Cholesterinsenker Cashews

Verena Elson Medizinredakteurin
Cashewkerne
Cashewkerne sind gesünder als bisher angenommen, zeigt eine aktuelle Studie © iStock/sorrapong

Schon eine kleine Menge Cashewkerne täglich reicht aus, um den Blutdruck zu senken und die Cholesterinwerte zu verbessern - das zeigt eine aktuelle indische Studie.

Walnüsse und Mandeln haben bereits einen festen Platz auf der Liste der Superfoods - wie sich Cashewkerne auf die Gesundheit auswirken, wurde dagegen noch kaum untersucht. Eine aktuelle Studie zeigt jetzt, dass sie den Körper gleich mehrfach unterstützen: Sie senken den Blutdruck und erhöhen das sogenannte "gute Cholesterin" im Blut.

300 Typ-II-Diabetiker nahmen an der Studie teil: Alle bekamen die Anweisung, sich nach einer speziellen Diabetes-Diät zu ernähren. Die Hälfte der Teilnehmer nahm zwölf Wochen lang zusätzlich 30 Gramm (etwa eine Handvoll) ungesalzene Cashewkerne zu sich.

 

Warum sind Cashewkerne gesund?

Untersuchungen der Probanden zu Beginn und Ende des Studienzeitraums ergaben: In der Cashewgruppe waren die Blutdruckwerte stärker gesunken (im Schnitt um 5mmHg) als in der Kontrollgruppe. Zusätzlich war das "gute Cholesterin" in der Cashewgruppe angestiegen (im Schnitt um 2mg/dl).

Cholesterin gehört zur Gruppe der Lipide (Fette) im menschlichen Körper. Zum größten Teil wird es in Darm und Leber gebildet - nur etwa ein Drittel wird über die Nahrung aufgenommen. Cholesterin ist lebensnotwendig: Es ist Bestandteil der Zellwände und an der Bildung verschiedener Hormone beteiligt.

 

Wie unterscheidet sich gutes von schlechtem Cholesterin?

Cholesterin bindet an sogenannte Lipoproteine, deren Aufgabe es ist, das Fett durch das Blut zu transportieren: Das High-Density-Lipoprotein (HDL) befördert Cholesterin aus den Zellen heraus in die Leber hinein (von wo aus es über die Galle ausgeschieden wird). Das Low-Density-Lipoprotein (LDL) transportiert Cholesterin in die Zellen und Blutgefäße.

Mit einem erhöhten Cholesterinspiegel ist in der Regel eine erhöhte Menge an LDL-Cholesterin gemeint, denn: Lagert sich zu viel Cholesterin in den Gefäßen ab, steigt das Risiko für eine Arterienverkalkung und damit für Herzinfarkt und Schlaganfall. Umgekehrt bedeutet das: Je höher der HDL-Wert, desto besser werden die Gefäße von Cholesterinablagerungen freigehalten. Das HDL-Cholesterin wird darum umgangssprachlich "gutes Cholesterin" genannt und das LDL-Cholesterin "schlechtes Cholesterin".

 

Nüsse schützen vor Herzerkrankungen und Krebs

Dass Nüsse - Cashewkerne ebenso wie Walnüsse oder Paranüsse - täglich auf unserem Speiseplan stehen sollten, zeigte schon eine große 2014 veröffentlichte Studie. Sie ergab, dass eine Handvoll Nüsse pro Tag das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen um fast 30 Prozent senkt und zusätzlich die Wahrscheinlichkeit, an Krebs zu erkranken, um elf Prozent verringert.

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