Cholesterin erhöht: Wie sieht die Behandlung aus?

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung
  7. 7. Das sagt der Experte

Wichtige Maßnahmen gegen erhöhte Cholesterinwerte betreffen die Essgewohnheiten und den allgemeinen Lebensstil.

 

So können Sie erhöhte Cholesterinwerte senken

  • Ernähren Sie sich fettarm.
  • Vermeiden Sie beim Kochen tierische Fette wie Butter und verwenden Sie stattdessen pflanzliche Produkte (zum Beispiel Olivenöl oder Rapsöl).
  • Verwenden Sie fettarme Fleischsorten (wie Geflügel) und fettarme Milchprodukte.
  • Vermeiden Sie sogenannte Transfettsäuren – diese sind zum Beispiel in frittierten Produkten zu finden.
  • Nehmen Sie weniger gesättigte Fettsäuren zu sich. Diese kommen unter anderem in Wurst, Käse, Sahne, Butter und Vollmilch vor.
  • Greifen Sie zu ungesättigten Fettsäuren, zum Beispiel indem Sie mehr Fisch verzehren. Fetter Seefisch (zum Beispiel Makrelen) enthält besonders hohe Anteile wichtiger Omega-3-Fettsäuren.
  • Nehmen Sie viele Ballaststoffe zu sich. Diese kommen in pflanzlichen Lebensmitteln wie Obst, Gemüse, Getreide, Salat und Hülsenfrüchten vor.
  • Vermeiden Sie viel Zucker oder Süßstoffe.
  • Trinken Sie möglichst wenig Alkohol.
  • Verzichten Sie auf das Rauchen.
  • Treiben Sie viel Sport! Körperliche Ertüchtigung hilft, das LDL-Cholesterin zu senken und den HDL-Spiegel zu erhöhen.
Ältere Menschen joggen
Die beste Behandlung bei erhöhten Cholesterinwerten ist, neben einer gesunden Ernährung, viel körperliche Bewegung. Sport hilft dabei, das schädliche LDL-Cholesterin zu senken© Fotolia
 

Medikamente können Cholesterinwert senken

Sollte ein erhöhter LDL-Wert sich trotz verschiedener Maßnahmen nach drei Monaten nicht normalisiert haben, raten Ärzte zu Medikamenten:

  • Statine, auch als CSE-Hemmer (Cholesterin-Synthese-Hemmer) bezeichnet, hemmen ein bestimmtes Enzym, das an der Bildung von LDL-Cholesterin in der Leber beteiligt ist. Dadurch sinkt der LDL-Spiegel im Blut ab. Gleichzeitig helfen Statine, einer Arterienverkalkung (Arteriosklerose) vorzubeugen.
  • Wenn sich die Werte des LDL-Cholesterins trotz des Einsatzes von Statinen nicht bessern oder wenn Sie diese Medikamente nicht vertragen, kommen sogenannte Cholesterin-Resorptionshemmer gegen erhöhte Cholesterinwerte infrage. Diese Medikamente hemmen die Aufnahme von Cholesterin im Darm und senken den LDL-Spiegel.
  • Bei der Behandlung einer Cholesterinerhöhung setzt man außerdem sogenannte Austauscherharze beziehungsweise Gallensäure-bindende Mittel ein. Gallensäuren werden von der Leber aus Cholesterin gebildet. Die Austauscherharze bzw. Gallensäure-bindenden Mittel verhindern, dass Gallensäuren im Darm wieder aufgenommen werden. So muss die Leber sie aus Cholesterin neu bilden. Das LDL-Cholesterin kann so um 20 bis 25 Prozent gesenkt werden.
  • Ein weiteres bei erhöhten Cholesterinwerten eingesetztes Medikament sind die sogenannten Fibrate. Diese bewirken unter anderem eine Senkung des LDL-Cholesterins und einen Anstieg des HDL-Cholesterins. Jedoch haben sie einige Nebenwirkungen wie Magen-Darm-Beschwerden und können das Risiko für Gallensteine erhöhen.
  • Nikotinsäure wird ebenfalls zur Behandlung bei erhöhten Cholesterinwerten eingesetzt. Sie verhindert, dass ungesunde Fettsäuren aus dem Fettgewebe freigesetzt werden und erhöhen den HDL-Spiegel.
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