Burnout-Test: Habe ich Burnout?

Habe ich Burnout oder brauche ich nur Urlaub? Der Burnout-Test hilft bei der Beantwortung dieser Frage und bietet eine erste Einschätzung über Ihr individuelles Risiko.

Eine Frau hat den Kopf auf dem Schreibtisch abgelegt
Tagesmüdigkeit und verringerte Leistungsfähigkeit sind typische Symptome bei Burnout Foto: iStock/PeopleImages

Erschöpft, ausgebrannt, vollkommen kraftlos: Ein Burnout kann die Lebensqualität erheblich reduzieren. Die Diagnose Burnout muss immer von einem Arzt oder einer Ärztin gestellt werden. Doch dieser Burnout-Test gibt eine erste Orientierung darüber, ob das individuelle Beschwerdebild auf einen Burnout hindeuten könnte.

Erschöpfungszustand durch berufliche Überforderung

Als Burnout wird ein Zustand starker körperlicher, geistiger und psychischer Erschöpfung bezeichnet. Häufig sind es hohe Anforderungen im Beruf, ein hoher Leistungsanspruch an die eigene Person, Zeitdruck oder die Angst vor Jobverlust, die Betroffene in die totale Kraftlosigkeit treiben. Tatsächlich fühlen sich Menschen mit Burnout häufig wie getrieben und haben das Gefühl, gar nicht mehr zur Ruhe zu kommen.

Betroffen sind vor allem Menschen, die ständigem beruflichem Stress ausgesetzt sind, die einen hohen Perfektionismus und den Wunsch nach Anerkennung haben und denen es besonders schwerfällt, nein zu sagen und Aufgaben abzulehnen.

Menschen mit diesen Eigenschaften haben allgemein ein höheres Risiko, im Laufe ihres Lebens an einem Burnout-Syndrom zu erkranken – aber nicht jede:r von ihnen entwickelt die entsprechenden Symptome.

Typische Anzeichen eines Burnouts im Test abgefragt

Im Burnout-Schnelltest werden die typischen Erkrankungsmerkmale eines Burnouts abgefragt: Betroffene fühlen sich etwa häufig wie ausgebrannt und haben das Gefühl, dass ihnen ihr Alltag über den Kopf wächst.

In dem Bestreben, allen Anforderungen gerecht zu werden, geraten sie in ein „Hamsterrad“, in dem sie sich im Laufe der Zeit überfordert, hilflos und verzweifelt fühlen. Sie leiden tagsüber typischerweise an einer bleiernen Müdigkeit, finden aber nachts kaum noch in den Schlaf.

Diese und andere Symptome entwickeln sich in der Regel langsam über einen längeren Zeitraum. Häufig kommen körperliche Beschwerden hinzu, sodass die Betroffenen zunächst nicht erkennen, dass ihr allgemein schlechtes Wohlbefinden auf psychische Ursachen zurückzuführen ist.

All diese Symptome können auch auf andere Erkrankungen hinweisen – Depressionen machen sich beispielsweise häufig durch ähnliche Anzeichen bemerkbar. Doch es gibt auch Unterschiede zwischen den beiden Beschwerdebildern. Diese zu erkennen ist enorm wichtig, weil sie unterschiedlich behandelt werden müssen.

Abgesehen davon ist Burnout anders als die Depression bisher keine anerkannte psychische Erkrankung, sondern ein Syndrom mit verschiedenen Merkmalen, die jeweils auch andere Hintergründe haben können.

Selbsttest: Burnout oder eher nicht?

Burnout-Selbsttest zur ersten Einschätzung

Die Diagnose kann aufgrund der ähnlichen Symptome immer nur von qualifizierten Mediziner:innen gestellt werden. Das ist zwingend notwendig, damit eine geeignete Behandlung eingeleitet werden kann. Wer den Burnout-Test online durchführt, kann allerdings herausfinden, ob ein Burnout eine mögliche Erklärung für seine Beschwerden ist.

Quellen:

Burnout-Syndrom: Anzeichen und Burnout-Erleben, in: neurologen-und-psychiater-im-netz.org

Burnout, in: psych.mpg.de