Brandwunden: Nährstoff unterstützt Heilung

Verena Elson
Vitamin-D-Kapseln
Nach Verbrennungen haben Betroffene meist einen besonders niedrigen Vitamin-D-Spiegel, zeigt eine britische Studie © iStock

Vitamin D unterstützt die Wundheilung nach Verbrennungen, das zeigt eine aktuelle Studie. Für Ärzte und Betroffene eine gute Nachricht – denn das Risiko für Komplikationen ist bei schweren Brandwunden erhöht.

Vitamin D ist für seine antibakterielle Wirkung bekannt – Wissenschaftler am Institute of Inflammation & Aging im britischen Birmingham untersuchten darum in ihrer aktuellen Studie die Rolle von Vitamin D bei der Heilung von Brandwunden. Die Ergebnisse wurden auf der jährlichen Konferenz der Society for Endocrinology in Harrogate vorgestellt.

Das Team um Professor Janet Lord und Dr. Khaled Al-Tarrah analysierte den Vitamin-D-Spiegel von Patienten mit schweren Verbrennungen und begleitete ihren Heilungsprozess für ein Jahr.

 

Wundheilung verläuft komplikationsloser mit hohem Vitamin-D-Spiegel

Dabei beobachteten sie, dass die Wundheilung bei Patienten mit einem hohen Vitamin-D-Spiegel schneller, mit weniger Komplikationen und weniger Narbenbildung verlief. Die Auswertungen zeigten außerdem, dass Patienten mit Brandwunden häufig einen niedrigen Vitamin-D-Spiegel haben.

„Schwere Brandverletzungen reduzieren den Vitamin-D-Spiegel schwerwiegend und dieses Vitamin zurückzugeben könnte ein einfacher, sicherer und kostengünstiger Weg sein, die Heilungschancen für Patienten mit Verbrennungen zu verbessern“, so Professor Lord in einer Pressemitteilung.

Bevor es zur medizinischen Anwendung kommt, muss die Vitamingabe als unterstützende Behandlung aber in klinischen Studien getestet werden. Das Team aus Birmingham will nun in weiteren Untersuchungen herausfinden, warum Brandverletzungen zu einem Absinken des Vitamin-D-Spiegels führen.

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