Botschaften der Hand

Das Raynaud-Syndrom sorgt vor allem bei Frauen für kalte Hände
Eine harmlose Gefäßkrankheit, das sogenannte Raynaud-Syndrom, sorgt vor allem bei Frauen für kalte Hände © Corbis

Leiden Sie unter versteckten Krankheiten? Wie hoch ist Ihr Allergie-Risiko? Sind Sie ein treuer Mensch? Lesen Sie hier, was unsere Hände sonst noch über uns aussagen können.

 

Eisfinger

Bei den Betroffenen passiert es innerhalb von Sekunden: Sobald ihre Fingerspitzen mit etwas Kaltem (Luft, Wasser, Metall) in Berührung kommen, werden sie schlagartig leichenblass und schmerzen. Der Grund: Das sogenannte Raynaud-Snydrom. Von der eher harmlosen Gefäßkrankheit sind zu 80 Prozent Frauen betroffen. Wissenschaftler vermuten, dass sie in vielen Fällen die Folge einer Chemotherapie ist.

 

Herz und Lunge

Wenn sich die Fingernägel unnatürlich vergrößern, rundlicher erscheinen und stärker nach außen hin wölben, sind das deutliche Anzeichen für eine schwere Erkrankung. Die sogenannten Uhrenglasnägel sind typisches Symptom eines Herzleidens, von Lungenproblemen oder einer Mukosvoszidose. Sie können sogar das erste Anzeichen eines Sauerstoffmangels durch exzessives Rauchen sein.

 

Fremdgänger

Wissenschaftler können mittlerweile einen engen Zusammenhang zwischen Fingerlänge und Charakter belegen. Frauen, bei denen der Ringfinger länger als der Zeigefinger ist, sind durchsetzungsstärker, aber weniger kommunikativ. Männer mit längerem Ringfinger sind einer Cambridge-Studie zufolge risikobereiter, aggressiver, erfolgreicher und neigen eher zum Fremdgehen.

 

Verfärbungen

Wenn die Hände an einigen Stellen rötliche bis violette Flecken aufweisen, ist häufig die sogenannte Schmetterlingsflechte Ursache. Von der Autoimmunkrankheit sind fast ausschließlich Frauen bis 45 betroffen. Die Erkrankung steht in Zusammenhang mit bestimmten weiblichen Hormonen, ist aber mit Kortison und anderen Medikamenten gut behandelbar.

 

Immunsystem

Die Lymphbahnen und -knoten spielen eine wichtige Rolle in unserem Abwehrsystem. Sie sind zum Beispiel für die Entsorgung gefährlicher Keime zuständig. Ist das vordere Fingerglied wie bei einem Trommelschlägel verdickt, deutet das unter anderem auf eine Lympherkrankung (Lymphangiektasie) hin. Häufig tritt das Symptom auch gemeinsam mit Uhrenglasnägeln auf.

 

Verschleiß oder Entzündung?

Angeschwollene Fingergelenke können sowohl eine Verschleißerscheinung (Arthrose) sein, als auch auf eine Entzündung (Arthritis) hindeuten. Machen Sie den Test: Ist die Schwellung weich und schmerzempfindlich, liegt eine Entzündung vor, die gut behandelt werden kann.

 

Ausdauer

In einer Studie stellten Wissenschaftler der Universität Northumbria fest, dass Menschen mit längeren Ringfingern (als Zeigefingern) bessere Ausdauerleistungen erzielen. Der Grund: Sie haben im Mutterleib mehr Testosteron abbekommen. Diese Entwicklungsstufe lässt sich an den Fingern ablesen, da sich Geschlecht und Hände etwa zur gleichen Zeit in der siebten Schwangerschaftswoche herausbilden.

 

Asthma

Asthma-Patienten sind oft daran zu erkennen, dass sie ungewöhnlich viele Linien und Furchen auf den Handflächen haben – häufig zickzackförmig angeordnet. Das Symptom kann allerdings auch auf Heuschnupfen, Nesselsucht und andere Allergien hinweisen.

 

Hautkrankheit

Leichte Formen der Autoimmunerkrankung Neurodermitis zeigen sich typischerweise an den Fingerkuppen und -zwischenräumen. Es bilden sich schuppige Stellen und schmerzhafte kleine Hautrisse – besonders, wenn die Hände oft Kontakt mit Wasser hatten.

 

Leberschaden

Gerötete Handinnenflächen deuten häufig darauf hin, dass die Leber nicht mehr richtig funktioniert. Dadurch kommt es zu Gefäßveränderungen im Körper. In den Handflächen erweitern sich die Adern, das ergibt die rötliche Färbung.

 

Diabetes-Abdruck

Zählen Sie die Rillen Ihres kleinen Fingers und des Daumens. Hat Ihr Daumen mehr als acht zusätzliche Rillen im Vergleich, liegt das Diabetes-Risiko sehr viel höher als üblich. Der Grund: Rillenstruktur und Bauchspeicheldrüse bilden sich gleichzeitig aus. Störungen unseres Zuckerstoffwechselorgans hinterlassen daher ihre Spuren im Fingerabdruck.

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