Chronische Bronchitis: Bleibt Ihnen oft die Luft weg?

Frau mit Bronchitis wird untersucht
Eine chronische Bronchitis wird oft begleitet von Husten und Atemnot, die lebensgefährlich sein kann. Es sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden © Fotolia

Eine chronische Bronchitis beginnt meist schleichend. Wir verraten Ihnen, warum die Früherkennung von Lungenkrankheiten so wichtig ist.

Normalerweise ist Husten nicht mehr als die harmlose Begleiterscheinung einer Erkältung – unangenehm, aber meist schnell überstanden. Wenn die Atemwege jedoch bereits durch eine chronische Entzündung vorgeschädigt sind, kann eine einfache Bronchitis fatale Folgen haben: Das Atmen fällt schwer, die Luft wird knapp – und es besteht sogar akute Lebensgefahr.

Ein solcher Notfall ereilt jährlich mehr als hunderttausend Menschen. Insgesamt leiden weltweit bereits etwa 600 Millionen Männer und Frauen an COPD. Damit gehört die „Chronic Obstructive Pulmonary Disease“ – der englische Sammelbegriff für die chronisch verengende Bronchitis und das Lungen-Emphysem – zu den bedeutendsten Lungenkrankheiten. Ausgelöst in der Regel durch das Rauchen!

 

Betroffene ahnen nicht, dass sie unter chronischer Bronchitis leiden

In der vorgeschädigten Lunge können sich Viren und Bakterien leicht einnisten und vermehren. Der zähe Bronchialschleim wird nicht mehr richtig abtransportiert, die Luftwege sind dauerhaft gereizt. Daher kann jeder Infekt bei COPD-Patienten einen dramatischen Verlauf nehmen.

Nur durch frühzeitige und konsequente Behandlung kann man weitere Notfälle abschwächen oder verhindern. Viele Betroffene ahnen jedoch nicht einmal, dass sie unter einer chronischen Bronchitis leiden und schieben morgendliche Husten-Attacken auf Zigaretten oder Erkältung.

 

Bei Verdacht auf chronische Bronchitis dringend einen Arzt aufsuchen

„Wer länger als drei Monate im Jahr unter Husten leidet und beim Treppensteigen rasch aus der Puste kommt, sollte unbedingt einen Arzt aufsuchen“, rät Experte Dr. Gerhard Schillinger. Denn Medikamente zur Erweiterung der Bronchien sowie Atem-Therapien können Linderung bringen. Dabei lernen die Patienten Übungen zum schonenden Abhusten von Schleim.

Eine Schlüsselrolle spielt auch die Ernährung: So bildet z. B. gepökeltes Fleisch bei der Verdauung giftige Stickstoffverbindungen, die das Lungengewebe schädigen können. Auch Hülsenfrüchte, Kohlgemüse und kohlensäurehaltige Getränke setzen Gase frei, die den Druck auf Zwerchfell und Lunge verstärken. Das beste Mittel gegen chronische Bronchitis bleibt jedoch der schnelle Verzicht auf das Rauchen.

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