Bronchitis beim Kind: So können Sie vorbeugen

Redaktion PraxisVITA
Bronchitis bei Kindern
Mit der richtigen Behandlung ist eine Bronchitis bei Kindern nach etwa zwei Wochen abgeheilt © Fotolia

Kinder leiden öfter an Infekten oder Erkältungen als Erwachsene. Die akute Bronchitis gehört zu den häufigsten Erkrankungen im Kindesalter. Eine Bronchitis beim Kind tritt besonders in den Herbst- und Wintermonaten auf. So beugen Sie vor.

Für Kindergartenkinder gibt es eigentlich nur zwei Jahreszeiten – die mit und die ohne Husten. Und sobald es wieder losgeht, stellen wir uns immer die gleiche Frage: Einfach den Hustensaft und das Inhalationsgerät mit Kochsalz rauskramen – oder doch ab zum Arzt? Als Faustregel gilt: Innerhalb von drei Tagen sollte sich der Klang des Hustens verändern – vom trockenen Hüsterchen zum feuchten Abhusten. Das klingt dann zwar bedrohlicher, bedeutet aber, dass sich der Schleim löst – ein gutes Zeichen.

 Bronchitis beim Kind oder Lungenentzündung?

 Hält der Husten hingegen unverändert an oder tritt er sogar in Begleitung von Fieber auf, muss der Arzt abklären, ob eine Bronchitis beim Kind vorliegt. Alarmstufe Rot ist angesagt, wenn das Kind „richtig krank“ wirkt, abgeschlagen ist, deutlich schneller atmet als sonst, über Schmerzen im Brustbereich klagt und die Atmung erschwert scheint – das können Anzeichen einer Lungenentzündung sein, die schnellstmöglich behandelt werden muss.

 Bronchitis beim Kind: Ursachen

Eine chronische Bronchitis beim Kind kann durch

entstehen.

Bronchitis bei Kindern
Bei Bronchitis sollten Kinder besonders viel trinken. Am besten eignen sich warme, ungesüßte Tees© Fotolia

Besonders häufig tritt eine asthmatische Bronchitis beim Kind auf. Der Grund: Sommersmog, Ozon und drückende Hitze sorgen für erhöhte Schadstoffbelastung. Besonders Menschen mit empfindlichen Bronchien haben darunter zu leiden, denn das ständige Einatmen von Schadstoffen aus der Umwelt belastet die Atemwege. Vor allem Kinder sind gefährdet, denn sie atmen etwa in Höhe der Auspuffgase von Autos.

So erklärt sich das erhöhte Risiko für chronische Atemwegserkrankungen bei Kindern. Aufgrund ihres noch nicht so ausgeprägten körpereigenen Abwehrsystems werden Schadstoffe viel schlechter weggesteckt. Nach Schätzungen leiden schon rund zwei Millionen Kinder in der Bundesrepublik unter einer asthmatischen Bronchitis.

 

Bronchitis beim Kind vorbeugen

Schon die ersten Hustenattacken müssen von Eltern unbedingt ernst genommen werden. Jetzt heißt es vorzubeugen, damit sich keine chronische Bronchitis beim Kind daraus entwickelt. Eine besonders wichtige Rolle spielt neben der medikamentösen die Flüssigkeitszufuhr. Nur wenn auch ausreichend getrunken wird, kann sich der festsitzende Schleim gut lösen und das Abhusten wird erleichtert. Wasser und warmer, ungesüßter Tee sind ideal. Auch Inhalieren ist eine effektive Maßnahme zur Behandlung von Bronchitis bei Kindern. Als alternative Behandlungsmethode können auch homöopathische Mittel zum Einsatz kommen. Achten Sie darauf, dass niemand in der Umgebung des Kindes raucht – das ist nicht nur ungesund, sondern schädigt auch gleichzeitig die Schleimhäute zusätzlich. Sorgen Sie dafür, dass Räume nicht überheizt sind und dass eine angenehme Luftfeuchtigkeit vorherrscht. Dazu können Sie feuchte Tücher über die Heizkörper hängen und in regelmäßigen Abständen eine „Stoßlüftung“ vornehmen.

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