Brüchige Haare - was tun?

Redaktion PraxisVITA
Frau mit kritischem Blick hat einen Kamm und ihre Haare in der Hand
Brüchige Haare deuten häufig darauf hin, dass dem Körper Nährstoffe fehlen. © iStock/Tinatin1
Inhalt
  1. Die Ursachen für brüchige Haare
  2. Tipps für die Pflege:
  3. Mit Vitalstoffen gegen brüchige Haare
  4. Brüchige Haare: Wann sollte ich zum Arzt? 

Welche Ursache brüchige Haare haben, wie Sie ihnen vorbeugen können und wann Sie zum Arzt gehen sollten, erklärt Ihnen PraxisVita.

 

Die Ursachen für brüchige Haare

Bei brüchigen, spröden Haaren ist die äußere Schuppenschicht des Haars, die sogenannte Kutikula, beschädigt oder aufgeraut. Diese aus mehreren Lagen bestehende Schicht aus verhornten Zellen schützt das Haar vor Umwelteinflüssen. Bei kräftigen und gesunden Haaren bildet sie eine glatte Hülle. Dadurch besitzt das Haar einen schimmernden Glanz. Geschädigte Haare sehen dagegen stumpf und strohig aus. Bei ausgeprägter Schädigung können Teile dieser Schicht verloren gehen. Dann liegt der Faserstamm des Haares frei. Durch den fehlenden Schutz kann in diesem Stadium das Haar brechen und es kommt zum sogenannten Haarabriss. In seltenen Fällen können Probleme mit der Schilddrüse oder ein Vitalstoffmangel brüchige Haare verursachen. In der Regel sind aber eine falsche Pflege und Strapazen der Grund für das Problem. Damit es nicht soweit kommt, sollten Sie die folgenden Tipps beherzigen.

Haarpflege: Weniger ist oft mehr

Übertriebene oder falsche Pflege können die Haare auf Dauer schädigen. Zu häufiges Waschen, ungeeignete Shampoos, Kämmen und zu heißes Föhnen strapazieren das Haar. Haarfärbemittel, Dauerwellen, intensive Sonnenstrahlung und Chlorwasser können das Haar zusätzlich schädigen.

 

Tipps für die Pflege:

  • Benutzen Sie ein Shampoo, das für ihren Haartyp geeignet ist. Wenn Sie z. B. eher trockene Haare haben, sollten Sie kein Shampoo benutzen, dass die Haare zusätzlich austrocknet. Nutzen Sie stattdessen rückfettende und feuchtigkeitsspendende Pflegemittel.
  • Waschen Sie Ihre Haare nicht zu oft. Ein natürlicher Fettfilm, der in der Haarwurzel produziert wird und sich im Haar verteilt, schützt und pflegt die Haarstruktur. Einige Dermatologen empfehlen, das Haar nicht mehr als drei Mal pro Woche zu waschen.
  • Bei spröden, brüchigen Haaren helfen regelmäßige Haarkuren oder Spülungen mit Lipiden, Aminosäuren oder Panthenol. Die pflegenden Inhaltsstoffe versorgen die äußere Hornschicht mit neuer Feuchtigkeit und machen sie elastisch.Frau pflegt ihre Haarspitzen mit Öl
    Kokosöl, Olivenöl und Mandelöl pflegen die Haare und spenden Feuchtigkeit. © iStock/zest_marina
     
  • Zu heißes Föhnen, das Glätten mit heißen Glätteisen oder die Verwendung von Lockenstäben kann die Haare schädigen. Feuchte, aufgeweichte Haare sind besonders empfindlich.
  • Kämmen und Bürsten gehört zweifellos zu einer normalen Haarpflege. Zuviel macht Ihre Haare aber auch nicht schöner, sondern kann das Gegenteil bewirken. Die mechanische Belastung kann eine bereits geschädigte äußere Hornschicht zusätzlich aufrauen. Am besten benutzen Sie Kämme mit weiter auseinander stehenden Zinken.
  • Häufiges Kolorieren und Dauerwellen schwächen nicht nur die äußere Hülle der Haare, sondern können auch die innere Struktur des Haars schädigen. Bei brüchigen Haaren sollten Sie Ihrem Haar eine Auszeit gönnen.
 

Mit Vitalstoffen gegen brüchige Haare

Damit gesunde, kräftige Haare nachwachsen, ist eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Vitalstoffen notwendig. Für das Haarwachstum sind vor allem die Vitamine Biotin, Folsäure und B12 wichtig, sowie die Spurenelemente Zink, Eisen und Selen. Damit diese Nährstoffe an der Haarwurzel ankommen, sollten Sie nicht Rauchen und Alkohol meiden. Rauchen vermindert die Durchblutung und Alkohol hemmt die Aufnahme von Vitaminen und verbraucht beim Abbau Zink und andere Vitalstoffe.

 

Brüchige Haare: Wann sollte ich zum Arzt? 

Sollte trotz aller Pflegehinweise keine Besserung eintreten oder zu den brüchigen Haaren starker Haarausfall hinzukommen, sollten Sie einen Hautarzt aufsuchen. Dahinter können eine Schilddrüsenüberfunktion oder ein hormonelles Ungleichgewicht stecken. Vorübergehender Haarausfall kann aber auch durch Grippe, Scharlach, Gürtelrose oder Syphillis entstehen. Medikamente wie Blutdrucksenker, Blutverdünner, Antibiotika Säureblocker oder Psychopharmaka können das Haarwachstum stören.

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