Beim Magengeschwür erfordert die Diagnose meistens eine Magenspiegelung

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Um bei einem Magengeschwür die Diagnose zu stellen, fragt der Arzt den Patienten zuerst nach seinen Beschwerden. Hat der Arzt aufgrund der Symptome den Verdacht auf ein Magengeschwür, wird er bei der körperlichen Untersuchung den Oberbauch abtasten. Dieser ist bei Menschen mit einem Magengeschwür meistens sehr druckempfindlich. Außerdem können eine Blutuntersuchung und eine Stuhlprobe, die der Arzt auf Blut untersuchen lässt, wertvolle Hinweise für die Magengeschwür-Diagnose liefern.

Da bei einem Magengeschwür die meisten Symptome sehr unspezifisch sind, ist für eine sichere Magengeschwür-Diagnose zusätzlich eine Magenspiegelung erforderlich.

Ein Magengeschwür wird mithilfe einer Magenspiegelung festgestellt
Ein Magengeschwür wird mithilfe einer Magenspiegelung festgestellt© Fotolia

Diese wird normalerweise von einem auf Magen-Darm-Erkrankungen spezialisierten Arzt, dem Gastroenterologen, durchgeführt. Er führt einen biegsamen Schlauch mit einer kleinen Kamera, das sogenannte Endoskop, über den Mund und die Speiseröhre in den Magen ein. Die Mundschleimhaut wird zuvor mit einem örtlichen Betäubungsmittel behandelt, um den Würgereiz zu unterdrücken. Auf Wunsch erhält der Patient auch ein Beruhigungsmittel oder eine kurze Narkose.  Mithilfe des Endoskops kann der Arzt die Magenschleimhaut genau untersuchen. Findet er dabei verdächtige Stellen, wird er während der Untersuchung eine kleine Gewebeprobe entnehmen. In dieser Gewebeprobe kann der Arzt mit einfachen Tests den Krankheitserreger Helicobacter pylori nachweisen, der ungefähr 60 Prozent aller Magengeschwüre verursacht. Außerdem lässt sich das Magengeschwür mithilfe einer Gewebeprobe von einer Magenschleimhautentzündung oder von Magenkrebs abgrenzen.

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