Coca Cola Life – die Wahrheit über die grüne Brause

grüne Cola
Coca-Cola-Life wird als eine neue Gesundheitsbrause vermarktet. Doch wie gesund ist das Getränk wirklich? © Coca Cola

Die neue Coca Cola Life soll als Gesundheitsdrink vermarktet werden – denn gesüßt wird sie mit dem pflanzlichen Stoff Stevia. Praxisvita erklärt, wie gesund die grüne Cola wirklich ist.

Optisch wirkt die neue Coca Cola Life wie ein gesundes Getränk: Grünes Label, pflanzliche Inhaltsstoffe, weniger Zucker und den vielsagenden Zusatz „Life“ im Produktnamen. Doch so wenig ungesund die neue, grüne Brause aus dem Hause Coca-Cola auch scheint, gesund ist sie nicht.

Die vor einem Jahr in Südamerika auf den Markt gebrachte, grüne Limonade wirbt mit der vermeintlichen Wunderpflanze Stevia als natürliches Süßungsmittel. Tatsächlich enthält sie einzelne, chemisch isolierte Glykoside der Steviapflanze, doch nur zum Teil. Ein Großteil der Süßung wird auch in der grünen Cola mit herkömmlichem Zucker besorgt.

 

Coca Cola Life: Immernoch zu viel Zucker

Offiziell enthält die neue Gesundheitsbrause aus dem Hause Cola ein Drittel weniger Zucker als die normale Cola. Bezogen auf eine 330 Milliliter-Dose sank der Zuckergehalt demnach von 35 Gramm auf 22 Gramm in der neuen, grünen Cola. Das ist weniger Zucker als bisher, aber nicht wenig genug, um als gesund zu gelten. Denn umgerechnet sind das immer noch rund 22 Würfelzucker oder 270 Kalorien in einer Literflasche Cola.

Laut der Lebensmittelampel der Verbraucherorganisation Foodwatch ist ein Getränk nur dann mit der Farbe Grün zu kennzeichnen, wenn es auf 100 Milliliter nicht mehr als 2,5 Gramm Zucker enthält. Diese grüne Grenze überschreitet die neue Coke – trotz grünem Label um fast das Dreifache und würde nach dieser Lebensmittelampel für 6,7 Gramm auf 100 Milliliter mit einer roten Ampel bezeichnet werden. Monika Vogelpohl – Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Nordrheinwestfalen – erklärte in einem Interview, dass „Cola-Getränke auch kalorienreduziert nicht zu den empfehlenswerten Getränken“ gehören.

 

Stevia, die vermeintliche Wunderpflanze?

Die grüne Ökoproduktlinie von Cola enthält zudem den Süßstoff Stevia. Studien zeigen aber, dass diese vermeintlich natürliche Süße zu Unrecht als neues "Wundermittel" dargestellt wird. Zur Nutzung in der Lebensmittelindustrie und zur Anpassung an den zuckergewöhnten Konsumenten in Europa wird es im Labor chemisch verändert und synthetisch – zum Beispiel bezogen auf das Volumen einzelner Glykoside – verändert. Viel Natürliches ist dann nicht mehr an der vermeintlich natürlichen Pflanze.

Hinzu kommt, dass die gesundheitlichen Auswirkungen der Pflanze – die traditionell zum Beispiel auch zur Verhütung genutzt wird und die weibliche Fruchtbarkeit um 70 bis 80 Prozent senken kann – auf den Menschen noch nicht ausreichend erforscht sind. Eine genauere Untersuchung sei zudem auch nötig, da nur gewisse Bestandteile der Pflanze in sehr hoher Konzentration von der Lebensmittelindustrie genutzt werden.

Bioprodukte erfreuen sich weltweit eines zunehmenden Absatzmarktes. In Großbritannien wird die grüne Brause bereits seit Semptember vertrieben. In Deutschland soll Coca Cola Life bald auf den Markt kommen.

Hamburg, 16. Juni 2014

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