Bei Nasenbluten sind die Ursachen meist harmlos

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Für Nasenbluten kann die Ursache lokal bedingt (lokal bedingte Epistaxis) sein oder in einer anderen Grunderkrankung liegen (symptomatische Epistaxis).

Nasenbluten Begleitsymptom bei Allergie
Nasenbluten kann Begleitsymptom eines Schnupfens oder einer Allergie sein© Fotolia

Lokal bedingtes Nasenbluten wird durch eine trockene Nasenschleimhaut begünstigt, weil dieser der normalerweise schützende Sekretfilm fehlt. Ursache für diese Austrocknung können überheizte Räume im Winter, Klimaanlagen im Sommer oder Allergien wie Heuschnupfen sein. Auch abschwellende Nasentropfen können bei längerer Anwendung zu einer trockenen Nasenschleimhaut führen.

Häufigster Ort der Blutung in der Nase ist der sogenannte Kiesselbach-Ort im Bereich der vorderen Nasenscheidewand. An diesem treffen mehrere Blutgefäße aufeinander, sodass hier 90 Prozent aller Blutungen der Nase entstehen. Für lokal bedingtes Nasenbluten sind die häufigsten Ursachen unter anderem:

  • Verkrümmung der vorderen Nasenscheidewand (Septumdeviation)
  • Entzündungen der Nasenschleimhaut
  • Rhinitis sicca (Erkrankung der Nasenschleimhaut, die durch eine trockene Schleimhaut gekennzeichnet ist)
  • Verletzungen der Blutgefäße der Nasenschleimhaut
  • Verletzungen von Nase und/oder Mittelgesicht (z. B. Nasenbruch, Schädel-Hirn-Trauma mit Schädelbasisbruch) durch einen Schlag oder Sturz
  • Fremdkörper in der Nase
  • Polyp der Nasenscheidewand
  • Tumoren der Nase und des Nasen-Rachen-Raums

Bei der symptomatischen Epistaxis tritt das Nasenbluten als Begleitsymptom einer anderen Erkrankung auf. Zu diesen Krankheiten zählen beispielsweise:

  • Infektionserkrankungen (z. B. Schnupfen, Grippe, Masern, Typus)
  • Bluthochdruck (Hypertonus)
  • „Arterienverkalkung“ (Atherosklerose)
  • Erkrankungen des blutbildenden Systems und der Blutgerinnung (z. B. Leukämie, Thrombozytopenie)
  • Harnvergiftung (Urämie) bei Nierenversagen

Während einer Schwangerschaft ist die Nasenschleimhaut stärker durchblutet, was zu häufigerem Nasenbluten führen kann.

Ebenso können blutverdünnende Medikamente, wie beispielsweise Acetylsalicylsäure (ASS) oder Phenprocoumon oder das Immunsystem unterdrückende Medikamente (Immunsuppresiva) Nasenbluten auslösen. Außerdem kann eine Veranlagung für Nasenbluten bestehen. Dieses zeigt sich in den meisten Fällen durch schwache, immer wieder auftretende Blutungen, für die keine eindeutige Ursache gefunden werden kann.

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