Brokkoli: Der leckere Gesundmacher

Alexander Scherb

Angeblich ist er der Schrecken aller Kinder: Brokkoli. Sein etwas herberer Geschmack ist sicherlich nichts für jeden Gaumen, doch kaum ein anderes Gemüse kann mit so vielen Inhaltsstoffen glänzen und ist gleichzeitig so vielseitig in der Zubereitung.

Brokkoli enthält viele Vitamine und Nährstoffe
Brokkoli enthält viele wichtige Vitamine und Nährstoffe Foto:  iStock/creativeye99
Inhalt
  1. Ursprüngliches Verbreitungsgebiet von Brokkoli
  2. Vitamine und Nährstoffe: Das steckt in Brokkoli
  3. Brokkoli: Darum ist er so gesund
  4. Brokkoli-Geschmack
 

Ursprüngliches Verbreitungsgebiet von Brokkoli

Seinen Ursprung hat der Brokkoli in Kleinasien und war hier in Europa zunächst nur in Italien bekannt. Im 16. Jahrhundert gelang er dann nach Frankreich und England, wo er lange Zeit „italienischer Spargel“ genannt wurde. Im 18. Jahrhundert fand er dann auch seinen Weg in die Vereinigten Staaten. Noch heute liegt das Hauptanbaugebiet von Brokkoli in Italien. Allerdings gedeiht das Kreuzblütengewächs auch in Deutschland. Von Mai bis November findet man in Supermärkten heimisch angebauten Brokkoli.

 

Vitamine und Nährstoffe: Das steckt in Brokkoli

Brokkoli ist besonders bei Diäten beliebt, denn das grüne Gemüse hat auf 100 Gramm nur 34 Kilokalorien. Darüber hinaus kann Brokkoli aber auch mit jeder Menge Magnesium, Phosphat, Natrium und vor allem Kalium und Calcium punkten. Gerade die letzten beiden Mineralstoffe decken fast den Tagesbedarf eines Erwachsenen. Auch Vitamine sind reichlich enthalten. Neben Vitamin C (fast doppelt so viel wie bei Blumenkohl) und B-Vitaminen tun sich besonders Folsäure und Beta-Carotin hervor.

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Brokkoli: Darum ist er so gesund

Neben Vitaminen und Mineralstoffen stecken viele weitere gesundheitsfördernde Substanzen in Brokkoli. Zum Beispiel beugt das in ihm enthaltene Beta-Carotin Herz- und Gefäßkrankheiten vor und senkt den Cholesterinspiegel. Die in ihm enthaltene Sulforaphane sind quasi die Urstoffe von Senfölen und sollen eine krebshemmende Wirkung haben. 

 

Brokkoli-Geschmack

Sein Aroma erinnert entfernt an Spargel, was ihm eben auch seinen Spitznamen einbrachte.

Vorsicht bei…

Brokkoli-Sprossen (die jungen Triebe des Brokkoli) können bei übermäßigem Verzehr zu unangenehm riechenden Blähungen führen. Dies liegt an den in ihnen enthaltenen Senfölen (Sulforaphane), die in Sprossen in noch höherer Konzentration vorkommen, als im ausgewachsenen Brokkoli. Wie hoch diese Dosierung allerdings sein muss, konnte bisher nicht geklärt werden. Studien konnten selbst bei Personen, die 90 Milligramm Sulforaphan am Tag über mehrere Wochen einnahmen (ein Vielfaches über der enthaltenen Menge in Broccoli), keine Nebenwirkungen feststellen.

Brokkoli-Alternativen

Wer Brokkoli partout nicht mag, aber auf seine Nährstoffe nicht verzichten möchte, kann auf Gemüse mit ähnlichen Inhaltsstoffen zurückgreifen. Dazu gehören Spinat und verschiedene Kohlsorten wie Rosenkohl und Grünkohl. Einen adäquaten inhaltlichen Ersatz bieten sie allerdings nicht. Derart hohe Konzentrationen an Vitaminen und Mineralstoffen stecken in keinem vergleichbaren Gemüse. Mittlerweile gibt es die gesunde Wirkung von Brokkoli aber auch in Kapsel- oder Pulverform. Achten Sie beim Kauf im Internet auf das Biosiegel.  

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