Burnout-Symptome bei Frauen: Wenn Dauerstress krank macht

Gaby Scheib

Um den hektischen Alltag zu meistern, möglichst viele Aufgaben zu erledigen und dem eigenen Perfektionsanspruch zu genügen, geraten viele Frauen extrem in Stress. Doch wer ständig unter Strom steht, läuft Gefahr, völlig auszubrennen. Welche Burnout-Symptome Frauen zeigen und wie Körper und Psyche reagieren.

Inhalt
  1. Was sind die Burnout-Ursachen bei Frauen? 
  2. Welche Symptome hat ein Burnout bei Frauen? 
  3. Das Rushing Woman Syndrom: Frauen im Hamsterrad 
  4. Emotionale Erschöpfung: Was schützt Frauen vor Burnout? 
 

Was sind die Burnout-Ursachen bei Frauen? 

Viele Frauen sind von früh bis spät unter Druck – wenn sich daraus allerdings Dauerstress entwickelt, man sich überfordert, emotional erschöpft und immer weniger leistungsstark fühlt, sind das erste Hinweise auf Burnout-Symptome bei Frauen.

Laut Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) leiden 5,2 Prozent der Frauen und 3,3 Prozent der Männer in Deutschland unter einem Burnout – Frauen sind also öfter betroffen. Studien zeigen, dass dieser Tatsache unterschiedliche Ursachen zugrunde liegen: Während sich Männer eher auf individuelle und kognitive Fähigkeiten konzentrieren, geben bei den Frauen meist die sozialen und emotionalen Faktoren den Ausschlag. Ein Burnout bei Frauen äußert sich deshalb eher in emotionaler Erschöpfung. Frauen fühlen sich vor allem im sozialen und emotionalen Bereich unter Leistungsdruck. Kommt dann noch Stress im Job dazu, kann es schnell zur Überforderung kommen.

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Welche Symptome hat ein Burnout bei Frauen? 

Erschöpfung, Unruhe und Anspannung sind erste Vorboten. Alarmiert sollte man bei folgenden Burnout-Anzeichen sein:

• Schlaflosigkeit trotz Müdigkeit 
• Ängstlichkeit
• Aggressionen
• Konzentrationsschwierigkeiten
• Niedergeschlagenheit
• Schwaches Immunsystem
• Migräne und Kopfschmerzen
• Blähungen und Verdauungsprobleme
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Das Rushing Woman Syndrom: Frauen im Hamsterrad 

Die australische Wissenschaftlerin Dr. Libby Weaver hat sich intensiv mit der Frage beschäftigt, wie Dauerstress sich auf Körper und Psyche der Frauen auswirkt. Sie hat ihre Erkenntnisse in einem Ratgeber zusammengestellt und den Begriff „Rushing Woman Syndrom“ geprägt: Frauen sind heutzutage mehr denn je in Eile – und das hat gravierende Folgen für ihre Gesundheit. So hat permanenter Stress Auswirkungen auf die Organe, den Stoffwechsel, die Verdauung, das Nervensystem und den Hormonhaushalt. Die Folge können u. a. Übergewicht und Fruchtbarkeitsstörungen sein.

Grund sei laut Weaver zum einen der Anspruch, alles schaffen und möglichst perfekt machen zu müssen. Aber auch das gesellschaftlich tradierte Rollenbild der Frau als soziales Wesen, das es allen recht macht und zu allen nett ist, spiele eine Rolle – und die ist kaum erfüllbar.

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Emotionale Erschöpfung: Was schützt Frauen vor Burnout? 

Um gar nicht erst in die Gefahr eines Burnouts zu kommen, sollten Frauen ihre persönlichen Methoden zur Stressbewältigung finden, wie zum Beispiel:

• Ausreichend Schlaf
• Bewusste Ruhepausen
• Viel Bewegung an der frischen Luft
• Gesunde und ausgewogene Ernährung
• Entspannungsübungen wie Autogenes Training oder Meditation
• Sport

Burnout-Symptome bei Frauen sind sehr ernst zu nehmen, deshalb ist es wichtig, den Alltag bewusst zu „entstressen“ und dem emotionalen Ausgebranntsein vorzubeugen

Quellen:​
Burn-out-Syndrom in: frauengesundheitsportal.de
Geschlechtsspezifische Aspekte von Burnout in: der mann. Wissenschaftliches Journal für Männergesundheit
Was Dauerstress unserer Gesundheit antut: Das Rushing Woman Syndrom in: thieme.de
Rushing-Woman-Syndrom in: magazin-medspecialists.com
 

 

 

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