Blutvergiftung: Behandlung muss sofort erfolgen

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung
  7. 7. Das sagt der Experte

Suchen Sie beim geringsten Verdacht auf eine Blutvergiftung unverzüglich einen Arzt auf, damit dieser die Diagnose stellen kann. Denn eine Blutvergiftung bedarf einer umgehenden Behandlung, da sie innerhalb kürzester Zeit lebensgefährlich ist.

Eine einfache Sepsis lässt sich medikamentös behandeln. Da meist Bakterien der Auslöser einer Blutvergiftung sind, kommen zur Behandlung Antibiotika zum Einsatz. Dabei ist es wichtig, den genauen Erreger zu kennen, denn so kann ein Antibiotikum eingesetzt werden, das gezielt gegen das jeweilige Bakterium wirkt. Der Arzt bestimmt den exakten Erreger mithilfe einer Bakterienkultur, die im Labor angelegt wird. Bis jedoch die Ergebnisse der Untersuchung bekannt sind, kommt oft ein sogenanntes Breitbandantibiotikum zum Einsatz, das gegen eine möglichst große Anzahl von Erregern wirkt.

 

Sepsis: Infektionsherd operativ entfernen

Bei der Behandlung einer Blutvergiftung ist es notwendig, den ursprünglichen Infektionsherd zu identifizieren und zu beseitigen (sanieren). Dies verhindert, dass weitere Erreger in die Blutbahn gelangen. Unter Umständen wird der Infektionsherd operativ entfernt.

 

Mit Blutvergiftung auf die Intensivstation

Die Behandlung einer  schweren Sepsis oder eines septischen Schocks erfolgt in der Regel auf der Intensivstation im Krankenhaus. Ziel der Behandlung ist es, den Kreislauf zu stabilisieren und den abfallenden Blutdruck mit Medikamenten zu behandeln. Außerdem gilt es, mögliche Ausfälle von Organen zu kompensieren.

 

Weitere Behandlungsmöglichkeiten bei einer Blutvergiftung

  • Nierenersatztherapie bei Nierenversagen (zum Beispiel Dialyse)
  • künstliche Beatmung
  • künstliche Ernährung
  • Kontrolle des Blutzuckers (eventuell Insulintherapie)
  • Schmerztherapie (Schmerzmittelgabe)
Vorbeugung
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