Blutiger Auswurf: Was bedeutet er?

Verena Elson Medizinredakteurin

Blutiger Auswurf kann auf eine ernsthafte Erkrankung hinweisen und sollte in jedem Fall medizinisch abgeklärt werden. Wie kommt es zu blutigem Auswurf?

Ein Taschentuch mit Blutflecken
Blutiger Auswurf kann extrem beunruhigen – doch nicht immer steckt eine lebensbedrohliche Erkrankung dahinter Foto:  iStock/Osobystist
Inhalt
  1. Ursachen von blutigem Auswurf
  2. Hämoptoe – was steckt hinter „Bluthusten“?
  3. Wie läuft bei blutigem Auswurf die Diagnose ab?

Als Auswurf wird beim Husten abgesondertes Sekret bezeichnet. Bei Infekten wie einer Erkältung oder Bronchitis ist dieses in der Regel klar oder weißlich, es kann dabei aber auch zu gelbem oder grünlichem Auswurf kommen. Beides ist im Zuge eines „harmlosen“ Infekts normal und kein Grund zur Beunruhigung. Sieht es allerdings so aus, als ob sich in dem abgehusteten Schleim Blutbeimengungen befinden, ist dies ein Alarmzeichen, das von einem Arzt abgeklärt werden sollte.

 

Ursachen von blutigem Auswurf

Blutiger Auswurf ist nicht zwangsläufig ein Anzeichen einer lebensbedrohlichen Erkrankung. Leichte Blutbeimengungen im Auswurf können beispielsweise bei einer schweren Bronchitis entstehen, ausgelöst durch kleine Verletzungen der Schleimhäute. Auch dann sollte aber in jedem Fall ein Arztbesuch erfolgen.

Darüber hinaus können aber auch potenziell lebensbedrohliche Erkrankungen hinter blutigem Auswurf stecken:

 

Hämoptoe – was steckt hinter „Bluthusten“?

Wenn es sich bei dem abgehusteten Sekret nicht um Schleim mit Blutspuren, sondern um größere Blutmengen handelt, sollte ein Notarzt gerufen werden. Hinter der Hämoptoe, umgangssprachlich Bluthusten genannt, können folgende Erkrankungen stecken:

 

Wie läuft bei blutigem Auswurf die Diagnose ab?

Schon die genaue Beschreibung der Farbe des Auswurfs kann dem Arzt Anhaltspunkte für die Diagnose liefern: So weist rostbrauner Auswurf auf eine Lungenentzündung hin, während rosafarbener Auswurf eher für ein Lungenödem spricht. Hellroter Auswurf kann ein Hinweis auf Lungenkrebs oder eine Entzündung der Luftröhre sein.

Zunächst erfolgt in der Regel eine körperliche Untersuchung und genaue Befragung zu Krankengeschichte und Farbe sowie Menge des Auswurfs. Weitere Schritte sind eine Blutanalyse und bildgebende Untersuchungsmethoden, um die Ursache der Blutung zu ermitteln. Zu diesen Verfahren gehören:

  • Röntgen des Brustkorbs
  • Bronchoskopie (Über eine durch Nase oder Mund in die Luftröhre eingeführte Sonde werden Luftröhre und Bronchien untersucht)
  • CT oder MRT der Lunge

Quelle:
Dr. Schäffler, Arne (Hrsg.), 2008: Gesundheit heute: Krankheit – Diagnose – Therapie. München: Knaur.
 

Das könnte Sie auch interessieren
Themen
Copyright 2019 praxisvita.de. All rights reserved.