Chlamydia trachomatis – Mütter sollten mit ihren Töchtern sprechen

Gespräch über Chlamydien zwischen Mutter und Tochter
Chlamydien-Infektionen können schwere Folgen haben, wenn sie unbehandelt bleiben. Darum sollten Mütter ihre Töchter früh über die unsichtbare Gefahr aufklären © Fotolia

Pro Jahr gibt es 300.000 neue Infektionen mit der Bakterien-Art Chlamydia trachomatis. Der Befall lässt sich leicht beheben – wenn er entdeckt wird. Unbehandelt kann er sogar zur Unfruchtbarkeit führen. Darum sollten Mütter ihre Töchter darüber aufklären.

Sie ist die häufigste sexuell übertragbare Erkrankung: eine Infektion mit der Bakterien-Art Chlamydia trachomatis. Infektions-Experten und pro familia raten Müttern: Klären Sie Ihre Töchter möglichst früh zu diesem Thema auf. Viel zu wenig junge Frauen wissen darüber Bescheid. Denn über die Hälfte der infizierten Frauen bemerken die Ansteckung mit Chlamydia trachomatis nicht.

 

Chlamydia trachomatis kann zu Unfruchtbarkeit führen

Aber: Ist die Abwehr geschwächt, etwa durch Erkältung, kann die heimliche Infektion ernst werden. Bei etwa 40 Prozent der Infizierten gelangen Chlamydien in die Eileiter. Etwa jede Fünfte dieser Frauen wird sogar unfruchtbar. Der beste Schutz vor Chlamydia trachomatis: Kondome beim Geschlechtsverkehr.

 

Verdächtige Symptome bei einer Infektion mit Chlamydia trachomatis

In Deutschland sind rund 1,4 Millionen meist junge Frauen mit Chlamydia trachomatis infiziert. Bei diesen Symptomen sollte man zum Frauenarzt gehen: Zwischenblutungen und/oder eitriger Ausfluss, wiederkehrende oder anhaltende, meistens dumpfe Unterbauchschmerzen, Brennen und/oder Schmerzen beim Wasserlassen.

Chlamydien sind unsichtbare Bakterien
Unsichtbar und oft unbemerkt: Chlamydia trachomatis ist eine Bakterienart der Gattung Chlamydia, die ausschließlich den Menschen infiziert© Fotolia
 

Mit Chlamydia trachomatis angesteckt?  Test bringt Gewissheit

Für Frauen bis 25 gibt es einen jährlichen Gratis-Test, der auch zur Schwangerschaftsvorsorge gehört. Ein Abstrich vom Gebärmutterhals oder eine Urinprobe genügen. Spätestens nach einer Woche ist das Labor-Ergebnis da. Für ältere Frauen kostet der Test ab 20 Euro.

 

Sichere Therapie

Zum Glück kann man eine Chlamydien-Infektion meist problemlos heilen. Der Frauenarzt verschreibt dafür ein Antibiotikum. Das ist ein Medikament, das Bakterien gezielt abtötet. Je früher die Therapie nach einer Ansteckung beginnt, desto schneller heilt die Krankheit aus.

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