Bienenstich: Was tun? Behandlung in 5 Schritten

Verena Elson Medizinredakteurin

Ein Bienenstich ist schmerzhaft und kann mit einer bedrohlich wirkenden Schwellung einhergehen. Doch gefährlich ist er in der Regel nicht. Die Frage „Bienenstich, was tun?“ lässt sich leicht beantworten – mit diesen fünf Schritten zur ersten Hilfe.

Eine Biene krabbelt über die Haut eines Menschen
Ein Bienenstich lässt sich leicht selbst behandeln Foto:  iStock/Inventori
Inhalt
  1. Bienenstich: Was hilft? Erste Hilfe in 5 Schritten
  2. Bienenstich: Was tun? Die wichtigsten Maßnahmen
  3. Bienenstich: Behandlung beim Arzt notwendig?

Bienenstiche kommen vergleichsweise selten vor – denn Bienen sind friedliche Tiere und deutlich weniger aggressiv als beispielsweise Wespen. Darum fragen sich viele nach einem Bienenstich: Was tun, um ihn zu behandeln? Mit diesen fünf Maßnahmen lassen sich die Symptome schnell lindern.

 

Bienenstich: Was hilft? Erste Hilfe in 5 Schritten

Der wichtigste Erste-Hilfe-Schritt zur Behandlung von Bienenstichen ist die Entfernung des Stachels. Diese Maßnahme sollte auch unterwegs in jedem Fall unternommen werden.

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1. Stachel entfernen

Bienen stechen nur zu, wenn sie keinen anderen Ausweg sehen, um ihr Volk zu verteidigen. Denn für den Stich zahlen sie mit ihrem Leben: Der Bienenstachel ist mit einem Widerhaken versehen, der nach dem Stich in der Haut stecken bleibt. Bei dem Versuch, den Stachel wieder herauszuziehen, reißt der Hinterleib der Biene ab und das Insekt stirbt.

Am hinteren Ende des Bienenstachels befindet sich ein mit Gift gefüllter Beutel, die sogenannte Giftblase. Aus ihr strömt das Gift in die Einstichstelle. Der Stachel sollte darum umgehend entfernt werden – möglichst ohne dabei noch mehr Gift aus der Giftblase in die Haut zu drücken.

Darum sollten zur Entfernung des Stachels weder Finger noch Pinzette verwendet werden; besser eignet sich ein stumpfer Gegenstand wie etwa eine EC-Karte. Mit diesem lässt sich der Stachel aus der Haut schaben.

2. Einstichstelle desinfizieren

Die Einstichstelle kann mit einem Desinfektionsspray aus der Apotheke behandelt werden, um einer Entzündung vorzubeugen. Doch keine Sorge – solche lokalen Entzündungen treten nach Insektenstichen ohnehin selten auf.

3. Einstichstelle erhitzen

Mit speziellen Stiften zur Insektenstich-Behandlung lässt sich die Einstichstelle für wenige Sekunden erhitzen – und zwar gerade so stark, dass das Gift abgetötet wird, aber noch keine Verbrennungen auf der Haut entstehen.

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4. Kühlen

Anschließend sollte die Einstichstelle gekühlt und hochgelagert werden – damit lassen sich Schwellung und Schmerzen lindern. Die mitunter starke Schwellung nach dem Stich ist übrigens ganz normal – auch, wenn die Einstichstelle noch bis zu 24 Stunden lang weiter anschwillt. Sie bedeutet nicht etwa, dass sich der Insektenstich entzündet hat. Zur Kühlung eignen sich feucht-kalte Umschläge oder in Tücher gewickelte Eiswürfel oder Kühlpacks.

5. Insektenstichgel auftragen

In der Apotheke gibt es kühlend und abschwellend wirkende Gels zur Behandlung von Insektenstichen – diese können helfen, die Beschwerden in den ersten Tagen nach einem Bienenstich zu lindern. In der Regel ist danach keine weitere Behandlung mehr notwendig.

 

Bienenstich: Was tun? Die wichtigsten Maßnahmen

Um Schwellung und Schmerzen einzudämmen, ist das Kühlen nach dem Herausschaben des Stachels die wirksamste Maßnahme – wer nicht alle Utensilien für die komplette 5-Schritt-Behandlung zur Hand hat, kann sich darum auf diese beiden Maßnahmen beschränken: Stachel entfernen und kühlen.

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Bienenstich: Behandlung beim Arzt notwendig?

Bei Symptomen einer allergischen Reaktion nach dem Bienenstich wie Juckreiz am ganzen Körper, Schwindel und Schwellungen an den Schleimhäuten sollte sofort der Notarzt alarmiert werden – dasselbe gilt, wenn der Bienenstich im Mund- oder Rachenraum aufgetreten ist. In diesem Fall sollten bis zum Eintreffen des Notarztes Eiswürfel gelutscht werden, um die Schwellung einzudämmen.

Ansonsten lautet die Antwort auf die Frage, was nach einem Bienenstich zu tun ist: Wer keine Allergie gegen das Bienengift hat, kann seinen Stich selbst behandeln und braucht keine Ärzt:in aufzusuchen.

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