Chaga-Pilz: Wirkung und Anwendung

Redaktion PraxisVITA

In der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) greift man bei Erkrankungen des Magen-Darm-Systems häufig zu Chaga. Heilpraktiker empfehlen den Pilz zudem zur Unterstützung der Behandlung bei Krebserkrankungen sowie als Stärkungsmittel bei wiederkehrenden Infekten ein.

Chaga-Pilze in Stücken und in pulverisierter Form
Der Chaga-Pilz soll eine heilende Wirkung haben Foto:  istock_Helin Loik-Tomson
Inhalt
  1. Was ist Chaga?
  2. Welche Wirkung hat der Chaga-Pilz?
  3. In welcher Dosierung sollte man Chaga einsetzen?
  4. Was sollte für die Anwendung von Chaga speziell bei Krebs beachtet werden?
 

Was ist Chaga?

Der Schiefe Schillerporling, auch Chaga-Pilz genannt, wird botanisch als Inonotus obliquus beschrieben. TCM-Ärzte nennen ihn Chaga oder Tschaga. Der Pilz kommt in Europa, Japan, Korea und Zentralasien vor. Chaga wächst als Parasit auf Laubbäumen. Seit dem 15. Jahrhundert ist er Teil der traditionellen chinesischen Medizin, fand aber lange Zeit außerhalb Chinas und Osteuropas wenig Anwendung.

 

Welche Wirkung hat der Chaga-Pilz?

Der Chaga-Pilz hat der Traditionell chinesischen Medizin zufolge Bezug zu den Organsystemen des Magens, der Leber und der Milz. Heilpraktiker nennen als wichtige Anwendungsgebiete Erkrankungen dieser Organe. Das sind in vielen Fällen Verdauungsstörungen. Aber auch bei Geschwüren oder Entzündungen im Magen und im Darm kommt Chaga zum Einsatz.

Auch gegen Allergien soll der Pilz wirksam sein. Zum Hintergrund: Das Darmmikrobiom – die Gesamtheit aller Mikroorganismen im Darm – ist Bestandteil des körpereigenen Immunsystems. Gerät es aus dem Gleichgewicht, treten allergische Hauterkrankungen, wie Ekzeme oder Schuppenflechte, häufiger auf. Heilpraktiker setzen Chaga daher ein, um das Darmmikrobiom zu regulieren und das Immunsystem zu stärken. Weitere Anwendungsgebiete von Chaga sind bakterielle oder virale Infekte, wie die Grippe oder Herpes.

Nicht zuletzt gehört Chaga in den Bereich der alternativen Krebstherapien. Es soll die Nebenwirkungen von Chemotherapien und Bestrahlungen lindern. Außerdem soll der Chaga-Pilz dabei helfen, Krebs vorzubeugen.

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In welcher Dosierung sollte man Chaga einsetzen?

Zur Behandlung von Erkrankungen verwendet man nicht den frischen Pilz, weil dieser kaum haltbar ist. Besser geeignet sind getrocknete, pulverisierte Pilze als Tabletten oder Kapseln. Die Dosierung wird vom Hersteller auf der Packung genannt, da die Menge der Inhaltsstoffe bei den einzelnen Produkten variieren kann. Man nimmt die erforderliche Menge über den Tag verteilt ein, mit insgesamt etwa zwei Litern Wasser. Zu Beginn der Behandlung können Magen-Darm-Störungen auftreten.

 

Was sollte für die Anwendung von Chaga speziell bei Krebs beachtet werden?

Man sagt Chaga und anderen Pilzen aus der traditionellen chinesischen Medizin nach, bei der Behandlung von Krebs wirksam zu sein. Doch Vorsicht: Es fehlen aussagekräftige Studien zu positiven und negativen Effekten der Pilze bei Krebserkrankungen. Daher sollte man keine Medikamente ohne Rücksprache mit dem Arzt absetzen und darauf hoffen, dass der Chaga-Pilz eine heilende Wirkung zeigt.

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