtzahl von fünf Personen nicht überschritten wird.
  • Einkaufen gehen darf nur noch eine Person pro Haushalt. Kinder unter 14 Jahren dürfen ihren Elternteil begleiten, wenn sie nicht anderweitig betreut werden können.
  • Bestattung und Trauerfeiern werden auf 15 Personen beschränkt.
  • In Pflegeheimen und Hospizen darf lediglich eine registrierte Person pro Bewohner*in zu Besuch kommen – bisher waren es zwei. Ausgenommen von diesem Verbot sind Besucher schwerstkranker oder sterbender Menschen.

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Neue Regelungen gelten nicht an Weihnachten

Die verschärften Kontaktbeschränkungen in Schleswig-Holstein haben laut „NDR“ keine Auswirkungen auf Weihnachten. Die zuvor beschlossenen Ausnahmeregelungen treten trotz des neuen Erlasses in Kraft. An Weihnachten dürfen sich in Schleswig-Holstein vier über den eigenen Hausstand hinausgehende Personen treffen, Kinder unter 14 Jahren nicht mitgerechnet. Die Personen müssen allerdings zum engsten Familienkreis gehören. 

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+++Sieben-Tage-Inzidenz bei knapp 200+++

Wie das RKI am Montag bestätigte, kletterte die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz auf 197,1 und erreichte damit einen neuen Höchstwert. Binnen einer Woche gingen also rund 200 gemeldete Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner bei den Gesundheitsämtern ein – mehr als je zuvor seit Beginn der Pandemie in Deutschland. 

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Innerhalb der vergangenen 24 Stunden verzeichnete das RKI 16.643 neue Corona-Fälle, was in etwa dem Vorwochenniveau von 16.362 entspricht. Ingesamt haben sich seit Beginn der Pandemie in Deutschland 1.510.652 Menschen mit SARS-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Toten stieg um 226 auf 26.275 Menschen. Am vorigen Montag waren 188 Todesopfer gemeldet worden. 
Zu Wochenbeginn sind die gemeldeten Zahlen in der Regel niedriger, da an den Wochenenden weniger getestet und übermittelt wird. 

 

Reproduktionszahl über 1

Der sogenannte Sieben-Tage-R-Wert, der das Infektionsgeschehen von 8 bis sechzehn Tagen zuvor abbildet, sank minimal von 1,06 am Vortag auf aktuell 1,04. Das bedeutet, dass 100 Infizierte im Mittel 104 weitere Personen anstecken. Nur, wenn die Reproduktionszahl dauerhaft unter 1 liegt, flaut das Infektionsgeschehen ab. Experten gehen davon aus, dass die Lage erst bei einem R-Wert von 0,7 wieder kontrollierbar würde.

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+++Fünf Tote nach Corona-Ausbruch in Brandenburger Seniorenheim+++

Bereits vergangene Woche kam es zu einem heftigen Corona-Ausbruch in einem Seniorenheim in Pritzwalk im Landkreis Prignitz in Brandenburg. Am Sonntag bestätigte ein Unternehmenssprecher der KMG-Gruppe gegenüber dem „rbb“ nun, dass fünf Bewohner des Heimes verstorben sind. 
Ingesamt haben sich 46 Mitarbeiter und 79 Senioren – über zwei Drittel aller Heimbewohner – mit COVID-19 infiziert. 

Am heutigen Montag stehen Reihentests auf dem Plan. Wie es zu dem Ausbruch kommen konnte, ist nicht geklärt. 

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