Blasenentzündung beim Mann

Ein Mann sitzt auf der Toilette
Häufiger Harndrang und Schmerzen beim Wasserlassen sind typische Symptome der Blasenentzündung beim Mann © Fotolia

Eine Blasenentzündung beim Mann deutet häufig auf eine andere Krankheit hin und sollte immer behandelt werden – so erkennen Sie die Erkrankung.

Frauen leiden viermal so häufig an einer Blasenentzündung wie Männer. Das liegt daran, dass die weibliche Harnröhre kürzer ist als die männliche und Krankheitserreger die Blase der Frau so leichter erreichen. Dennoch können auch Männer an einem Harnwegsinfekt erkranken.

 

Ursachen der Blasenentzündung beim Mann

Die Blasenentzündung beim Mann tritt selten vor dem 50. Lebensjahr auf, meist erkranken Männer zwischen 60 und 70. Die Ursache ist dann in vielen Fällen ein Prostataleiden, beispielsweise eine Entzündung der Prostata (Vorsteherdrüse). Auch eine gutartige Prostatavergrößerung kann zu einer Blasenentzündung beim Mann führen. Denn dieses häufig im Alter auftretende Phänomen führt dazu, dass der Harnabfluss gestört wird – betroffene Männer haben Probleme, ihre Blase vollständig zu leeren. In dem zurückbleibenden Harn können sich leicht Bakterien ansiedeln, die zu einer Blasenentzündung führen. Weitere begünstigende Faktoren einer Blasenentzündung beim Mann sind eine Unterkühlung, eine Abwehrschwäche oder Grunderkrankungen wie Diabetes.

 

Symptome der Blasenentzündung bei Männern

Symptome wie starker Harndrang, wenig Urin, Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen, ungewollter Harnverlust oder Blut im Urin können auf eine Blasenentzündung beim Mann hindeuten. Betroffene sollten dann einen Urologen aufsuchen.

 

So wird eine Blasenentzündung beim Mann behandelt

Die Blasenentzündung beim Mann wird meist mit Antibiotika behandelt. Wichtig ist außerdem, die Ursache des Infekts zu ermitteln und diese zu behandeln – bei einer Prostatavergrößerung beispielsweise mit entsprechenden Medikamenten. Einige Hausmittel können Männer unterstützend anwenden, um ihre Beschwerden zu lindern, dazu zählen Tees mit Goldrutenkraut und Birkenblättern. Außerdem gilt: Viel trinken und den Unterleib immer warmhalten.

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