Heilpflanzenlexikon

Campherbaum-Extrakt bietet Hilfe bei Erkältungen

Die Wirkung von Campher bei Erkältungskrankheiten ist wissenschaftlich erwiesen. Er regt die Durchblutung an und stärkt die Atmung.

Ein Campherbaum mit Frucht
Auch wenn der Campher auffällige, dunkle Beeren entwickelt, ist sein wichtigstes Produkt das Holz, welches als Baustoff, aber auch für die Gewinnung von ätherischem Öl genutzt wird© Fotolia
 

Campherbaum: Anwendung und Heilwirkung

Definition Campherbaum

Bezeichnung: Cinnamomum camphora Familie: Lorbeergewächse (Lauraceae) Gattung: Cinnamomum: Art: Campferbaum

Campher ist als Inhaltsstoff u.a. in verschiedenen Erkältungsprodukten, meist Salben zum Einreiben oder Inhalieren, enthalten. Bei ihrer Überprüfung auf die Eignung von Campher als Arzneipflanze hat die Kommission E des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), früher Bundesgesundheitsamt (BGA), eine vorteilhafte Wirkung festgestellt. Bei äußerlicher Anwendung fördert Campher die Bildung dünnflüssigen Schleims in den Bronchien und die Durchblutung, bei innerer Anwendung soll er den Kreislauf stärken, die Atmung stimulieren sowie in den Bronchien Hustenkrämpfe lösen. Anwendungsgebiete sind äußerlich: Erkältungskrankheiten, Herzbeschwerden und Muskelrheumatismus. Innerlich angewendet kann Campher die Atmung und den Kreislauf stimulieren.  

Von der innerlichen Anwendung bei Kindern ist abzuraten. Erst ab einem Alter von etwa sieben bis acht Jahren sollten Kinder campherhaltige Inhalate erhalten. Mund und Nasenbereich sollten bei Kindern großflächig ausgespart werden. Präparate mit Campher sollten nur auf gesunde Haut aufgetragen werden und bei Kontaktallergien sofort abgesetzt werden.

 

Im Campherbaum enthaltene Wirkstoffe

Campher als Monosubstanz aus dem ätherischen Öl im Stamm des Campherbaumes. Heutzutage wird er meist synthetisch hergestellt und läuft unter der Bezeichnung racemischer Campher.

 

Verbreitung

Die ursprüngliche Heimat des Campherbaumes ist Ostasien. Mittlerweile wird er aber auch in Brasilien, Sri Lanka und Ostafrika kultiviert.

 

Botanik

Getrockente Campher-Blätter
Getrocknete Campher-Blätter riechen intensiv und werden genutzt, um Motten zu vertreiben© Fotolia

Der Campherbaum ist immergrün und wird bis zu 30 Meter hoch. Seine Borke ist gelblich-braun, die Zweige sind bläulich. Die Blätter des Baumes sind wechselständig angeordnet und gestielt. Der Stiel ist 2 bis 3 Zentimeter lang, kahl und schlank. Die Blätter sind an der Oberseite grün bis gelbgrün und an der Unterseite gelbgrün. Der Campherbaum blüht von April bis Mai. Die Blütenblätter sind grünweiß oder gelblich. Die Frucht ist purpurfarben bis beinahe schwarz und hat einen Durchmesser von gerade einmal 6 bis 8 Millimetern. Sie reifen zwischen August und November.

 

Andere Namen für den Campherbaum

Kampfer, Kampferlorbeer, Kampferbaum

Wissenswertes über den Campherbaum

Campher ist in Europa seit dem 5. Jahrhundert bekannt. Er war selten und sehr kostbar. Man sah in ihm ein wirkungsvolles Mittel gegen negative Einflüsse, deshalb wurde er auch als okkultistisches Räucherwerk eingesetzt.  Auch in der jüngeren Vergangenheit war Campher ein wertvoller Handelsstoff, der im Lauf des 19. Jahrhunderts bei der Herstellung von Sprengstoff und Zelluloid eine wichtige Rolle spielte.

Ein für den Menschen ebenfalls praktisches Einsatzgebiet ergibt sich aus der Tatsache, dass zum Beispiel Motten das stark riechende Holz meiden. Früher wurde es deshalb gern für Wäschetruhen oder Schränke verwendet.  Und noch heute ist Campher auch Bestandteil von Mottenabwehrmitteln.

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