Die Chili vertreibt auf natürlichem Weg Schmerzen

Die Chili kann vielseitig eingesetzt werden: von Rheuma über Diabetes bis hin zu Juckreiz. Eine zentrale Rolle spielt dabei der Stoff Capsaicin.

Eine Chili am Strauch
Die Chili gehört zur Familie der sogenannten Nachtschattengewächse© Fotolia
 

Chili: Anwendung und Heilwirkung

Definition Chili

Bezeichnung: Capsicum frutescens Familie: Nachtschattengewächse (Solanaceae) Gattung: Paprika (Capsicum) Art .Capsicum frutescens

Der Anwendungsbereich von Chili erstreckt sich von rheumatischen Schmerzen über durch Diabetes verursachte Nervenschmerzen bis hin zu Juckreiz bei Schuppenflechte. Auch nach dem Abheilen von Gürtelrosen wird es eingesetzt. Wichtig ist in allen Fällen, dass die Behandlung zeitlich befristet ist. Das hängt mit dem Wirkmechanismus zusammen. Der in Chili enthaltene Stoff Capsaicin sorgt für eine Minderung des Schmerzempfindens, indem er (reversibel) die feinen Nervenfasern degenerieren lässt. Es sorgt für eine Erwärmung der Haut und fördert die Durchblutung. Daher wird Capsaicin auch in Wärmepflastern verwendet.

 

In der Chili enthaltene Wirkstoffe

Capsaicinoide (meist Capsaicin und Dihydrocapsaicin), fettes Öl, Carotinoide, Ascorbinsäure (Vitamin C)

 

Botanik

In der Chilischote steckt der Scharfmacher Capsaicin
In der Chili steckt ein Stoff, der die Schote scharf macht und uns schlank hält – das sogenannte Capsaicin© Fotolia

Chilis sind die kleinen scharfen Verwandten der Paprika. Die bis zu 50 Zentimeter hohe Pflanze hat einen aufrechten und verzweigten Stängel mit eiförmigen bis länglich-ovalen Blättern. Diese sind wechselständig angeordnet, ganzrandig und haben einen langen Stiel. Die unscheinbaren weißen Blüten stehen in den Blattachsen. Der Schärfegrad und die Größe der Früchte variieren je nach Sorte. Die Chili-Frucht ist rot, gelb oder grün.

 

Verbreitung

Die Herkunftsregion des Chilis sind die Tropen Amerikas. In Deutschland wird sie allerdings inzwischen als Kulturpflanze angebaut.

 

Andere Namen für Chili

Chili, Cayennepfeffer, Spanischer Pfeffer

Wissenswertes über Chili

Es gibt eine besondere Einheit zur Einstufung der Schärfe von Chili, die Scoville-Einheiten (SHU = Scoville heat units). Je höher der Capsaicin-Gehalt desto schärfer ist die Chilischote. Die Schärfe variiert von Sorte zu Sorte deutlich. Zwei bekannte Chili-Sorten sind Tabasco und Malagueta. Aus Ersterem wird die Tabascosoße hergestellt, aus letzterem Piri-Piri.

Cayennepfeffer gehört nicht zu den Pfeffergewächsen. Es handelt sich vielmehr um gemahlenen Chili der Sorte Cayenne.

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