Blasen: So halten Sie Ihre Füße fit

Funktionssocken können Blasen verhindern
Weiche Funktionssocken können Blasen verhindern und saugen Schweiß auf © Fotolia

Beim Wandern und Radeln müssen sie viel leisten – deshalb verdienen sie Extrapflege und Schutz.

Die Lust am Wandern oder Radfahren vergeht im Nu, sobald jeder Schritt oder Tritt schmerzt. Ein großer Spaßverderber sind Blasen. Sie bilden sich meist durch Druck oder Scheuern an den Fersen oder Zehen, wenn die Schuhe schlecht sitzen oder die Socken Falten bilden. Doch Blasen kann man verhindern.

Die erste Regel: Nie eine Wander- oder Radtour mit nagelneuen Schuhen starten! Am besten ist es, sie vorher auf kürzeren Strecken einzulaufen. Optimal sind bequeme und atmungsaktive Schuhe, die für ein gesundes Fußklima sorgen. Vermeiden Sie Schuhe, die mit Kunststoff beschichtet sind. Achten Sie beim Kauf auf den Hinweis „Obermaterial Leder". Wichtig ist, dass der Schuh an der Ferse fest sitzt und die Zehen frei sind. Achtung: Probieren Sie Schuhe am Nachmittag an, wenn die Füße bereits beansprucht sind.

Die zweite Regel: Weiche Funktionssocken reiben nicht und saugen den Schweiß auf. Experten vom Wanderverband empfehlen auch sehr dünne Synthetiksocken unter Baumwoll- oder Wollsocken.

Empfindliche Stellen schützt man mit fetthaltigen Cremes oder Blasenpflaster. Außerdem empfiehlt es sich, bei Pausen Schuhe und Socken auszuziehen und selbst winzige Schmutzpartikel zu entfernen. Wenn Sie dabei bereits kleine Blasen entdecken, sollten Sie sie gleich mit Desinfektionsspray reinigen, mit einer sterilen Nadel (aus der Apotheke) öffnen und mit einem Blasenpflaster abdecken. Wichtig: die oberen Hautschichten nie abreißen oder abschneiden!

In Turnschuhen kommen Füße schnell ins Schwitzen und leisten Pilzen an Haut und Nagel Vorschub. In Wanderschuhen sind vor allem Nägel gefährdet, wenn großer Druck – etwa beim Bergauf- oder Bergabgehen – auf ihnen lastet. Spezielle Pflegemittel versorgen die Haut mit wichtigen Nährstoffen, halten sie gesund und vital und sind die beste Prophylaxe. Fußpilz sollte grundsätzlich und radikal schon im Anfangsstadium behandelt werden. Das gilt vor allem, wenn sich erste Hautver-änderungen zwischen den Zehen zeigen – von kleinen Rissen bis zu ersten Hautablösungen. Mit einem Antimykotikum die Füße jeden Tag einreiben, Schuhe und Socken desinfizieren.

Durch starke Druckbelastung gerade beim Wandern kann sich auch schnell Hornhaut an den Füßen bilden. Vorsorge trifft, wer sie vorher und hinterher gut eincremt. Das hält die Haut geschmeidig und wirkt gleichzeitig vorbeugend. Und dazu gibt es noch Omas Pflegetipp: Baden Sie Ihre rauen, müden und strapazierten Füße zehn Minuten in warmem Wasser, bearbeiten Sie die Fußsohlen vorsichtig mit einem Bimsstein und reiben Sie sie anschließend gut mit Olivenöl ein. Das ist eine wahre Wohltat und macht die Füße am Ende wieder streichelzart.

Quelle: Funkuhr, 19/2011

Das könnte Sie auch interessieren
Themen
Copyright 2018 praxisvita.de. All rights reserved.