Cantharis: Homöopathisches Mittel gegen brennende Schmerzen

Redaktion PraxisVITA

Cantharis ist ein homöopathisches Arzneimittel, das hauptsächlich bei brennenden Schmerzen und Entzündungen der Harnwege eingesetzt wird.

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Inhalt
  1. Cantharis: Was ist es?
  2. Einsatzbereiche: Bei welchen Beschwerden wird Cantharis angewandt?
  3. Cantharis: Welche Dosierung und Anwendung werden empfohlen?
  4. Cantharis: Was gilt für die Anwendung bei Baby und Kind?
 

Cantharis: Was ist es?

Cantharis ist ein in der Homöopathie verwendetes Mittel, das aus dem Käfer Lytta vesicatoria, besser bekannt als Spanische Fliege oder Pflasterkäfer, gewonnen wird. In einem Sekret, das der Käfer bei Bedrohung absondert, ist sogenanntes Cantharidin enthalten, was dem homöopathischen Mittel seinen Namen verliehen hat. Für die Herstellung der Arznei wird der gesamte getrocknete Käfer verwendet, allerdings stark verdünnt (potenziert).

 

Einsatzbereiche: Bei welchen Beschwerden wird Cantharis angewandt?

Cantharis wird für unterschiedliche Krankheiten und Zustände des Körpers eingesetzt. Sehr häufig verordnen Heilpraktiker es im Zusammenhang mit brennenden Schmerzen, die verschiedene Ursachen haben können. Typische Anwendungsgebiete von Cantharis sind:

Um die Person als Ganzes zu erfassen und die richtige Wahl der Arznei zu treffen, fragt der Heilpraktiker oft nach weniger eindeutigen Krankheitszeichen. Folgende Beschwerden sind Hinweise darauf, dass Cantharis für eine Behandlung geeignet sein könnte:

  • psychische Erregung
  • Ärger, Gereiztheit
  • starkes sexuelles Verlangen
  • brennende Schmerzen beim Urinieren
  • Beschwerden verschlechtern sich durch Trinken von Wasser und Kaffee, beim Wasserlassen und bei Berührung
  • Beschwerden bessern sich durch Wärmeanwendungen und Reiben 
    Homöopathische Arzneimittel in Gläschen
    Homöopathie Podcast Natur pur: Homöopathie, was ist das?
 

Cantharis: Welche Dosierung und Anwendung werden empfohlen?

In der Homöopathie ist die Dosierung und Anwendung entscheidend für die Wirkung der gewählten Arznei, wie etwa Cantharis. Deshalb ist es ratsam, sich von einem Heilpraktiker oder homöopathisch ausgebildeten Arzt hinsichtlich der Einnahme beraten zu lassen. Für alle, die auf eine Selbstbehandlung zurückgreifen möchten, empfiehlt der Deutsche Zentralverein homöopathischer Ärzte (DZVhÄ), zwei bis drei Streukügelchen der Potenz C12 bis zu viermal am Tag einzunehmen. Es ist ratsam, etwa eine Viertelstunde vor und nach der Einnahme nicht zu essen und zu trinken und die Globuli langsam auf der Zunge zergehen zu lassen. Homöopathische Tropfen sollten am besten etwas im Mund behalten und erst wenig später geschluckt werden.

 

Cantharis: Was gilt für die Anwendung bei Baby und Kind?

Heilpraktiker setzen Cantharis bei Babys und Kindern häufig bei Entzündungen der Harnwege oder der Blase ein. Auch bei Mittelohrentzündungen, schmerzhaften Aphthen im Mund oder bei Verbrennungen und Verbrühungen der Haut kann Cantharis hilfreich sein. Denken Sie daran, dass der Kinderarzt immer die erste Anlaufstelle sein sollte, um Komplikationen zu vermeiden. Eine homöopathische Behandlung kann aber in vielen Fällen begleitend eingesetzt werden. Fragen Sie am besten nach, wie Cantharis unterstützend helfen kann.

Hinweis: Die spezifische Wirksamkeit von Homöopathie wird in der Wissenschaft diskutiert. Dennoch ist Homöopathie als sanfte Heilmethode sehr beliebt.

Quellen:

  • Eisele, M. et al. (2020): Homöopathie für die Kitteltasche. Indikations- und wirkstoffbezogene Beratungsempfehlungen. Deutscher Apotheker Verlag, Stuttgart
  • Lang, M. &  Rauh, W. (2013): Homöopathische Behandlung von Kindern: Praxiswissen kompakt. Georg Thieme Verlag, Stuttgart
  • Wiesenauer, M. & Elies, M. (2004): Praxis der Homöopathie – Eine praxisbezogene Arzneimittellehre. Hippokrates Verlag, Stuttgart
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