Corona-Ausbruch: 400 Infizierte! Verdopplung innerhalb weniger Tage

Innerhalb weniger Tage hat sich die Anzahl der Infizierten mehr als verdoppelt. Die Bilanz: 400 positive Testergebnisse! Nun hagelt es massive Kritik seitens der Politik. Die Bedingungen seien „unhaltbar“!

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Die Zustände seien verheerend, die Bedingungen hier „unhaltbar“! In Hessen kam es in den vergangenen Tagen zu einem massiven Corona-Ausbruch in einer Flüchtlingseinrichtung mit mehr als 400 Fällen. Die massive Ausbreitung des Virus läge auch an den absolut untragbaren Bedingungen in der Einrichtung.

Corona-Ausbruch mit 400 Infizierten! Heftige Kritik seitens der Politik

Die Zahlen sind erschreckend. Nach Angaben des Regierungspräsidiums Gießen haben sich in einer Erstaufnahmeeinrichtung in Hessen insgesamt 410 Bewohner:innen mit dem Coronavirus infiziert. Noch vor zehn Tagen betrug die Zahl der Infizierten knapp 200. In nur kürzester Zeit verdoppelte sich hier also die Anzahl der Corona-Positiven.

Warnung vor Ausbruch bereits im Vorfeld

Grund für die massive Ansteckung seien wohl auch die Zustände in der Aufnahmeeinrichtung, heißt es. Gleich mehrere Stimmen seitens der Politik haben bereits im Vorfeld die Zustände kritisiert, berichtet unter anderem die „Frankfurter Rundschau“. So erklärte Nadine Gersberg, flüchtlingspolitische Sprecherin der SPD erst unlängst im Landtag, dass es dort für die Bewohner:innen nicht möglich sei, ausreichend Abstand zueinander zu halten.

Bis zu 100 Menschen in einer Halle

Auch die SPD-Abgeordnete Nina Heidt-Sommer erklärte: „Dass jetzt hier die massiven Ausbrüche geschehen, ist nicht weiter verwunderlich.“ Verschiedene Zimmer seien nur durch Vorhänge getrennt und nach oben hin offen. Der Weg für Aerosole sei so ein leichtes. Zudem sollen in der Einrichtung in großen Hallen bis zu 100 Menschen untergebracht sein. „Wie soll man sich auch an die Abstandsregelungen halten, wenn teilweise bis zu 100 Menschen in Leichtbauhallen untergebracht werden, wie das etwa am Standort Gießen der Fall ist?“, wird die Linken-Flüchtlingspolitikerin Saadet Sönmez von der „Frankfurter Rundschau“ zitiert.

Hessen: Schutz vor Ausbrüchen – neue Unterbringungen geplant

Um künftig solch massive Ausbrüche in Flüchtlingsunterkünften zu verhindern, sollen weitere Einrichtungen in Betrieb genommen werden, um das Infektionsgeschehen zu entzerren. Zudem sollen vulnerable Gruppen – also Personen, die besonders gefährdet sind – künftig frühzeitig Kommunen zugewiesen werden, um so das Risiko einer Ansteckung zu verringern.

Kritik an Impfstoff-Vergabe mit Johnson & Johnson

Neben der Unterbringung der Hilfesuchenden gibt es noch weitere Kritik. So werden die ankommenden Bewohner:innen hier immer noch mit dem Vakzin von Johnson & Johnson geimpft – ein Impfstoff, den die Ständige Impfkommission (STIKO) als „ungenügend“ bezeichnete. Daher die Forderung: Auch hier sollen Impfstoffe zum Einsatz kommen, die gegen die Omikron-Variante am besten schützen.