Bei einer Gastritis stellt der Arzt die Diagnose mithilfe einer Magenspiegelung

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Da die meisten Symptome einer Magenschleimhautentzündung unspezifisch sind, kann der Arzt eine sichere Gastritis-Diagnose nicht alleine aufgrund der körperlichen Beschwerden stellen. Nur mithilfe einer Magenspiegelung ist eine eindeutige Gastritis-Diagnose möglich.

Eine akute Gastritis geht mit verschiedenen körperlichen Beschwerden einher, die dem Arzt zwar keine sichere Gastritis-Diagnose ermöglichen, ihm aber dennoch erste Hinweise darauf liefern. Wenn der Arzt den Verdacht auf eine Gastritis hat, die Symptome aber nur leicht ausgeprägt sind, kann er zunächst abwarten und den Krankheitsverlauf beobachten, ohne die Gastritis-Diagnose mithilfe weiterer Untersuchungen abzusichern. Oft verschwindet eine akute Gastritis nach kurzer Zeit von alleine wieder.

 

Gastritis-Diagnose durch Magenspiegelung

Bei langanhaltenden oder immer wiederkehrenden Beschwerden ist eine genauere Abklärung durch eine Magenspiegelung (Gastroskopie) notwendig. Dazu schiebt der Arzt einen beweglichen, mit einer Kamera ausgestatteten Schlauch, das sogenannte Endoskop, über die Speiseröhre in den Magen, um die Magenschleimhaut zu betrachten. In der Regel entnimmt der Arzt bei der Untersuchung auch eine kleine Gewebeprobe. Diese kann er unter dem Mikroskop auf die typischen Gewebeveränderungen untersuchen lassen, die bei einer Gastritis auftreten und dem Arzt eine sichere Gastritis-Diagnose ermöglichen. Bei einer chronischen Gastritis kann der Arzt mithilfe weiterer Tests feststellen, um welchen Gastritis-Typ es sich handelt:

  • Mit einer Blutprobe lässt sich überprüfen, ob der Körper Antikörper gegen das Bakterium Helicobacter pylori (Typ B-Gastritis) oder gegen die körpereigenen Belegzellen und den Intrinsic Faktor (Typ A-Gastritis) gebildet hat. Auch ein Vitamin-B12-Mangel und die typische Vitamin-B12-Mangelanämie, also eine durch den Vitaminmangel ausgelöste Blutarmut, stellt der Arzt bei einer Blutuntersuchung fest.
  • Der Erreger Helicobacter pylori, der eine Typ B-Gastritis auslöst, lässt sich außerdem mit verschiedenen anderen Tests nachweisen, um eine sichere Gastritis-Diagnose zu stellen: Beim Urease-Test wird zum Beispiel eine Gewebeprobe auf ein bestimmtes Protein untersucht, das der Krankheitserreger produziert. Außerdem hat sich zum Nachweis von Helicobacter pylori der sogenannte C13-Atemtest bewährt, bei dem der Betroffene ein Harnstoff-Präparat einnimmt, das auf eine besondere Weise chemisch markiert ist. Ist der Magen mit Helicobacter pylori infiziert, zersetzt der Erreger den Harnstoff. Dabei setzt er Kohlendioxid frei, das die chemische Markierung enthält und das der Arzt in der Atemluft nachweisen kann.
Behandlung
Themen
Das könnte Sie auch interessieren
Copyright 2018 praxisvita.de. All rights reserved.