Clean Sleeping – Schlafen Sie sich schön und gesund

Phyllis Kuhn
Frau liegt im Bett
Guter Schlaf: Noch wichtiger als gesundes Essen? © iStock

Es ist zwar eigentlich das einfachste auf der Welt aber trotzdem haben Millionen von Menschen Probleme damit: Gut und gesund schlafen. PraxisVITA verrät die wichtigsten Zutaten für Clean Sleeping.

Clean Eating und Power Foods – das waren die Gesundheitstrends der letzten Jahre. Kein Wunder, schließlich gehört Essen zu unseren Grundbedürfnissen und gesundes Essen ohne Zusatzstoffe gehört zu den besten Präventionsmaßnahmen gegen Krankheiten. Der Gesundheits-Trend der Zukunft setzt jedoch bei einem ganz anderen Grundbedürfnis an: Schlafen. Berühmteste Verfechterin des sogenannten Clean Sleeping ist die Hollywood-Schauspielerin Gwyneth Paltrow. Die Oscar-Gewinnerin hat sich in den letzten Jahren einen Namen mit ihrem Online-Shop gemacht, in dem sie vorrangig Produkte aus ökologischer  Herstellung vertreibt. In der britischen Zeitung Daily Mail hat sie nun einen Gast-Artikel über die Vorteile des Clean Sleepings verfasst. Darin schreibt sie: „Der Lebensstil, den ich führe, basiert nicht nur auf Clean Eating, sondern auch Clean Sleeping: Mindestens sieben oder acht Stunden guter, tiefer Schlaf. Da ich glaube, dass Schlaf so eine wichtige Rolle bei deinem Appetit und deinen Energie-Level spielt, sollte er Priorität haben, sogar bevor man sich über Ernährung Gedanken macht“, so die Schauspielerin. 

 

Guter Schlaf macht schön und gesund

Tatsächlich kann zu wenig Schlaf grundsätzlich jedem Teil des Körpers schaden. Betroffene haben häufig einen gestörten Stoffwechsel oder ein geschwächtes Immunsystem und leiden unter Beschwerden wie Stimmungsschwankungen, Konzentrationsschwierigkeiten und plötzlicher Gewichtszunahme. Dahinter stecken höhere Stresswerte, wodurch die Hormone Kortisol und Insulin vermehrt ausgeschüttet werden. Beide Hormone führen zu einer erhöhten Einlagerung von Fettreserven. Auch der Satz „Schlaf ist die beste Medizin“ hat zumindest teilweise seine Berechtigung. So repariert der Körper, während wir schlafen Zellschäden und bildet neue Immunzellen. Unsere Haut regeneriert sich mit Hilfe des Bindegewebsproteins Kollagen. Die Leber ist besonders nachts damit beschäftigt, Giftstoffe abzubauen. Nach zwei oder drei Nächten mit zu wenig oder zu stark beeinträchtigtem Schlaf zeigen sich schnell erste Ausfallerscheinungen – häufig, ohne dass die Betroffenen die wahre Ursache erahnen. „Sie denken vielleicht es ist nur eine Frage des Alters aber wenn Sie ständig gereizt, ängstlich oder niedergeschlagen, schnell frustriert, vergesslich oder weniger stressresistent als in früheren Zeiten sind, könnte es schlicht sein, dass Sie nicht genug qualitativ guten Schlaf haben“, so Paltrow.

 

Aber wie funktioniert Clean Sleeping?

Da Clean Sleeping nicht nur eine Gesundheits- sondern auch eine Schönheitsmaßnahme ist, gibt es verschiedene Ansätze, das Beste aus seinem Schlaf herauszuholen. Eine Grundregel trifft jedoch immer zu: Zu wenig Schlaf oder Schlaf, der durch Lärm, Licht oder verbrauchte Luft gestört wird, macht weder gesund noch schön. Richten Sie Ihr Schlafzimmer also am besten an den Grundpfeilern Ruhe, Lichtschutz und sauberer, frischer Luft aus. Dazu gehören schallisolierende Fenster, Jalousien oder dichte Vorhänge und gutes Lüften vor dem Schlafengehen. Dicke Teppiche, Kleiderhaufen oder einfach zu viele Gegenstände im Zimmer können zu Staubmagneten werden. Verbannen Sie diese aus dem Schlafzimmer. Auch wenn Sie ein Schlafzimmer mit vielen Bildern, Kissen oder ähnlichen Dekorationsgegenständen für gemütlicher halten – Ihrem Schlaf tun Sie damit leider keinen Gefallen. Tatsächlich schlafen wir am besten in möglichst reizlosen Umgebungen. Viele Menschen schlafen daher in Hotelzimmern besonders gut. Das liegt nur zum Teil an den weichen Betten und frischen Laken. In Wirklichkeit ist es häufig die eher unpersönliche Umgebung eines Hotelzimmers, die unseren Geist nicht schweifen lässt und uns hilft, alle Sinne herunterzufahren.

Apropos Bettlaken: Tun Sie sich etwas Gutes und verbannen Sie alte zerschlissene Bettwäsche. Das Bett sollte eine perfekte Wohlfühloase sein und dazu gehören auch Laken, Kissen und Decken, in die man sich gerne bettet.

 

Licht? Verboten!

Wer unbedingt vor dem Schlafengehen noch sein Smartphone braucht: Wenn es Sie glücklich macht und Ihnen beim Abschalten hilft, dann brauchen Sie kein schlechtes Gewissen zu haben. Aber tun Sie sich einen Gefallen und installieren Sie eine App, die abends das blauwellige Licht des Displays herausfiltert und schalten Sie nachts Ton und Vibration ab. Blauwelliges Licht gibt unserem Gehirn das Signal, wach zu werden. Deshalb haben viele das Problem, nach dem nächtlichen Gang auf die Toilette nicht wieder einschlafen zu können. Versuchen Sie doch beim nächsten Mal einfach, das Licht auszulassen. Die meisten von uns kennen ihr Heim auch ohne Licht gut genug, dass der Gang zum Badezimmer ohne blaue Flecken gelingt. Den Weg in die Küche sollten Sie übrigens gar nicht antreten. Nächtliches Essen stört die Abläufe, mit denen Ihr Körper sonst in der Nacht beschäftigt ist, erheblich. Auf Dauer führt es nicht nur zu Fettpolstern, sondern kann auch abhängig machen. Wer dann ständig nachts mit knurrendem Magen aufwacht, sollte besser beim möglichst frühen Abendessen etwas mehr auf den Teller legen.

 

Investieren Sie in Metall!

Mit diesen Maßnahmen sind alle Voraussetzungen für einen guten Schlaf erfüllt. Jetzt kommt es auf die Feinheiten an. Wachen Sie morgens etwa ganz zerknittert und mit struppigen Haaren auf? Schuld ist nicht (nur) häufiges Wälzen im Schlaf (daran können Sie sowieso nicht viel ändern), sondern höchstwahrscheinlich Ihr Kopfkissen. Auch wenn Baumwolle leichter zu reinigen ist, investieren Sie in einen Seidenbezug für Ihr Kissen. Wer noch einen Schritt weiter gehen will, sollte in Kissenbezüge investieren, in die Kupferfäden eingewoben sind. Eine Studie hat gezeigt, dass Kupferoxide Falten reduzieren können. Silber-Ionen helfen, das Hautbild zu verbessern, das sie eine antibakterielle Wirkung haben. Auch Gwyneth Paltrow hat den Schönheits-Effekt des guten Schlafs beobachtet: „Nennen Sie es Eitelkeit oder Gesundheit, ich weiß jedenfalls, dass es einen riesigen Zusammenhang dazwischen gibt, wie ich mich fühle und wie ich aussehe, wenn ich morgens aus dem Bett rolle“.

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