Chronischer Schnupfen kann zur echten Gefahr werden

Redaktion PraxisVITA
Chronische Entzündungen können Meningitis auslösen
Chronischer Schnupfen kann auch auf den Sehnerv übergreifen, diesen schädigen und sogar zu einer Hirnhautentzündung führen © imago

Eigentlich ist es nur ein harmloser Infekt. Doch ignorieren sollten Sie den Schnupfen nicht, denn unbehandelt kann ein chronischer Schnupfen entstehen und so zur echten Gefahr werden.

Wer sich beim geringsten Symptom gleich ins Bett legt, gilt als etwas weh leidig. Und ein Schnupfen gehört zu den Infekten, die wir allzu gern mit einem Achselzucken abtun. Doch wenn Sie mit der Erkrankung allzu lässig verfahren, riskieren Sie möglicherweise, dass ein chronischer Schnupfen entsteht.

 

Wenn sich der Schnupfen festsetzt

Sie brauchen ein Taschentuch nach dem anderen? Gut. Dann läuft das Sekret ab und der Infekt ist bald überstanden. Ist das nicht so, haben sich die Schleimhäute entzündet und das Sekret kann nicht mehr abfließen. Die Folge: hartnäckige Stirn- oder Nebenhöhlenentzündungen, die nicht mehr von allein ausheilen – ein chronischer Schnupfen ist entstanden.

Chronischer Schnupfen
Auch wenn ein chronischer Schnupfen vorliegt, sollte ein Nasenspray maximal fünf Tage verwendet werden© iStock
 

Chronischer Schnupfen: Entzündung im Kopf

Chronischer Schnupfen und Entzündungen in den Hohlräumen zwischen Kiefer, Nase und Stirn ziehen nicht nur einen schlechten Geruchssinn nach sich. Die nicht behandelte Infektion kann auch auf den Sehnerv schlagen und zu Sehstörungen führen oder eine Hirnhautentzündung auslösen.

 

Süchtig nach Nasenspray?

So sinnvoll abschwellendes Nasenspray im akuten Fall ist – bei zu langer Anwendung beginnt ein Teufelskreis: Je länger und häufiger Spray zum Einsatz kommt, desto schneller und stärker schwillt die Nasenschleimhaut wieder an. Nach fünf Tagen sollte Schluss sein damit.

 

Gefahr für die Bronchien

Ärzte sprechen von chronischer Nebenhöhlenentzündung (Sinusitis), wenn die Beschwerden mindestens viermal im Jahr auftreten oder länger als drei Monate anhalten. Häufig entwickelt sich dann parallel auch Asthma, das sogenannte Sinubronchiale Syndrom.

 

Warum auch das Herz beteiligt sein kann

Wer Schnupfen-Symptome auf die leichte Schulter nimmt und sich nicht schont, riskiert, dass sich Viren auf den Herzmuskel ausbreiten. Es kann zu einer Myokarditis (Herzmuskelentzündung) kommen, mit der nicht zu spaßen ist. Chronischer Schnupfen sollte daher immer ernst genommen werden.

Im Video erfahren Sie außerdem, wie Erkältungen entstehen und was dagegen hilft.

 
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