Blutvergiftung: Ursachen sind meist bakterielle Infektionen

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung
  7. 7. Das sagt der Experte

Eine Blutvergiftung hat ihre Ursachen in einer Infektion mit Bakterien, seltener mit Viren, Pilzen oder Parasiten. Normalerweise bekämpft das Immunsystem des Körpers die Erreger, sodass die Infektion auf ihren Ursprungsort (Infektionsherd) begrenzt bleibt. Bei einer Sepsis jedoch gelingt dies dem Immunsystem nicht und die Erreger gelangen mitsamt ihren Giftstoffen in die Blutbahn.

So breiten sie sich im ganzen Körper aus und gelangen in andere Organe. Das Immunsystem versucht, mit Entzündungsreaktionen die Erreger zu bekämpfen – oft erfolglos, aber mit schwerwiegenden Folgen für den Körper: Es entstehen Blutgefäß- und Gewebeschäden bis hin zu Organschäden. Prinzipiell kann jede Infektion zu einer Blutvergiftung führen. Eine der häufigsten Ursachen ist eine Lungenentzündung (Pneumonie).

 

Sepsis-Ursachen und Infektionsherde

  • Entzündungen der Haut (Wundinfektionen)
  • Entzündungen der Harn- und Geschlechtsorgane (Urogenitaltrakt)
  • Entzündungen des Nabels bei Neugeborenen
  • Infektionen des Hals-Nasen-Ohren-Bereichs, wie eine Mandelentzündung (Tonsillitis), Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) oder Ohrentzündung (Otitis)
  • Entzündungen des Darms
  • Entzündungen der Gallenwege (Cholangitis)
  • Entzündungen des Herzens (infektiöse Endokarditis)

Für eine Blutvergiftung gibt es bestimmte Risikofaktoren und Risikogruppen. Häufig entsteht eine Blutvergiftung, wenn sich der Erreger stark vermehrt. Besonders gefährdet sind Menschen mit einem geschwächten Immunsystem, zum Beispiel aufgrund einer Erkrankung (wie HIV-Infektion) oder der Einnahme bestimmter Medikamente, die das Immunsystem hemmen (sogenannte Immunsuppressiva oder Zytostatika).

 

Wann ist das Risiko für eine Blutvergiftung erhöht?

  • nach Krankenhausinfektionen (nosokomiale Infektion)
  • nach Operationen
  • nach Infektionen infolge von Fremdkörpern wie Kathetern oder Implantaten im Körper
  • bei der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)
  • bei Krebserkrankungen
  • bei Alkohol- und Drogenmissbrauch
  • im Endstadium von Leberkrankheiten (Leberzirrhose)
  • bei älteren Menschen
  • bei Säuglingen und Kleinkindern
Symptome
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