Bei Zähneknirschen helfen Entspannungstechniken

Nackenmassage hilft gegen Zaehneknirschen
Massagen des Nackens lösen Muskelverspannungen und können dadurch zur Verringerung des Zähneknirschens beitragen © Fotolia

Zähneknirschen und Zähnepressen geschieht meist unbewusst, vor allem im Schlaf. Häufig werden dadurch auch Beschwerden wie z. B. Kopfschmerzattacken, Verspannungen der Schulter- und Nackenmuskulatur, Seh- und Konzentrationsstörungen ausgelöst.

Insbesondere leidet durch Zähneknirschen das Gebiss. Der Hamburger Zahnarzt Dr. Rainer Witt: „Viele Patienten schleifen auf diese Weise ihre Schneidezähne sichtbar ab, wetzen deutliche Scharten hinein oder hobeln die Eckzähne kürzer.“ Zum Schutz kann der Zahnarzt eine Aufbiss-Schiene aus Kunststoff anfertigen lassen, die auch nachts getragen werden soll. So wird zwar weiteren Zahnschäden vorgebeugt, doch das Zähneknirschen kann dadurch kaum beseitigt werden. Denn diesem liegen fast immer seelische Ursachen zugrunde.

Dr. Witt: „Die meisten Betroffenen knirschen in Stresssituationen, zum Beispiel wenn sie Ärger, Sorgen oder Wut haben. Deshalb raten wir vor allem auch zu Stressbewältigungsprogrammen, schicken den Patienten notfalls zum Psychologen.“

 

Maßnahmen, um sich Zähneknirschen abzugewöhnen

- Eine Entspannungstechnik, etwa autogenes Training, erlernen und regelmäßig praktizieren

- Negativen Stress mit gymnastischen Übungen abschütteln: Kopfkreisen fünfmal nach rechts, fünfmal nach links, Kopf auf die Brust senken, dann so weit wie möglich nach hinten nehmen. Wichtig ist, dass sich die Kaumuskulatur schnell wieder entspannt

- Eine Art Tagebuch führen, in dem bewusst wahrgenommenes Zähneknirschen und Zähnepressen notiert werden

- Selbstmassagen der Halsmuskulatur und Kiefergelenke mit Hautfunktionsöl

- Rotlichtbestrahlung der Kiefermuskulatur, zweimal täglich für je fünf Minuten

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