Blasenentzündung – Ursachen sind unterschiedlich

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

In der Regel sind Bakterien die Ursache einer Blasenentzündung. Der häufigste Erreger ist das Darmbakterium Escherichia coli (E. coli). Das im menschlichen Darm natürlich vorkommende, stäbchenförmige Bakterium ist in 80 Prozent der Fälle der Auslöser eines Harnwegsinfekts. Weitere Verursacher sind andere Bakterien sowie Viren, Pilze oder Würmer.

Illustration einer Blasenentzündung
Bei einer Blasenentzündung steigen Krankheitserreger in die Harnblase auf und lösen dort eine Entzündung aus© Shutterstock

Die Erreger gelangen in die Harnröhre, wo sie sich stark vermehren. Anschließend steigen sie in die Harnblase auf und lösen dort die Entzündung aus. In den meisten Fällen passiert dies, wenn nach dem Stuhlgang falsch gesäubert wird, also von hinten nach vorne und nicht in Richtung After. Doch es gibt weitere Auslöser, die bei einer Blasenentzündung mögliche Ursachen sind.

 

Blasenentzündung – die häufigsten Ursachen

  • StoffwechselkrankheitenBeispielsweise Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit).
  • Abwehrschwäche (Immunschwäche).
  • Schwangerschaft: Bei Frauen in der Schwangerschaft sind die Harnleiter erweitert, sodass Erreger leichter in die Harnblase aufsteigen können. Vier bis zehn Prozent aller schwangeren Frauen entwickeln einen Harnwegsinfekt. Dieser sollte sofort behandelt werden, da er zu einer Früh- oder Fehlgeburt führen kann.
  • Häufiger Geschlechtsverkehr: Auch hierbei können Bakterien in die Harnröhre und anschließend in die Blase gelangen. Der Begriff „Honeymoon-Zystitis“ (zu Deutsch: Flitterwochen-Blasenentzündung) bezeichnet eine Blasenentzündung bei sexuell aktiven Menschen.
  • Verhütung: Verwendung eines Diaphragmas oder spermienabtötender Mittel zur Empfängnisverhütung bei Frauen.
  • Radioaktive Strahlung (sogenannte Strahlenzystitis).
  • Medikamente: Nebenwirkungen bestimmter Arzneien (vor allem sogenannte Immunsuppressiva, die Abwehrreaktionen abschwächen, zum Beispiel Zytostatika, aber auch Medikamente der Chemotherapie, die die Blasenschleimhaut so stark angreifen, dass Entzündungen entstehen können).
  • Katheter: Mechanische Reizungen der Harnröhre, beispielsweise durch einen Katheter. Besonders Dauerkatheter zählen bei Blasenentzündung zu den Ursachen.
  • Geringe Trinkmenge: Wer weniger als zwei Liter Wasser täglich trinkt, erhöht das Risiko einer Erkrankung. Grund: Die Harnwege werden nicht ausreichend durchgespült und Bakterien können sich vermehrt festsetzen.
  • Harnabfluss-Störungen: Wenn der Urin nicht vollständig abfließen kann oder aus der Blase zurück in die Niere gelangt, erhöht sich das Risiko einer Blasenentzündung. Die Bakterien, die normalerweise mit dem Harn ausgeschieden werden, bleiben länger in der Blase.
Packungsbeilage eines Medikaments
Bestimmte Medikamente können eine Blasenentzündung verursachen© Fotolia
 

Mögliche Ursachen für Harnabfluss-Störungen

  • Verengungen der Harnröhre
  • Prostatavergrößerung beim Mann
  • Harnsteine
  • Angeborene Fehlbildungen
  • Geschwüre (Tumoren)
Symptome
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