Brite stirbt in Mazedonien – Ebola breitet sich in Europa aus

Ebola in Europa
Über London nach Mazedonien – der britische Tote kann sich nicht in Afrika angesteckt haben © Corbis

Zuerst Spanien, dann Frankreich, Tschechien und nun Mazedonien – die Zahl der europäischen Länder, in denen Ebola-Erkrankungen oder dringende Verdachtsfälle registriert wurden, schnellte in den letzten Tagen nach oben. Experten befürchten, dass die Epidemie in Europa angekommen ist – und sich weiter ausbreitet.

Nachdem sich Anfang Oktober eine Krankenschwester in Spanien mit dem tödlichen Ebola-Virus infiziert hatte, starb nun in einem Hotel in Mazedonien ein britischer Staatsbürger – wahrscheinlich an Ebola.

Das Erschreckende sei nach Aussagen von Behörden, dass der Mann sich nicht in Westafrika angesteckt habe. Demnach soll der Verstorbene am 2. Oktober von Großbritannien nach Skopje in Mazedonien geflogen sein. Am Donnerstag sei der Mann schließlich mit den für Ebola typischen Symptomen – wie z.B. starkem Fieber, Erbrechen und inneren Blutungen – in ein Krankenhaus gekommen, wo er noch am selben Tag verstarb.

 

Weitere Ansteckungen nicht ausschließbar

Wann die Krankheit bei dem Verstorbenen genau ausgebrochen ist – Ebola ist erst nach dem Auftreten der ersten Symptome ansteckend –, blieb zunächst unklar. Die Behörden können zurzeit aber nicht ausschließen, dass sich weitere Personen im Umfeld des Mannes mit dem tödlichen Virus infiziert haben.

Aus Sicherheitsgründen wurde das Hotel, in dem der Brite bis zu seiner Einlieferung in ein Krankenhaus gewohnt hatte, unter Quarantäne gestellt, um eine Verbreitung der Krankheit in Mazedonien zu unterdrücken.

 

Verdachtsfälle in Tschechien und Frankreich

Unterdessen wurde bekannt, dass auch ein 56-jähriger Mann aus Tschechien in einem Krankenhaus wegen des Verdachts auf Ebola isoliert worden sei. Der Mann aus Prag hatte sich zuvor in Liberia – das Land in Westafrika, wo es bisher die meisten Ebola-Todesfälle gab – aufgehalten.

Ebenfalls wegen des Verdachts auf Ebola wurde auch in Frankreich kürzlich ein ganzes Gebäude unter Quarantäne gestellt. Vier Personen, die unlängst aus Guinea angereist waren, hatten über starkes Fieber und Kopfschmerzen geklagt. Nach Behördenangaben hatte sich der Verdacht jedoch nicht bestätigt.

Hamburg, 10. Oktober 2014

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