Chili gegen Reizhusten

Carolin Banser
Chilischoten
Anhaltender Husten kann durch Capsaicin verbessert werden: Der Wirkstoff der Chilischote steigert die Durchblutung und löst den Schleim aus den Atemwegen © Fotolia

Wenn es auf der Zunge brennt, tut das dem Körper gut: Denn Lebensmittel mit Scharfstoffen fördern die Gesundheit. Praxisvita erklärt, wie Chili selbst hartnäckigen Reizhusten effektiv lindern kann.

Capsaicin – z. B. enthalten in Chili (Cayennepfeffer) und Paprika – in Kapselform verabreicht linderte bei Patienten mit chronischem Reizhusten und bei gesunden Nichtrauchern den Hustenreiz. Dies sind Ergebnisse der Studie, welche in der Asthma- und Allergie-Klinik Sahlgrenska, Universität Göteborg durchgeführt wurde. 24 Reizhusten-Patienten und 15 Gesunde erhielten über zwei Wochen täglich zwei Kapseln Capsaicin (je 0,4 mg) oder Placebo, anschließend über weitere zwei Wochen je zwei mal zwei Kapseln Capsaicin oder Placebo. Im Anschluss wurde die jeweils andere Medikation über vier Wochen entsprechend angewandt. Bei jeder Visite wurde die Husten-Empfindlichkeit ermittelt, zudem führten die Patienten Husten-Tagebücher.
 Da Capsaicin eine Unempfindlichkeit der Nervenfasern gegenüber verschiedenen Reizen hervorruft, sollte in dieser Pilotstudie untersucht werden, ob oral verabreichtes Capsaicin den Hustenreiz nach vierwöchiger Einnahme dämpfen kann. Der Wirkstoff der Chilischote war gut verträglich.

 

Capsaicin gegen Reizhusten - Schärfe wirkt wie Medizin

Der Scharfstoff Capsaicin lindert nicht nur hartnäckigen Reizhusten effektiv, er tötet auch Krankheitserreger ab und schützt so z.B. vor Magenverstimmungen. Von großer Bedeutung ist auch die Schmerzstopper-Wirkung der Schoten. Äußerlich angewendet kurbelt der Wirkstoff der Chilischote die Gewebedurchblutung stark an und fördert den Abtransport von Schmerzstoffen, z. B. bei Rückenproblemen.

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