Beim Muskelfaserriss liegen die Ursachen meist in sportlicher Überlastung

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Bei einem Muskelfaserriss kommen für die Ursachen verschiedene Faktoren infrage, die mitunter zusammenspielen und so zum Riss eines Muskelfaserbündels führen. Die eigentliche Ursache ist meist fehlerhaftes Verhalten beim Sport: Wer sich und seine Muskeln nur unzureichend aufwärmt und über eine mangelnde Fitness verfügt, der überfordert und ermüdet seine Muskeln schneller und macht sie damit verletzungsanfälliger.

„Belastungsspitzen“ für die Muskulatur, wie sie zum Beispiel bei wiederholten, langen Sprints auftreten, begünstigen Muskelfaserrisse in der Wade und im Oberschenkel zusätzlich. Anders als bei einer Muskelprellung, etwa durch einen „Pferdekuss“ beim Fußball, entsteht ein Muskelfaserriss fast ausschließlich ohne Gewalteinwirkung von außen. Er tritt plötzlich auf, zum Beispiel bei einem Sprint oder infolge eines schnellen Richtungswechsels.

 

Verschiedene Risikofaktoren, die einen Muskelfaserriss neben den eigentlichen Ursachen begünstigen

  • Kühle Witterung verringert die Durchblutung im Muskel und macht ihn verletzungsanfälliger. Ein Aufwärmprogramm ist hier umso wichtiger
  • Bereits bestehende Muskelschädigungen wie beispielsweise Muskelverhärtungen
  • Zusätzliche Beanspruchungen der Muskulatur durch die Beschaffenheit des Untergrunds, z. B. durch unebene oder glatte Böden
  • Falsche Ausrüstung. So sollten beispielsweise für das Tennisspielen auf einem Aschenplatz immer entsprechende Tennisschuhe getragen werden und keine Jogging- oder Hallenschuhe
  • Schlechter Allgemeinzustand, beispielsweise durch eine bestehende Grippe-Erkrankung
Tennis ist Risiko für Muskelfaserriss
Tennis zählt zu den Sportarten, bei denen ein hohes Risiko für einen Muskelfaserriss besteht© Fotolia

Auch Art und Ausmaß der ausgeübten Sportart können das Risiko von Muskelfaserriss-Verletzungen erhöhen und gehören damit ebenfalls zu den Ursachen. Zu den „Risiko“-Sportarten zählen Fußball, Handball, Tennis, Badminton und Squash. Sie alle haben eins gemeinsam: Sie erfordern schnelle Richtungswechsel und wiederholte kurze oder lange Sprints mit starken Beschleunigungen und schnellem Abbremsen. Das bedeutet höchste Beanspruchung für die Muskulatur.

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