Volkskrankheit Gelenkschmerzen: So läuft es wieder rund in den Gelenken

Redaktion PraxisVITA

Schmerzende Gelenke schon bei kleinsten Bewegungen – dieses Problem kennen nicht nur ältere Menschen. Etwa sechs Millionen Deutsche leiden unter Gelenkbeschwerden. Häufigste Ursache: Arthrose. Schmerzen im Knie oder dem Hüftgelenk beeinträchtigen die Mobilität und erschweren den Alltag enorm. Mit dem richtigen Therapie-Konzept können die Beschwerden allerdings nachhaltig gebessert werden. Wir verraten Ihnen das beste Anti-Aging-Programm für Ihre Gelenke.

Frau mit Sonnenbrille sitzt auf dem Fahrrad
Bei Bewegungsschmerzen ist Fahrradfahren besonders zu empfehlen, da es die Kniegelenke schont Foto:  Solovyova/iStock
Inhalt
  1. Wie entstehen Bewegungsschmerzen?
  2. Darum ist Bewegung gut für die Gelenke
  3. Neuer Therapieansatz: Spezielle Kollagen-Peptide
  4. Was tun bei Bewegungsschmerzen in Sprung- und Hüftgelenk und in den Knien?
  5. Bewegungsschmerz ade! So funktioniert das Anti-Aging-Programm für die Gelenke
 

Wie entstehen Bewegungsschmerzen?

Eine Fehlstellung der Gelenke, eine zu hohe Belastung, Übergewicht oder einfach Abnutzungserscheinungen – die Ursachen für Gelenkschmerzen sind vielfältig. Nicht selten sind sie Anzeichen für eine beginnende Arthrose, dem Verschleiß der Gelenkknorpel. Wenn die Knorpelschichten der Gelenke immer dünner werden, treten die sogenannten Bewegungsschmerzen auf – und die wirken sich massiv auf die Lebensqualität aus. Der vielversprechendste Therapie-Ansatz: Bewegung. Klingt paradox, ist es aber ganz und gar nicht. Ausgerechnet mehr Bewegung hilft dabei, wieder so richtig in Schwung zu kommen und die Bewegungsschmerzen zu lindern. Aber warum eigentlich?

Wenn wir uns zu wenig bewegen, kommt es zu schädlichen Vorgängen in den Gelenken, besser gesagt zu Entzündungen. Denn wenn der Körper nicht in einem Mindestmaß aktiv ist, kann er Stoffwechselabfälle, Zelltrümmer und Fremdstoffe nicht ausreichend entsorgen. Durch solchen Abfall entstehen entzündliche Schäden. Die Folge: Gewebe wird abgebaut. Dieser Schwund wird mit den Jahren immer deutlicher, die Gelenke altern schneller.

 

Darum ist Bewegung gut für die Gelenke

Vor allem in den Knorpelschichten der Gelenke zeigt sich der Gewebeschwund besonders schmerzhaft. Weil diese Knorpelschichten nicht direkt durchblutet werden, muss der Organismus sie nämlich anders nähren und reinigen. Wenn wir uns bewegen, ändert das die Druckverhältnisse in der Gelenkflüssigkeit. Diese drückt dann Nähr- und Baustoffe, die sie aus dem Blut zugeführt bekommt, in den Knorpel hinein. Und sie zieht auch das heraus, was dort im Knorpelstoffwechsel als Abfall entstanden ist. Es ist also wichtig, dass die Gelenkflüssigkeit in Bewegung bleibt, damit die wichtigen Nährstoffe an die umgebende Knorpelschichten kommt. Bewegung ist also gut für die Gelenke, damit sie mit ausreichend Nährstoffen versorgt werden und Gelenkschmerzen gar nicht erst entstehen können.

 

Neuer Therapieansatz: Spezielle Kollagen-Peptide

Einer der wichtigsten Nährstoffe im Knorpelgewebe ist das Eiweiß Kollagen. Es speichert Flüssigkeit und macht das Knorpelgewebe dadurch elastisch und dehnbar. Zudem bildet es mit 70 Prozent den Hauptbestandteil des Gewebes. Jedoch mit zunehmenden Alter sinkt die Kollagenproduktion im Körper. Eine zusätzliche Einnahme von Kollagen-Präparaten wirkt dem Gewebeschwund entgegen. Mehr noch: Ist der Kollagenspeicher gut gefüllt, kann der Körper sogar das fehlende Knorpelgewebe ersetzen.  Aktuelle Studien zeigen, dass das spezielle, undenaturierte Kollagenpeptid UC-II darüber hinaus in der Lage ist, Knorpel-abbauende Prozesse im Gelenk zu hemmen und so den Verschleiß zu mindern.

Das apothekenexklusive Nahrungsergänzungsmittel flexiLoges Gelenknahrung enthält zum Beispiel neben dem patentierten UC-II-Kollagen, die Wirkstoffe N-Acety-Glucosamin, Chondroitin und weitere Knorpel-relevante Mikronährstoffe. Bei regelmäßiger Einnahme sorgt die einzigartige Kombination dafür, dass der Knorpel wieder ausreichend versorgt wird und so auch die Schmerzen gelindert werden.

 

Was tun bei Bewegungsschmerzen in Sprung- und Hüftgelenk und in den Knien?

Am häufigsten kommen die Bewegungsbeschwerden in den Knien, Hüftgelenken, aber auch an der Schulter, am Handgelenk oder an der Wirbelsäule vor. Im Gegensatz zu einer Entzündung, der sogenannten Arthritis, treten die Schmerzen bei Belastungen auf und nicht im Ruhezustand. Neben der Einnahme von Kollagen-Produkten sollte man sich bei Bewegungsschmerz viel bewegen – und zwar richtig. Solange man das Gefühl hat, die betroffenen Gelenke „laufen sich ein“, ist regelmäßige Bewegung die erste Maßnahme, um Verschleiß deutlich hinauszuzögern. Dabei muss die Bewegung nicht gleich in schweißtreibenden Sport ausarten. Schon ein paar kleine Bewegungseinheiten am Tag sorgen dafür, dass sich die Bewegungsschmerzen spürbar lindern.

 

Bewegungsschmerz ade! So funktioniert das Anti-Aging-Programm für die Gelenke

Frau läuft barfuß durch die Wohnung
Barfuß gehen verlagert die Belastung des Fußes und mindert somit auch den Bewegungsschmerz Foto:  AndreyPopov/iStock
  • Täglich 30 Minuten barfuß gehen 

Wer zum Beispiel häufiger barfuß geht, schlägt etliche Fliegen mit einer Klappe. Bei einer täglichen Bewegung von insgesamt 30 Minuten barfuß in der Wohnung gewöhnt man sich nämlich mit der Zeit den gesunden Vorfußgang wieder an. Das bedeutet, dass man nicht unter Stoßbelastung zuerst mit der Ferse auftritt (zu sehen an abgelaufenen Absätzen), sondern stattdessen auf dem Fußaußenrand und den Zehenballen. Auf diese Weise werden die Druckverhältnisse im ganzen Körper besser verteilt. Das entlastet die Knie- und Hüftgelenke deutlich, auch das Becken. Bei Übergewicht macht sich das besonders wohltuend bemerkbar. Barfußgehen senkt für Mollige außerdem ihre ohnehin erhöhte Arthrose-Gefahr in den Knien und Hüften. Ebenso wird die Wirbelsäule entlastet. Denn Barfußgehen unterstützt die Haltefunktion der Achillessehne – der Rücken muss weniger Arbeit leisten. Das wiederum senkt die Gefahr von Rückenschmerzen. Auch wenn man schon Bewegungsschmerzen hat, kann der freie Gang oft helfen. Das zeigen viele klinische Untersuchungen.

Mann schwimmt auf dem Rücken
Schon zwei mal die Woche schwimmen verbessert die Beweglichkeit Foto:  Juanmonino/iStock
  • Schwimmen schont die Gelenke

Schwimmen gibt dem Körper Auftrieb. „Jede Bewegung fällt leichter und entlastet so die Gelenke. Schwimmen ist besonders gut für alle, die bereits Bewegungsschmerzen haben. Optimal ist es, zweimal pro Woche für je zehn Minuten seine Bahnen zu ziehen. Das bessert Beweglichkeit, Kraft und Koordination“, sagt der Sportwissenschaftler Prof. Ingo Froböse aus Köln. Aqua-Jogging fördert sogar das Knorpelwachstum in den Knien. Das hat eine Studie der Sporthochschule Köln nachgewiesen. Der Verlauf einer bestehenden Arthrose lässt sich damit günstig beeinflussen. Denn dabei lasten nur etwa zehn Prozent des Körpergewichts auf den Gelenken. Viele Hallenbäder und Fitness-Studios bieten entsprechende Kurse an.

Ältere Dame sitzt auf dem Fahrrad und streckt ihre Beine aus
Bei Bewegungsschmerzen empfehlen Mediziner: 30 Minuten pro Woche Fahrradfahren Foto:  Darunechka/iStock
  • Radfahren entlastet die Kniegelenke

Treten sie in die Pedale, raten Sportmediziner und Orthopäden. Bis zu 60 Prozent des Körpergewichts ruhen beim Radfahren auf dem Sattel – die Knie sind gleichförmig in Bewegung, werden dabei aber deutlich geschont. Radeln ist auch ideal, wenn man Probleme mit den Fußgelenken hat. Ein- bis zweimal je 30 Minuten pro Woche sollten es schon sein. Fahren Sie aber nicht in großen Gängen und meiden Sie möglichst Steigungen auf der Strecke. Viel besser ist eine hohe Trittfrequenz, wie Studien zeigen. Dazu sollte das Fahrrad auch richtig angepasst sein: Der Lenker ist etwa 20 Zentimeter höher als der Sattel. Dieser wiederum ist so eingestellt, dass der Fuß bei fast ausgestrecktem Bein fest auf dem Pedal ruht.

Laufen mit Stöckern durch den Wald
Es muss ja nicht immer gleich ein Marathon sein: Nordic Walking schont die Gelenke und bringt den Körper in Schwung Foto:  blyjak/iStock
  • Leichte Bewegungen mit Nordic Walking

Nordic Walking, das zügige Gehen mit den Stöcken, bringt müde Gelenke, aber auch Herz und Kreislauf in Schwung: Der Stock-Einsatz verteilt die Last gleichmäßig auf den Körper. Weil die Arme aktiv mitarbeiten, trainiert man auch die Schultermuskulatur, was das Risiko für das schmerzhafte Phänomen der Kalkschulter senkt. Ideal sind laut Forschung zwei bis drei Trainingseinheiten à 30 Minuten pro Woche. Am besten lernt man die Bewegungsabläufe in einem Kursus, etwa in der Volkshochschule oder im Fitness-Studio.

Frau zieht an Theraband
Das Theraband ist das ideale Sporthilfsmittel für Kraftübungen. Foto:  kbycphotography/iStock
  • 5-Minuten-Krafttraining

Auch mit dem Theraband kann man viel für die Gelenke tun. Dieses einfache Krafttraining zu Hause tut dem ganzen Körper gut. Ideal sind täglich fünf Minuten. Kaufen Sie Bänder in verschiedenen Stärken inklusive Anleitung.

Finger werden aufeinander gepresst
Spezielle Fingerübungen stärken die Muskulatur und lindern Gelenkschmerzen in den Fingern Foto:  kbycphotography/iStock
  • Fingerübungen statt Fingerknacken

Diese Übung macht die Finger gelenkiger und stärkt die Handmuskulatur: Machen Sie eine Faust. Dann strecken Sie die Hände. Dann führen Sie die Finger abwechselnd zum Daumen. Bei Schmerzen: Bewegen Sie die Finger mehrmals täglich in einer Schüssel mit warmen ungekochten Hülsenfrüchten (Backofen, Mikrowelle), etwa Linsen. Und dazu noch die richtigen Power-Stoffe. 

Frau isst Müsli mit Haferflocken und Früchten
Haferflocken und Früchte liefern wertvolle Mineralien Foto:  Eva-Katalin/iStock
  • Durch gesunde Ernährung den Knorpel schützen und Bewegungsschmerzen verhindern

Auch unsere Ernährung beeinflusst die Gelenkgesundheit direkt. Aus Kalzium, Zucker und Eiweiß werden Stoffe gebildet, die den Knorpel druckelastisch und widerstandsfähig machen. Wer unter Bewegungsschmerzen leidet, sollte hochwertige Kohlenhydrate, aber auch Nahrungsmittel mit großem Mineral- und Vitamingehalt zu sich nehmen – vor allem Haferflocken, Vollkornreis und Früchte wie Bananen. Eine Studie zeigt außerdem, dass Zwiebeln, Knoblauch und anderes Lauchgemüse den Knorpel schützen. Milch ist für die Kalzium-Versorgung nach neuen Erkenntnissen eher unwichtig. Das Mineral aus Gemüse (zum Beispiel Brokkoli, Fenchel), Hülsenfrüchten oder  aus kalziumreichem Mineralwasser kann der Organismus deutlich effektiver umsetzen. Große Phosphat-Mengen gilt es zu vermeiden. Sie stören nämlich die Aufnahme von Kalzium in die Knochen. Phosphate kommen zwar auch in natürlichen Lebensmitteln vor, doch nur in unbedenklicher Konzentration. Anders ist das bei zugefügten Phosphaten, zum Beispiel in vielen Fertiggerichten, Wurst und Cola.

  • Salzige Belohnung danach

Steigen Sie in die Wanne, gönnen Sie sich nach der Bewegung ein warmes Salzbad. Das entspannt Sie – und strafft nebenbei die Haut. Salz wirkt entschlackend und durchblutungsfördernd. Die Haut wird glatter und rosiger. Plus: Warmes Wasser unterstützt die Gelenkgeschmeidigkeit und entlastet die Muskulatur. Bewegungsschmerzen können so weiter gelindert werden, allgemeine Beweglichkeit und Wohlbefinden bessern sich. Das Wasser sollte mit etwa 38 ºC etwas wärmer als die Körpertemperatur sein. Prüfen Sie das am besten mit einem Badethermometer. Wer besondere Probleme mit den Gelenken hat (z. B. Arthrose) hat, nimmt am besten ein spezielles Bad, das ätherische Öle und Naturextrake wie Beinwell, Arnika und Rosmarin enthält. Diese wirken besonders wohltuend bei Gelenk- und Muskelschmerzen. 

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