Biorhythmus der Symptome

Ein Mann hat Kopfschmerzen
Kopfschmerzen am Morgen können auf eine Schlafapnoe hindeuten, während abends häufiger Spannungskopfschmerzen auftreten © Fotolia

Kopfschmerzen können morgens um neun Uhr etwas anderes bedeuten als abends um 18 Uhr – hier erfahren Sie, wann bestimmte Symptome was bedeuten.

 

Kopfschmerzen

Morgens: Wenn Sie mit Kopfschmerzen aufwachen, könnte dahinter eine Schlafapnoe stecken. Diese entsteht, wenn Menschen so stark schnarchen, dass es zu nächtlichen Atemaussetzern kommt. Bei jedem dieser Aussetzer wird der Schlaf kurzzeitig unterbrochen, auch wenn der Betroffene das meist nicht mitbekommt. Der gestörte Schlaf führt dazu, dass Schlafapnoe-Patienten häufig am Morgen Kopfschmerzen haben.

Tagsüber: Kopfschmerzen, die den ganzen Tag über andauern, können auf eine Dehydrierung hinweisen. Denn bekommt der Körper zu wenig Flüssigkeit, wird das Blut dickflüssiger. In diesem Zustand kann es sehr kleine Gefäße nicht mehr so effektiv durchfließen und das betroffene Gewebe wird unzureichend mit Sauerstoff versorgt und das Gehirn ist von besonders vielen sehr feinen Gefäßen umgeben. Experten raten darum, täglich mindestens zwei Liter Flüssigkeit aufzunehmen.

Abends: Am Tagesende können Stress und ermüdete Augen Spannungskopfschmerzen auslösen. Wenn die das Auge umgebenden Muskeln den ganzen Tag von der Bildschirmarbeit stark angespannt waren und anfangen zu krampfen, werden Schmerzsignale an das Gehirn gesendet und es kommt zu Kopfschmerzen. Typisch für Spannungskopfschmerzen ist, dass die Beschwerden in den Schläfen sitzen. Um ihnen vorzubeugen, sollte der Blick während der Büroarbeit regelmäßig vom Bildschirm abgewendet werden, um die Augen zu entspannen.

 

Husten

Morgens: Husten nach dem Aufwachen kann ein Anzeichen einer Entzündung der Atemwege sein, beispielsweise eine Bronchitis, Asthma oder COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung). Betroffene müssen dann meist Schleim abhusten, der sich über Nacht angesammelt hat. Doch auch bei Rauchern kommt morgendliches Husten häufig vor.

Tagsüber: Für Husten, der den ganzen Tag nicht verschwindet, gibt es verschiedene Ursachen. Die häufigste ist eine Erkältung oder Grippe. Tritt der Husten vermehrt nach den Mahlzeiten auf, deutet er auf einen Reflux hin, bei dem Magensäure in die Speiseröhre fließt. Einem Reflux lässt sich durch zahlreiche Maßnahmen entgegenwirken. Auch Medikamente können Hustenreiz auslösen, besonders sogenannte ACE-Hemmer, die zur Regulierung des Blutdrucks dienen.

Nachts: Hinter nächtlichen Hustenanfällen kann Asthma stecken. Der Grund: Nachts atmen wir langsamer und die Bronchien verengen sich. Da bei Asthmapatienten die Atemwege entzündungsbedingt sowieso schon verengt sind, kann die Schlafatmung bei ihnen Hustenanfälle auslösen.

 

Niesen

Morgens: Morgendliches Niesen deutet häufig auf eine Hausstauballergie hin. Da Betroffene die ganze Nacht über den Hausstaubmilben auf der Matratze ausgesetzt sind, wachen sie mit einer laufenden Nase und Niesattacken auf. Experten bezeichnen dieses Phänomen als allergische Rhinitis (allergischer Schnupfen).

Tagsüber: Kommt der Niesreiz über den Tag verteilt immer wieder, ist es wahrscheinlicher, dass eine Erkältung dahintersteckt. Denn diese ist nicht abhängig vom Auftreten bestimmter Allergene und macht dem Betroffenen den ganzen Tag über Beschwerden.

Abends: Niesen am Abend kann ebenfalls auf eine Hausstauballergie hinweisen – besonders, wenn es gehäuft im Bett auftritt. Denn beim Hinlegen und Umdrehen wird Staub aufgewirbelt, der den Niesreiz auslösen kann.

Hamburg, 10. November 2015

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