COPD-Diagnose: Wie geht der Arzt vor?

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Wer in höherem Alter lange Zeit Husten hat, unter Atemnot leidet oder raucht, sollte sich auf COPD testen lassen. Die COPD-Diagnose startet mit einer Beratung, auf die eine körperliche Untersuchung folgt. Meist wird die Diagnostik mit einer apparativen Untersuchung abgeschlossen.

Langanhaltender Husten im höheren Alter muss nicht automatisch ein Anzeichen einer COPD sein. Eine genaue Diagnose ist unter folgenden Umständen aber wichtig:

  • Husten hält schon länger als acht Wochen an.
  • Bei Belastung tritt Atemnot auf
  • Bei Kälte kommt es zu Atemnot
  • Sie haben geraucht oder tun es noch
  • Am Arbeitsplatz sind Sie einer Staubbelastung ausgesetzt

Die COPD-Diagnose startet mit einer ausführlichen Befragung (Anamnese). Der Lungenfacharzt wird dabei zum Beispiel folgende Fragen stellen:

  • Wann und wie oft tritt Husten auf?
  • Wie ist der Auswurf beschaffen?
  • In welchen Situationen kommt es zur Atemnot?
  • Haben Sie ungewöhnlich viel Gewicht verloren?
  • Rauchen Sie oder haben geraucht? (Menge, Dauer)
  • Sind Sie am Arbeitsplatz durch Staub belastet?
  • Waren Sie in der Kindheit durch Infekte oder andere Atemwegserkrankungen besonders betroffen?
  • Liegen weitere Erkrankungen vor?
  • Gibt es im engeren Familienkreis Personen mit COPD?

Für die weitere COPD-Diagnose folgt eine körperliche Untersuchung, bei der unter anderem folgende Punkte abgeklärt werden sollen:

Mit dem Lungenfunktionstest wird das Lungen- bzw. Atemvolumen gemessen
Mit dem Lungenfunktionstest (Spirometrie) wird das Lungen- bzw. Atemvolumen und die Luftflussgeschwindigkeit gemessen © Fotolia
  • Ist die Dauer der Ausatmung verlängert?
  • Ist das Atmen mit Geräuschen verbunden (z. B. Pfeifen, Brummen, Rasseln)?
  • Wird Sekret abgehustet?
  • Wie sieht die Haut aus? Ist sie durch eventuellen Sauerstoffmangel blau-rot verfärbt?
  • Liegen Schwellungen durch Wassereinlagerungen vor (Ödeme)?
  • Kann sich der Patient gut konzentrieren?

Für eine sorgfältige COPD-Diagnose sind apparative Untersuchungen notwendig, etwa:

  • Lungenfunktionstest (Spirometrie)
  • Sauerstoffaustausch in der Lunge wird ermittelt (CO-Diffusionskapazität)
  • Lungenspiegelung (Bronchoskopie)
  • Sauerstoff und Kohlendioxid im Blut wird gemessen
  • Röntgenaufnahme der Lunge
  • Untersuchung des Herzens (z. B. Elektrokardiogramm und Ultraschall)
Behandlung
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