Bikram Yoga: Wie schweißtreibend ist Hot Yoga wirklich?

Redaktion PraxisVITA

Beim Bikram Yoga geht es vor allem um eines: Schwitzen. Deshalb wird diese Form auch Hot Yoga genannt. Dabei werden Kraft, Beweglichkeit und Atmung trainiert. 

Yoga-Gruppe führt Übung durch
Power Yoga ist ein intensives Ganzkörpertraining; mentale Stärke wird aber trotzdem auch hier trainiert Foto:  iStock/fizkes
Inhalt
  1. Was ist Bikram Yoga?
  2. Wie funktioniert Bikram Yoga?
  3. Welche Funktion hat die Hitze bei diesem Yoga-Stil?
  4. Bikram Yoga: Die 26 Übungen
  5. Für wen eignet sich Hot Yoga – und für wen nicht?
  6. Diese Vorteile bietet Bikram Yoga
  7. Kritik am Bikram Yoga

Bikram Yoga stammt vom indischen Yogameister Bikram Choudhury und wurde in den 1970er-Jahren in den USA populär. Später schwappte der Trend auch nach Europa und seit einigen Jahren gibt es einen absoluten Hype um die Praxis. 

 

Was ist Bikram Yoga?

Ein Raum, 90 Minuten, 26 Übungen im ständigen Rhythmus und all das bei 40 Grad Celsius und rund 40 Prozent Luftfeuchtigkeit – das bringt so ziemlich jeden ins Schwitzen und nennt sich Bikram Yoga.

Kein Wunder, dass diese Yogapraxis auch gerne Hot Yoga genannt wird. Hierbei soll es um Kraft und Atmung gehen, aber auch um Flexibilität. Spiritualität spielt bei dieser Form des Yogas eine untergeordnete Rolle. 

 

Wie funktioniert Bikram Yoga?

Der saloppe Name Hot Yoga für diesen Stil greift eigentlich viel zu kurz. Denn es geht um viel mehr als nur um die Hitze im Raum. Beim Bikram Yoga gibt es ein strenges Reglement. Dieses besteht aus 24 Übungen (Asanas) und zwei Atemübungen (Pranayama), die in einer festen Reihenfolge während der eineinhalb Stunden praktiziert werden, in extrem heißer und feuchter Luft.

Aufgrund der Hitze ist es besonders wichtig, dass sich alle Yogis in einem Kurs stark auf ihren eigenen Körper konzentrieren. Ein entscheidender Faktor des Ganzen ist es, einen Trainingserfolg dadurch zu erzielen, die unerträgliche Hitze als gegeben anzunehmen und sich voll und ganz auf die eigene Bewegung zu konzentrieren.

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Welche Funktion hat die Hitze bei diesem Yoga-Stil?

Die Hitze erfüllt beim Bikram Yoga verschiedene Funktionen. Sie ist sowohl ein entscheidender Faktor für sauberes Training, hat aber auch eine Detox-Funktion. Genauer heißt das:

  • Wärme soll dabei helfen, die Bewegungen genau auszuführen und Muskeln und Sehnen vor Verletzungen zu schützen
  • Das Schwitzen soll zu einer natürlichen Entgiftung des Körpers führen
 

Bikram Yoga: Die 26 Übungen

Die Asana-Übungen sind beim Bikram-Yoga wie folgt verteilt. Es gibt:

  • 12 stehende Übungen
  • 7 liegende Übungen
  • 7 sitzende/kniende Übungen

Auch die Atemübungen werden streng nach dem Rhythmus zu einem festen Zeitpunkt in die Praxis eingebaut.

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Für wen eignet sich Hot Yoga – und für wen nicht?

Die Belastung des Herz-Kreislauf-Systems ist beim Bikram Yoga nicht zu unterschätzen. Eine vorherige Absprache mit dem Arzt, ob der Körper der Belastung standhalten kann, ist durchaus empfehlenswert. Sportlichkeit ist keine Grundvorraussetzung, schaden wird sie Teilnehmern aber auch nicht. 

 

Diese Vorteile bietet Bikram Yoga

Bikram Yoga bietet Ihnen und Ihrer Gesundheit einige Vorteile.

  • intensives, aber gelenkschonendes Herz-Kreislauf-Training
  • Training von Flexibilität und Beweglichkeit
  • Anregung des Stoffwechsels 
  • Natürlicher Detox durch Schwitzen
  • Blockaden im Muskelbereich, beispielsweise im Rücken, können gelöst werden
  • mentale Stärke: trotz der extremen Bedingungen durchzuhalten, schult die Willenskraft 
 

Kritik am Bikram Yoga

Einige (Sport-)Mediziner stehen diesem Yoga-Stil kritisch gegenüber. Sie betonen die Risiken und bezweifeln sogar teilweise die Wirksamkeit.

Diese Kritik wird Bikram-Yoga vor allem entgegengebracht:

  • Durch einen hohen Wasser- und Elektrolytverlust kann es zu Herz-Kreislauf-Beschwerden und zu Muskelkrämpfen kommen
  • Der Detox-Effekt ist wissenschaftlich umstritten

Bikram Yoga lässt die Yogis an ihre körperlichen sowie mentalen Grenzen gehen. Der Reiz der Sportart sollte aber auch mit Vorsicht genossen werden. Achten Sie auf die Signale Ihres Körpers, eine Überforderung kann unter Umständen zu langen Sportpausen führen. Sprechen Sie bei Unsicherheiten mit Ihrem Arzt, aber zögern Sie auch nicht, sich an den Yoga-Lehrer zu wenden. Er wird einen großen Erfahrungsschatz haben, wie am besten mit den Belastungen umzugehen ist, besonders, wenn Sie noch Anfänger sein sollten. 

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