Borreliose: Avril Lavigne geht es besser

Avril Lavigne
Die Borreliose-Erkrankung von Avril Lavigne blieb lange unerkannt © Imago, Fotolia

Die kanadische Sängerin gab vor einigen Monaten bekannt, dass sie durch einen Zeckenbiss an der sogenannten Lyme-Borreliose erkrankt ist. Jetzt erzählt sie von ihrem Kampf gegen die Krankheit.

Ihr gehe es schon „viel besser“ sagte die Sängerin in der Fernsehshow Good Morning America. Sie sei sich sicher, dass sie sich wieder zu „100 Prozent erholt“. Vor nicht einmal einem Jahr hatte sie Probleme, zu atmen, konnte nicht mehr richtig reden oder sich bewegen.

Dabei ging es ihr wie vielen anderen von einer Borreliose betroffenen: Die Krankheit wurde lange nicht erkannt. „Ich konnte nicht mehr aufstehen und Ärzte kamen, sahen mich an und notierten auf ihrem Tablet: chronisches Erschöpfungssyndrom“, so die Sängerin. Weil ihr die Kraft für ihre größte Leidenschaft, die Musik, fehlte, kam die Frage auf: „Avril, hast du eine Depression?“ Erst nachdem ihre Beschwerden in einem Urlaub mit Freunden unerträglich geworden waren, bekam sie die richtige Diagnose.

 

Avril: Behandlung zur Hälfte überstanden

„Jetzt bin ich zur Hälfte mit der Behandlung durch“, so Avril. Grund für sie, eine Botschaft an andere Betroffene zu adressieren: „Am Anfang kann man es nicht glauben, aber es gibt Hoffnung – mit der richtigen Behandlung.“ Gerade darum sei es ihr wichtig, die Krankheit in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. Nur so könnte anderen ein langer Leidensweg erspart bleiben.

Bei der Borreliose handelt es sich um eine Infektionskrankheit, die zu Nervenschäden und chronischen Schmerzen führen kann. Damit infizierte Zecken lassen sich deutschlandweit finden. Erster Hinweis, dass der Blutsauger womöglich ein Borreliose-Überträger ist, ist die sogenannte Wanderröte. Dabei bildet sich ein kreisrunder roter Ausschlag um die Einstichstelle. Dieser tritt nach wenigen Tagen auf, spätestens nach etwa vier Wochen. Im Lauf der Zeit wird er größer, "wandert" nach außen.

 

Wie wird die Borreliose behandelt?

Eine Therapie sollte möglichst frühzeitig beginnen, um die Ausbreitung der Borrelien rasch einzudämmen. Der Arzt verschreibt bestimmte Antibiotika – je nach Stadium der Krankheit. Naturheilkundler empfehlen darüber hinaus die Wurzel der Wilden Karde. Sie enthält keimtötende und blutreinigende Inhaltsstoffe und wirkt dadurch wie ein natürliches Antibiotikum. Tipp: Dreimal täglich fünf bis 30 Tropfen Karde-Tinktur (Apotheke) einnehmen.

 

Schutz vor Zecken

Zecken lauern in Wiesen, auf Sträuchern oder im Unterholz. Sobald ein Wirt (Mensch, Hund...) an den Pflanzen vorbeistreift, klammern sich die winzigen Blutsauger blitzschnell an seinem Körper fest. Bei einem Biss verankern sie die Widerhaken ihres Stechrüssels in der Haut und saugen sich mit Blut voll.

Den besten Schutz vor Zecken bieten neben passender Kleidung (Lange Ärmel und Hosenbeine, geschlossene Schuhe) Abwehrmittel, sogenannte Repellents. Diese halten die Blutsauger für eine bestimmte Zeit fern. Das Problem: Die meisten Mittel riechen unangenehm, reizen die Schleimhäute, können nicht dauerhaft aufgetragen werden. Außerdem sind sie für Kinder und Jugendliche nicht geeignet. Alternativ können Mittel auf Basis ätherischer Öle genutzt werden (zum Beispiel Soventol PROTECT, Apotheke).

Hamburg, 30. Juni 2015

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