Braucht die Welt fettarme Avocados?

Verena Elson
Ein Avocadobrot auf einem Holzbrett
Die Avocado hat den höchsten Fettgehalt unter den Obst- und Gemüsesorten – und das ist auch gut so. Denn das Fett der Frucht ist besonders gesund © iStock

Eine Avocado mit 30 Prozent weniger Fett – mit dieser Erfindung geht ein spanisches Unternehmen jetzt an den Markt. Ein Must-have für Ernährungsbewusste oder vollkommen überflüssig?

Nicht nur fettärmer soll sie sein, die von dem spanischen Unternehmen Eurobanan entwickelte Avocado: Die Hersteller versprechen eine Frucht, die schneller reift und langsamer braun wird. Doch wie sinnvoll ist überhaupt eine fettarme Avocado?

Nicht besonders. Denn der hohe Fettgehalt der Frucht ist ein Grund, warum sie so gesund ist. Die in der Avocado enthaltenen ungesättigten Fettsäuren senken den Cholesterinspiegel – eine Avocado täglich reicht dafür aus.

 

Hoher Fettgehalt hilft, Nährstoffe aufzunehmen

Zudem hilft das Fett in der Avocado dem Körper, die vielen Nährstoffe aufzunehmen, die in der Frucht stecken. Dazu zählen verschiedene Pflanzenstoffe, die unter anderem vor altersbedingten Augenschäden schützen und Krebs vorbeugen.

Aus demselben Grund macht der hohe Fettgehalt der Avocado sie zur perfekten Beilage. Denn der Körper benötigt Fett, um sogenannte fettlösliche Nährstoffe wie die Vitamine A (z.B. in Milch und Fisch), D (z.B. in Eigelb), E (z.B. in Getreide und Pflanzenölen) und K (z.B. in grünem Gemüse) zu verwerten.

Selbst für Sportler ist die Avocado ein echtes Superfood – und das Geheimnis liegt auch hierbei im Fett der Frucht. Ein darin enthaltenes Lipid namens Squalen versorgt die Zellen mit zusätzlichem Sauerstoff und verhilft Sportlern so zu mehr Kraft und Ausdauer.

© by WhatsBroadcast

Themen
Das könnte Sie auch interessieren
Copyright 2018 praxisvita.de. All rights reserved.