Buchweizen: Wie gesund ist das Korn?

Redaktion PraxisVITA

Buchweizen erfreut sich an immer mehr Beliebtheit. Wir verraten, wie gesund und vielseitig verwendbar das glutenfreie Korn wirklich ist.

Schüssel mit Buchweizen und Holzlöffel
Buchweizen: Der gesunde Allrounder in der Küche Foto:  inews/istock
Inhalt
  1. Was ist Buchweizen?
  2. So gesund ist Buchweizen
  3. Buchweizen: Nährwerte im Überblick (pro 100 Gramm)
  4. Buchweizen: Kauf, Lagerung und Verwendung
  5. Backen mit Buchweizen
  6. Was ist beim Verzehr von Buchweizen zu beachten?

Buchweizen ist in der Küche vielfältig einsetzbar und im Gegensatz zu Getreidesorten wie Weizen komplett glutenfrei. Doch wie gesund ist das Pseudogetreide wirklich? Der Überblick.

 

Was ist Buchweizen?

Buchweizen erlebt derzeit eine Renaissance, schließlich setzen immer mehr Menschen auf eine glutenfreie Ernährung. Das Korn verfügt über einen charakteristischen, angenehm nussigen Geschmack, eine braune bis gräuliche Farbe – und anders als viele Getreidesorten enthält es kein Gluten. Besonders für Menschen mit Zöliakie ist Buchweizen deshalb interessant. Das Korn ist äußerst vielseitig: Es kann im Ganzen verzehrt werden oder eignet sich gemahlen als gute Alternative zu Weizenmehl. Mit Weizen hat das Korn trotz seines Namens nämlich nichts zu tun: Es zählt als Knöterichgewächs zu den Pseudogetreidearten, kann aber ähnlich eingesetzt werden wie Getreidesorten. Seinen Ursprung hat Buchweizen in Zentralasien. Und auch heute ist das gesunde Korn in der russischen Küche gefragt: Es wird dort beispielsweise als Pfannkuchen, als herzhafte Beilage oder als Brei serviert. Zu den Anbaugebieten von Buchweizen zählen heute besonders China, die GUS-Staaten, USA, Kanada und Brasilien. In Europa setzt vor allem Polen auf den Anbau von Buchweizen.

 

So gesund ist Buchweizen

In Buchweizen stecken zahlreiche gesunde Inhaltsstoffe. Das Korn weist unter anderem die Vitamine A, B, E und K auf. Es besticht besonders durch seinen hohen Folsäuregehalt: In 100 Gramm Buchweizen stecken rund 50 Mikrogramm Folsäure. Außerdem findet man wichtige Mineralstoffe und Spurenelemente wie Eisen, Magnesium, Calcium und Kalium in dem Pseudogetreide. Doch damit nicht genug: Buchweizen hat aufgrund seines Inhaltsstoffes Chiro-Inositol auch positive Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel. Durch den Stoff wird der Insulinspiegel im Blut reguliert, weshalb besonders Diabetespatienten von dem Pseudogetreide profitieren.

 

Buchweizen: Nährwerte im Überblick (pro 100 Gramm)

  • Kalorien: 340
  • Kohlenhydrate: 72 Gramm
  • Fett: 1,7 Gramm
  • Proteine: 9 Gramm

 

Buchweizen: Kauf, Lagerung und Verwendung

Buchweizen ist in vielen Formen erhältlich: Man findet das Pseudogetreide in Supermärkten, Bioläden und Reformhäusern beispielsweise als Buchweizengrütze oder Buchweizenmehl. Als ganzes Korn ist das Pseudogetreide roh oder geröstet erhältlich. Die zweite Variante eignet sich beispielsweise besonders als Beigabe im Müsli. Buchweizen kann aber auch roh gekauft und selbst geröstet werden. Zu Hause sollten Sie Buchweizen lichtgeschützt in einem geschlossenen Behälter aufbewahren. Bei der Lagerung ist zu bedenken, dass Buchweizen ranzig werden kann und deshalb binnen weniger Monate aufgebraucht werden sollte.

Die Zubereitung von Buchweizen ist äußerst vielseitig. Das Pseudogetreide kann beispielsweise als Korn wie Reis verwendet werden. Dafür kochen Sie die Körner einfach in Wasser. Sie eignen sich aber auch als Einlage in Eintöpfen oder für die Zubereitung von vegetarischen Bratlingen. Zum Frühstück kann Buchweizen als Korn oder Grütze als gesunde Zutat für das Müsli verwendet werden. Besonders beliebt ist Buchweizenmehl: Dieses eignet sich besonders gut für süße oder herzhafte Crêpes und Pfannkuchen oder als glutenfreie Alternative beim Backen.

 

Backen mit Buchweizen

Dass in Buchweizen kein Gluten steckt, ist Fluch und Segen zugleich: Einerseits eignet es sich durch diese Eigenschaft für Menschen mit Unverträglichkeiten oder besonderen Ernährungsvorlieben, andererseits führt der Mangel an Gluten dazu, dass man es nicht 1:1 wie Weizenmehl einsetzen kann. Schließlich handelt es sich bei Gluten um ein Klebereiweiß, das dem Teig die nötige Stabilität gibt. Beim Backen mit Buchweizen muss deshalb darauf geachtet werden, genügend Eier zu verwenden oder ein anderes glutenfreies Mehl hinzuzufügen, das eine klebende Wirkung mit sich bringt. Dafür eignen sich beispielsweise Soja- oder Johannisbrotkernmehl.

 

Was ist beim Verzehr von Buchweizen zu beachten?

In ungeschältem Buchweizen steckt der Stoff Fagopyrin. Dieser kann bei übermäßigem Verzehr zu empfindlicher Haut führen, die nach dem Essen extremer auf Sonneneinstrahlung reagiert. Deshalb sollten ungeschälte Körner vor der Verarbeitung gründlich unter heißem Wasser abgespült werden, um möglichst viel Fagopyrin zu entfernen. Weil der Stoff in der Schale steckt, kann geschälter Buchweizen jedoch ohne Bedenken gegessen werden.

Quellen:

Buchweizen, in: Oekolandbau.de, https://www.oekolandbau.de/verarbeitung/einkauf/landwirtschaftliche-zutaten/getreide/emmer-einkorn-co/buchweizen/

Buchweizen – Nährwerte, Kalorien und Inhaltsstoffe, in: Buchweizen-Infos.de, http://www.buchweizen-infos.de/naehrwerte-inhaltsstoffe.html

Wie gesund ist Buchweizen?, in: buchweizen-infos.de, http://www.buchweizen-infos.de/gesund.html

Buchweizen, in: eatsmarter.de, https://eatsmarter.de/lexikon/warenkunde/pseudogetreide/buchweizen

Pseudogetreide, in: bzfe.de, https://www.bzfe.de/inhalt/pseudogetreide-28441.html

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