Nach Corona-Ausbruch in Klinik: Chefarzt liegt auf der Intensivstation

Mona Eichler Health-Redakteurin

Die Fachklinik Schwaan-Waldeck ist Zentrum eines größeren Corona-Ausbruchs geworden. Der Chefarzt selbst hat sich mit SARS-CoV-2 angesteckt und liegt in kritischem Zustand auf der Intensivstation. Die Hintergründe.

Inhalt
  1. Mecklenburg-Vorpommern: Über 25 Corona-Fälle in Klinik
  2. Chefarzt der Fachklinik Waldeck kämpft ums Überleben
  3. Klinikum Oberlausitzer Bergland trauert um Chefarzt
  4. Corona in Deutschland: Inzidenz steigt weiter

Die Fachklinik Waldeck in Schwaan (Mecklenburg-Vorpommern) kämpft aktuell gegen einen Corona-Ausbruch, der ein besonders trauriges Schicksal umfasst: Der Chefarzt des Zentrums für medizinische Rehabilitation ist selbst infiziert.

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Mecklenburg-Vorpommern: Über 25 Corona-Fälle in Klinik

Wie die „Ostsee Zeitung“ in ihrer Online-Ausgabe berichtet, sind aktuell 20 Mitarbeiter und sieben Patienten/Patientinnen der Klinik mit den Schwerpunkten Neurologie und Orthopädie mit COVID-19 infiziert. Der erste positive Fall im Haus war am 26. Februar entdeckt worden. Anschließende Reihentests legten zunächst weitere 14 Infektionen offen. 

 

Chefarzt der Fachklinik Waldeck kämpft ums Überleben

Was diesen Corona-Ausbruch von anderen unterscheidet: Der Chefarzt der Fachklinik Waldeck kämpft derzeit auf der Intensivstation gegen COVID-19. Behandelt wird er in einem Berliner Krankenhaus.  

Während der Chefarzt der Fachklinik Waldeck um sein Überleben kämpft, hat das Klinikum Oberlausitzer Bergland im sächsischen Zittau einen traurigen Verlust bestätigt.

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Klinikum Oberlausitzer Bergland trauert um Chefarzt

Chefarzt Wolfgang Eipperle ist im Alter von 61 Jahren im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben. Der Facharzt für Innere Medizin hatte die Corona-Station am Klinikumgeleitet und dort selbst Patienten betreut und gerettet. Bereits am 11. März starb er im Uniklinikum Dresden. 

„Selbst bis vor Kurzem in seinem Bemühen um die Rettung und Behandlung der COVID-Patienten in seiner Klinik tätig, konnten ihm die Ärzte und Pflegekräfte im Universitätsklinikum Dresden nicht mehr helfen. Tief bewegt, traurig und voller Bestürzung nehmen wir Abschied von einem erfahrenen Mediziner, der viel zu früh aus dem Leben gerissen wurde und dem es leider nicht mehr vergönnt war, sein begonnenes Wirken an unserem Klinikum zu vollenden“, schreibt das Klinikum Oberlausitzer Bergland in einem Nachruf.

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Corona in Deutschland: Inzidenz steigt weiter

Das RKI meldet für den heutigen Mittwoch (31. März) 17.051 neue Corona-Infektionen und 249 Todesfälle binnen 24 Stunden. Gestern waren es noch 9.549 Neuinfektionen und 180 Tote gewesen, vor genau einer Woche 15.813 Neuinfektionen und 248 neue Todesfälle. Ingesamt sind in Deutschland seit Beginn der Pandemie 2.808.873 Menschen an COVID-19 erkrankt und 76.342 in Verbindung mit dem Virus gestorben. 
Als genesen gelten inzwischen 2.521.800 Menschen – etwa 14.000 mehr als am Vortag. Die Zahl der aktiven COVID-19-Fälle in Deutschland erhöht sich um 2.800 Fälle auf ingesamt 210.700. 

Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz ist minimal gesunken: von 135,2 am Vortag auf heute 132,3 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. 

Quellen:
Corona-Ausbruch an Fachklinik Waldeck weitet sich aus: Chefarzt liegt auf Intensivstation, in: ostsee-zeitung.de
Zittauer Chefarzt rettete Corona-Patienten das Leben: Nun ist er selbst an Covid-19 gestorben, in: rnd.de
Robert Koch-Institut: COVID-19-Dashboard, in: experience.arcgis.com

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