Borreliose: Diagnose durch einen Bluttest

Redaktion PraxisVITA
Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Bei Verdacht auf eine Borreliose stellt der Arzt die Diagnose anhand verschiedener Anhaltspunkte. In einem ausführlichen Gespräch (Anamnese) erkundigt er sich, ob und wann es einen Zeckenbiss gegeben hat. Außerdem fragt der Arzt nach Symptomen wie der charakteristischen Hautrötung (Wanderröte) und Fieber. Ein Bluttest sichert die Borreliose-Diagnose.

 

Borreliose-Diagnose: Körperliche Untersuchung und bildgebende Verfahren

Hat sich eine Zecke festgesogen, die Sie alleine nicht entfernen können, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Liegt der Zeckenbiss jedoch schon etwas länger zurück und Sie bemerken nun Symptome, wie zum Beispiel die typische Wanderröte, sollten Sie einen Arzt aufsuchen und ihm von dem Zeckenbiss berichten. Er wird zuerst eine körperliche Untersuchung durchführen und nach möglichen Verletzungen oder Auffälligkeiten suchen. Bleibt dies ergebnislos, wird er, um eine gesicherte Borreliose-Diagnose stellen zu können, bildgebende Verfahren und wahrscheinlich auch einen Bluttest durchführen.

Borreliose kann zu Gelenkschmerzen führen
Gelenkschmerzen können für den Arzt ein wichtiger Hinweis für die Borreliose-Diagnose sein© Fotolia
 

Für Borreliose-Diagnose wird das Blut auf Abwehrstoffe untersucht

Da die Symptome so vielfältig sind, reichen zur Borreliose-Diagnose ein Gespräch und eine körperliche Untersuchung meistens nicht aus. Ergänzend nimmt der Arzt eine Blutprobe, die speziell auf Abwehrstoffe (Antikörper) gegen Borrelien untersucht wird. Da das Immunsystem aber eine bestimmte „Vorlaufzeit“ braucht, um ausreichend Antikörper zu produzieren, ist diese Untersuchung erst etwa drei Wochen nach dem Zeckenbiss aussagekräftig. In manchen Fällen lässt sich auch der Erreger selbst nachweisen, zum Beispiel in einer Gewebeprobe der Haut oder in der Gelenkflüssigkeit. Die Wahrscheinlichkeit, dass das Ergebnis fälschlicherweise negativ ausfällt, ist allerdings hoch.

 

Zur Diagnose einer Neuroborreliose wird Nervenwasser untersucht

Speziell bei Symptomen einer Neuroborreliose, zum Beispiel Nervenschmerzen und Lähmungen, kann auch eine Untersuchung des Nervenwassers (Liquor) hilfreich sein. Mittels einer Liquorpunktion entnimmt der Arzt die Flüssigkeit aus dem unteren Rückenmarkskanal. Bei einer Borreliose lassen sich im Liquor ein erhöhter Gehalt an Eiweiß, Lymphzellen und Borreliose-Antikörpern feststellen.

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