Chronische Schmerzen erfordern eine genaue Diagnose

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung
  7. 7. Das sagt der Experte

Es gibt verschiedene Gründe für chronische Schmerzen – welche Diagnose zum Beispiel hinter einem dauerhaft schmerzenden Rücken oder Kniegelenk steckt, versucht der Arzt durch unterschiedliche Untersuchungen herauszufinden.

Zunächst erkundigt er sich in einem Anamnese-Gespräch genau nach der Art der Schmerzen. Auch stellt er Fragen zum sozialen Umfeld, zur Lebenszufriedenheit und zur beruflichen Situation.

Typische Fragen zu chronischen Schmerzen können unter anderem sein:

  • Seit wann bestehen die Schmerzen?
  • Gab es einen Auslöser?
  • Können Sie die Schmerzen genauer beschreiben? Wo treten sie auf, wie stark sind sie, wie fühlen sie sich an?
  • Nehmen Sie bereits Schmerzmittel oder haben Sie die Schmerzen anderweitig behandelt?
  • Haben Sie Vorerkrankungen? Gibt es in Ihrer Familie bereits Schmerzerkrankungen?
  • Was machen Sie beruflich?
  • Wie wirken sich die Schmerzen auf Ihren Alltag aus?
  • Wie ist Ihr Schlaf?

Je nach Fall folgen weitere Untersuchungen. Beim Verdacht auf chronische Schmerzen ist das Spektrum möglicher Diagnose-Methoden sehr groß. Der Arzt kann sich zum Beispiel für einige der folgenden Untersuchungen entscheiden:

  • Körperliche Untersuchung: Sind deutliche Veränderungen (z. B. Hautentzündungen, Gelenkfehlstellungen) erkennbar?
  • Neurologische Untersuchung: Fallen Symptome auf, die auf Nervenschäden hinweisen (z. B. Taubheitsgefühl, Bewegungsstörungen)?
  • Labor-Untersuchung von Blut und Urin: Routine-Untersuchung, die u. a. Hinweise auf Entzündungen und Infektionen geben kann
  • EEG (Elektroenzephalografie), ENG (Elektroneurografie), EMG (Elektromyografie): Damit testet der Arzt die Funktion des Gehirns und der Nerven und ob das Zusammenspiel von Muskeln und Nervensystem intakt ist.
  • Ultraschall (Sonografie), Röntgen, Computertomografie (CT), Magnet-Resonanz-Tomografie (MRT): bildgebende Verfahren, die einen „Blick in den Körper“ erlauben
  • Fragebögen und psychologische Gespräche: Sie helfen dabei, zu erkennen, welche Faktoren das Schmerz-Erleben beeinflussen und ob ggf. eine Depression oder eine andere psychische Erkrankung besteht.
  • Liquor-Punktion: Entnahme von Nervenflüssigkeit für spezielle Labor-Untersuchungen, z. B. Nachweis von Krankheitserregern
  • Humangenetische Untersuchung: Liegt eine vererbbare Erkrankung vor?
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