Blutzucker per Scanner testen

Blutzucker messen
Damit ist bald Schluss: Mit dem neuen Blutzucker-Messgerät können sich Diabetiker das schmerzhafte Pieksen in den Finger sparen, sondern den Blutzucker per Scanner testen © Fotolia

Zuckermessen ohne Pieks: Mit einem neuen System können Diabetiker ihren Blutzuckerwert per Scanner ermitteln. Wie das funktioniert, wie viel es kostet und woher Sie das Gerät bekommen, erfahren Sie hier.

 

Blutzuckerwerte werden auf ein Lesegerät übertragen

Mit schmerzhaftem Pieksen in den Finger ist für Diabetiker jetzt Schluss. Denn ein neu entwickeltes Messgerät ermöglicht das Blutzuckermessen per Scanner. Bei dem sogenannten Flash Glucose Messsystem von Abbott werden die in einem Sensor am Arm gespeicherten Blutzuckerwerte auf ein Lesegerät übertragen.

Dazu klebt sich der Patient ein Pflaster auf den Oberarm, das ungefähr so groß ist wie eine Zwei-Euro-Münze. An der Unterseite des Pflasters ist ein fadenähnlicher Sensor befestigt, der beim Anbringen des Pflasters ins Unterhautgewebe eindringt und dort den Blutzuckerwert misst. Das dazugehörige Lesegerät zeigt nach einem leichten Streichen, einem „Scan“, über den Oberarm den aktuellen Blutzuckerwert, ein Glukoseprotokoll über die letzten acht Stunden und einen Trend, in welche Richtung der Blutzucker sich gerade bewegt. Dieser Messvorgang ist im Gegensatz zum herkömmlichen Pieksen schmerzfrei. Der Sensor bleibt zwei Wochen unter der Haut, danach muss er ausgewechselt werden.

 

Unauffällig den Blutzucker testen

Da der Scanner auch durch die Kleidung funktioniert, können Diabetiker zukünftig unauffälliger ihren Blutzucker testen. Das Verfahren ist außerdem hygienischer als das Pieksen in den Finger und geht deutlich schneller.

 

Kosten und Erwerb des Blutzuckermessgeräts

Das „Flash Glucose Messsystem“ kommt in fünf bis sechs Wochen auf den Markt. Dann kann es ausschließlich über die Firma Abbott direkt bezogen werden, nicht über Apotheken. Das Lesegerät kostet 150-200 Euro. Die Ausgaben für die Sensoren, die alle zwei Wochen angeschafft werden müssen, belaufen sich auf rund 50 Euro. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten bislang nicht.

Hersteller, wie z.B. die Firma Roche, bieten dagegen mit dem Accu-Check Aviva Connect ein ausgezeichnetes und dennoch erheblich preiswerteres System zur Blutzuckermessung an. Mit dem bewährten Accu-Check-System kommen Sie zwar nicht um den kleinen Pieks herum, können aber Ihre Blutzuckermessungen ebenfalls über eine Bluetooth-Verbindung auf eine Smartphone-App übertragen und so ihre Werte in einem elektronischen Tagebuch dokumentieren lassen. Um das brandneue Gerät von Roche kostenlos zu testen, klicken Sie hier.

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