Belladonna: Mit Homöopathie gegen Infekte, Schmerzen und Sonnenbrand

Redaktion PraxisVITA

Belladonna, die Globuli mit dem Wirkstoff aus der Tollkirsche, können bei Entzündungen und grippalen Infekten helfen, aber auch bei Sonnenbrand und Sonnenstichen. Wann genau sollten sie eingenommen werden und für wen eignen sie sich am besten? 

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Inhalt
  1. Belladonna: Was ist es?
  2. Krankheitsbilder und Symptome: Wogegen wird Belladonna eingesetzt?
  3. Belladonna: Richtig dosieren und anwenden
  4. Belladonna bei Babys und Kindern

Der Hals kratzt, die Ohren schmerzen und plötzlich steigt das Fieber - ein natürliches Heilmittel bei solchen Symptomen kann Belladonna sein. Heilpraktiker empfehlen bei plötzlich auftretenden grippalen Symptomen die Globuli mit dem Wirkstoff aus der Tollkirsche.  

 

Belladonna: Was ist es?

Der in Belladonna-Globuli eingesetzte Wirkstoff ist die Tollkirsche (Atropa belladonna). Die Tollkirsche gehört zu den Nachtschattengewächsen. In Deutschland wachsen sie speziell an lichten Waldrändern. Alle Pflanzenteile sind stark giftig. In der klassischen Homöopathie werden Extrakte aus der Tollkirsche jedoch potenziert, also stark verdünnt, angewandt. Nach Samuel Hahnemanns Lehre leiten sich aus den Vergiftungssymptomen mögliche Indikationen für die Anwendungsgebiete von Belladonna ab.

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Krankheitsbilder und Symptome: Wogegen wird Belladonna eingesetzt?

Als typisches Anwendungsgebiet der Belladonna-Globuli gelten akute Erkrankungen im Anfangsstadium mit Beschwerden, die plötzlich und ungewohnt stark auftreten. Bei folgenden Krankheitsbildern und Symptomen sollen Belladonna-Globuli helfen:

  • Fieber
  • Entzündungen vielerlei Art (zum Beispiel Blase, Gelenke, Nasennebenhöhlen, Brust, Mandeln, Mittelohr)
  • Grippale Infekte
  • Kopfschmerzen
  • Ohrenschmerzen
  • Rückenschmerzen
  • Krämpfe im Magen-Darm-Trakt
  • Sonnenbrand und Sonnenstich
  • Verbrennungen
  • Hautinfektion
  • Zahnschmerzen

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Belladonna: Richtig dosieren und anwenden

Belladonna gibt es in Form von Globuli (Streukügelchen), Tabletten und Tropfen. Bei akuten Symptomen sollten Betroffene alle halbe bis ganze Stunde, höchstens sechsmal täglich, entweder fünf Tropfen, eine Tablette oder fünf Globuli einnehmen. Ideal ist es, bei der Einnahme einen Abstand von mindestens einer Viertelstunde zu den Mahlzeiten einzuhalten.

Für die Selbstbehandlung empfehlen Heilpraktiker Belladonna in den Potenzen D6 oder D12. Höhere Potenzen wie D200, C200 und darüber hinaus eignen sich nicht für die Selbstbehandlung.

 

Belladonna bei Babys und Kindern

Typische Krankheiten und Zustände des Körpers, die für eine Anwendung von Belladonna sprechen, gibt es auch in jungen Jahren. Speziell bei akuten Beschwerden schätzen Heilpraktiker die Wirkung des Homöopathikums. Babys und Kinder leiden häufig an rasch einsetzenden Beschwerden, wie zum Beispiel hohem Fieber.

Ein heißes, rotes Gesicht und starkes Schwitzen in Zusammenhang mit Schmerzen beim Zahnen gehören ebenfalls zu den Symptomen, bei denen man Belladonna einsetzt. Säuglinge bekommen nur ein Kügelchen, Kinder bis drei Jahren erhalten zwei Globuli pro Gabe. Größere Kinder dürfen drei Globuli auf einmal einnehmen. Eine Überdosis Belladonna kann bei Babys und Kleinkindern zu Krämpfen und Durchfall führen.

Eltern sollten beachten, dass die Wirksamkeit von Belladonna nicht belegt ist. Gerade bei Babys und sehr kleinen Kindern ist es wichtig, im Zweifel immer einen Kinderarzt um Rat zu fragen.

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Hinweis: Die spezifische Wirksamkeit von Homöopathie wird in der Wissenschaft diskutiert. Dennoch ist Homöopathie als sanfte Heilmethode sehr beliebt.

Quellen

Homöopathische und anthroposophische Arzneimittel, in: Bundesinstut für Arzneimittel und Medizinprodukte 

Eisele, M. (2013) Homöopathie: Der einfache Weg zum richtigen Mittel. Stuttgart: Deutscher Apotheker Verlag

Eisele, M. et al. (2020): Homöopathie für die Kitteltasche. Indikations- und wirkstoffbezogene Beratungsempfehlungen. Stuttgart: Deutscher Apotheker Verlag

Wiesenauer, M. & Berger, R. (2010): Homöopathie-Beratung. Empfehlungen für die Patientenbetreuung. Stuttgart: Deutscher Apotheker Verlag

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