Brustkrebs vorbeugen – geht das?

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Brustkrebs können Sie nicht sicher vorbeugen. Sie können jedoch Ihr Risiko senken, indem Sie die veränderbaren Einflussfaktoren vermeiden:

  • Vermeiden Sie Übergewicht, der Body Mass Index (BMI) sollte zwischen 20 und 25 liegen.
  • Genießen Sie Alkohol nur in Maßen – mehr als 125 ml Wein oder 250 ml Bier pro Tag erhöhen die Wahrscheinlichkeit, an Brustkrebs zu erkranken.
  • Verzichten Sie auf das Rauchen. Insbesondere in Verbindung mit Alkohol beeinflusst Nikotin das Brustkrebs-Risiko negativ.
  • Sorgen Sie für Bewegung in Ihrem Alltag. Dabei gilt: Je mehr, desto besser. Experten empfehlen 30 Minuten schnelles Gehen, Joggen oder Fahrradfahren an mindestens fünf Tagen der Woche.
 

Brustkrebs vorbeugen mit Bewegung

Bewegung kann nicht nur Brustkrebs vorbeugen, sondern ist auch sinnvoll, wenn die Erkrankung aufgetreten ist. Sie verbessert Symptome wie Erschöpfung (Fatigue) und Stressgefühle. Außerdem fördert es die Blutbildung und das Immunsystem. Auch viele Medikamente sind besser verträglich, wenn sich die Patientin regelmäßig bewegt. Wie viel und welcher Sport möglich ist, hängt dabei vom Zustand der Betroffenen ab. Sport senkt außerdem das Risiko, dass der Krebs erneut auftritt.

Mammografie-Screening
Mit einem Mammografie-Screening können Sie Brustkrebs zwar nicht vorbeugen, aber frühzeitig erkennen© alamy
 

Krebsvorsorge-Untersuchungen wahrnehmen, Brustkrebs frühzeitig erkennen

Frauen sollten außerdem regelmäßig die Krebsvorsorge-Untersuchungen wahrnehmen. Damit können sie Brustkrebs zwar nicht vorbeugen, aber frühzeitig erkennen. Je früher Brustkrebs entdeckt wird, umso besser sind die Heilungschancen. In fortgeschrittenen Stadien oder wenn der Brustkrebs erneut auftritt, sind die Heilungschancen deutlich geringer.

Seit 2002 werden Frauen zwischen 50 und 69 Jahren alle zwei Jahre zum Mammografie-Screening eingeladen. Die Teilnahme ist freiwillig, die Kosten übernimmt die gesetzliche Krankenkasse. Ziel ist es, Brustkrebs möglichst früh zu erkennen und damit die Heilungschancen zu verbessern. Studien zum Mammografie-Screening zeigen, dass es die Brustkrebs-Sterblichkeit bei den 50- bis 69-jährigen Frauen senkt. Da das Programm aber noch jung ist, ist eine endgültige Bewertung bislang nicht möglich.

 

Blinde ertasten Brustkrebs

In Deutschland gibt es immer mehr ausgebildete Blinde und Sehbehinderte, die eine Brustkrebsvorsorge anbieten. Vor acht Jahren rief der Gynäkologe Frank Hoffmann am Berufsförderungswerk für Blinde und Sehbehinderte (BFW) in Düren das Projekt "Discovering Hands" (deutsch: aufdeckende Hände) ins Leben: eine Ausbildung in Brustkrebsvorsorge. Inzwischen wird diese auch von weiteren Einrichtungen angeboten. Weil Sehbehinderte einen sehr feinen Tastsinn haben, entdecken sie oft früh und punktgenau kritische Stellen unter der Haut. Welche gynäkologischen Praxen und Kliniken die Tastuntersuchung anbieten, lesen Sie unter www.discovering-hands.de.

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