Corona-Ausbruch in Dortmunder Klinik – trotz negativem Schnelltest!

Mona Eichler Health-Redakteurin

Ein Besucher löste einen Corona-Ausbruch in einer Dortmunder Klinik aus. Zuvor hatte sich der Mann auf Corona testen lassen. Das Ergebnis des Schnelltests war negativ gewesen. Wie die Klinik auf den Vorfall reagiert. 

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Inhalt
  1. Negativer Schnelltest – und trotzdem infektiös
  2. Klinik spricht deutliche Warnung aus
  3. Aktuelle Corona-Zahlen: Inzidenz sinkt minimal 

Ein falsch-negatives Schnelltestergebnis hat im Klinikum Dortmund einen Corona-Ausbruch verursacht. Ein Besucher war zwar negativ auf SARS-CoV-2 getestet worden, trug den Erreger aber dennoch in sich. Die Klinik reagiert mit eindeutigen Warnungen.

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Negativer Schnelltest – und trotzdem infektiös

Vor mehr als einer Woche hatte der Mann vor seinem Besuch im Klinikum Dortmund, Nordrhein-Westfalen einen negativen Schnelltest vorgelegt, wie unter anderem die „dpa“ berichtet. Trotzdem infizierte er andere bei seinem Besuch.

Ein Sprecher der Einrichtung bestätigte, dass 26 Personen auf mehreren Stationen des Krankenhauses – 18 Patienten/Patientinnen und acht Mitarbeitende – infiziert sind. Keine von ihnen sei lebensbedrohlich erkrankt. Die Verläufe sind entweder mild oder gänzlich symptomlos. 

 

Klinik spricht deutliche Warnung aus

Rund 300 Menschen mussten nach dem Aufkommen des Vorfalls getestet werden. Der Corona-Ausbruch sei ein deutliches Signal dafür, dass die geltenden Corona-Vorsichtsmaßnahmen auch mit einem negativen Schnelltestergebnis eingehalten werden müssen, heißt es vonseiten der Klinik:
 

„So ein negatives Schnelltestergebnis ist kein Freifahrtschein. Es gelten weiterhin Maskenpflicht und Abstandsregeln, um genau so etwas zu vermeiden.“

Aufgrund des Vorfalls würden in Zukunft auch Schwachstellen im Haus geprüft, wie der Sprecher der Einrichtung weiterhin erklärte. Unter anderem solle nachvollzogen werden, ob die Verbreitung des Virus’ durch Nachlässigkeiten beim Abstand in den Pausen der Mitarbeitenden begünstigt worden sei. 

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Aktuelle Corona-Zahlen: Inzidenz sinkt minimal 

Das RKI verzeichnet 9.609 Corona-Neuinfektionen und 297 neue Todesfälle in den vergangenen 24 Stunden. Vor einer Woche hatte die Behörde 10.810 Neuinfektionen und 294 Todesfälle gezählt. 
Damit haben sich seit Beginn der Pandemie in Deutschland 3.163.308 Personen mit SRS-CoV-2 infiziert. 80.303 Menschen sind in Zusammenhang mit dem Virus gestorben. 

Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz sinkt im Vergleich zum Vortag minimal: von gestern 165,3 auf heute 162,4. Der Wert sagt aus, wie viele Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche registriert werden. 

Im aktuellen Impfmonitoring gibt das RKI an, dass inzwischen 16.428.425 Menschen in Deutschland (19,8%) die Erstimpfung erhalten haben. Das sind 218.490 mehr als am Tag zuvor. Zum zweiten Mal geimpft sind 5.517.282 Personen (6,6%) – 37.593 mehr als gestern. 

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Quellen:
Trotz Schnelltest: Corona-Ausbruch in Dortmunder Klinik, in: waz.de
Täglicher Lagebericht des RKI zur Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19), in: rki.de

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